• 27.08.2012, 09:50:58
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Erneute Greenpeace-Aktion gegen Gazprom in der russischen Arktis

Naidoo und 13 Aktivisten stoppen Versorgungsschiff auf dem Weg zur "Prirazlomnaya"

Utl.: Naidoo und 13 Aktivisten stoppen Versorgungsschiff auf dem Weg
zur "Prirazlomnaya"=

Wien/Petschora See (OTS) - Drei Tage nachdem die Ölplattform
"Prirazlomnaya" des russischen Unternehmens Gazprom in der Petschora
See von Greenpeace Aktivisten besetzt wurde, stoppt Greenpeace heute
erneut in einer gewaltfreien Aktion die letzten
Vorbereitungsarbeiten des russischen Ölunternehmens, bevor mit dem
Bohren in der Arktis begonnen werden kann. Der Geschäftsführer von
Greenpeace-International, Kumi Naidoo, und sechs
Greenpeace-Aktivisten starteten frühmorgens mit Schnellbooten
Richtung Ölplattform, um das Versorgungsschiff "Anna Akhmatova",
welches Arbeiter auf die "Prirazlomnaya" bringen sollte,
aufzuhalten. Mittlerweile halten bereits 14 Aktivisten aus zehn
verschiedenen Ländern die Stellung. Die Aktivisten haben sich und
ihre Boote an die Ankerkette der "Anna Akhmatova" gekettet und
blockieren so das Hochziehen und somit das Abfahren des Schiffes zur
Ölplattform. Die russische Küstenwache, die von der Prirazlomnaya
angefordert wurde, befindet sich ebenfalls vor Ort, hat aber noch
nicht eingegriffen.

Kumi Naidoo appelliert vom Ort des Geschehens: "Vor drei Tagen
erkletterten wir die Ölplattform, um die ganze Welt auf ein
Umweltverbrechen aufmerksam zu machen, bevor es sich zu einem
Umweltdesaster weiterentwickelt. Die heutige, gewaltfreie Aktion
mitten im Zentrum des Geschehens soll die Ölindustrie davon
abhalten, diese einzigartige Region zu zerstören. Fast zwei
Millionen Menschen haben unsere Kampagne (www.schuetztdiearktis.at)
unterstützt und fordern den Schutz dieses sensiblen Gebietes. Wir
werden alles uns mögliche tun, um es vor den gierigen Händen
rücksichtsloser Ölmultis zu bewahren, die Profite mit Zerstörung
machen wollen."

Die "Prirazlomnaya" ist die erste fixe Ölplattform in der
Petschora-See der Arktis und führt die voranschreitende
Industrialisierung selbst in hochsensiblen Gebieten wie der Arktis
vor Augen. Die Vorbereitungsarbeiten auf der Bohrstelle sind fast
fertig und Gazprom ist begierig darauf mit dem Bohren zu beginnen.
Gazprom könnte damit das erste Unternehmen sein, das kommerziell Öl
aus der offenen See der Arktis fördert. Trotz extremer Bedingungen
für die Ölförderung, hat Gazprom lediglich einen kurzen Abriss ihrer
Notfallspläne veröffentlicht. Aber selbst dieses Dokument zeigt
deutlich, dass das Unternehmen im Falle eines Bohrunfalls im Hohen
Norden völlig überfordert wäre. Die Beseitigung des Öls wäre mit den
minderwertigen Aufräummethoden Gazprom's - wie Schaufel und Eimer -
in diesen eisigen Bedingungen so gut wie unmöglich.

Weiterführende Informationen:
http://www.greenpeace.at/schuetztdiearktis

Bildmaterial schicken wir gerne auf Anfrage
([email protected]) zu.

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