- 22.08.2012, 16:52:29
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ÖH zu Zugangsbeschränkungen: Studierende wissen es besser
Weder Politik, noch Universitäten geeignet Kapazitäten festzulegen. Freie Wahlmöglichkeit bietet bessere Zukunftsaussichten
Utl.: Weder Politik, noch Universitäten geeignet Kapazitäten
festzulegen. Freie Wahlmöglichkeit bietet bessere
Zukunftsaussichten=
Wien (OTS) - Als Reaktion auf die Ankündigung einer baldigen
Einigung der RegierungspartnerInnen beim Thema Zugangsbeschränkungen
in sogenannten Massenfächern, erkärt Martin Schott vom Vorsitzteam
der ÖH: "Es ist völlig unklar wer die Anzahl der Studienplätze
festlegen soll, mit der ÖH wurden jedenfalls keine Gespräche
geführt. Schon bisher zeigte sich, dass weder die Politik, noch die
Universitäten selbst geeignet sind diese festzulegen - erinnern wir
uns an Gehrers Prognosen zum Lehramtstudium. Die beste Prognose
stellen die StudienanfängerInnen selbst, v.a. nach einem massiven
Ausbau von fundierter Beratung."
"Der freie und offene Hochschulzugang heißt nicht nur, künftig
nicht weniger Studierende zu haben, sondern auch eine freie
Wahlmöglichkeit der Studierenden zu garantieren. Studierende durch
Zugangsbeschränkungen in bestimmte Fächer zu drängen, kann keine
Lösung der derzeitigen Hochschulproblematik sein", meint Janine Wulz
aus dem Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.
"Anstatt Studierendenströme über Zugangsbeschränkungen lenken zu
wollen, sollte vielmehr das Informationsangebot ausgebaut werden. Es
ist vielfach erwiesen, dass mangelnde Information zu Studienbeginn
ein wesentlicher Grund für Drop-Out und Studienwechsel sind. Ein
frühzeitiges Beratungsangebot, das bereits in den Schulplänen
implementiert ist und eine echte Orientierungsphase, wie wir sie in
Forum Hochschule vorschlagen, wären wesentliche Schritte, um
Studierende eine fundierte Wahl für das passende Studium zu
ermöglichen", erklärt Peter Grabuschnig aus dem Vorsitzteam der ÖH.
"Bereits jetzt haben bestehende Zugangsbeschränkungen in Fächern
wie Psychologie und Medizin enorme Auswirkungen auf die
Studierenden. Die strukturelle Benachteiligung von Frauen und sozial
schlechter gestellten Studierenden sind kein Geheimnis. Es braucht
endlich eine Umsetzung des langjährigen Regierungsziels, 2% des BIPs
in Hochschulbildung zu investieren. Damit könnten die Kapazitäten
der Universitäten ausreichend ausgebaut werden. Eine Diskussion um
Zugangsbeschränkungen wäre damit obsolet und könnten uns endlich
wieder anderen hochschulpolitischen Themen zu widmen - wie der
sozialen Absicherung der Studierenden oder der Qualität der Lehre",
hält Angelika Gruber aus dem Vorsitzteam der ÖH fest.
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