ÖH: Rot-Weiß-Rot-Karte auch für Bachelor- und DoktoratsabsolventInnen

Gleichstellung von Studierenden aus Drittstaaten jetzt!

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft ist sehr verwundert über Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Dieser sieht derzeit keinen Grund zur Ausweitung der Rot-Weiß-Rot Karte auf AbsolventInnen mit Bachelorabschluss ab. "Wieso verweigert ein Minister der Regierung das Bekenntnis zum Bologna System? Dass ein Bachelorabschluss am österreichischen Arbeitsmarkt fast nichts zählt, wissen wir alle. Aber wenn nicht mal die Bundesregierung an das System glaubt, wer dann?" so Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH.

"HochschulabsolventInnen - egal ob aus Österreich, der EU oder Drittstaaten - gehören zu den gutausgebildeten jungen Menschen, die sich ein Arbeitsmarkt nur wünschen kann. Selbst die "erleichterten" Voraussetzungen für eine RWR-Karte für AbsolventInnen macht es ja noch lange nicht einfach. Einen Beruf mit 1903 Euro Einstiegsgehalt innerhalb von 6 Monaten zu finden ist wahnwitzig. Kein Wunder, dass kaum AbsolventInnen aus Drittstaaten in Österreich bleiben. Es braucht für sie endlich eine arbeitsrechtliche Gleichstellung in Österreich!", meint Martin Schott vom Vorsitzteam.

Janine Wulz vom Vorsitzteam hält außerdem fest: "Es gibt wirklich schon genug Alltagsrassismus in Österreich. Auch das ist ein Grund, warum viele AbsolventInnen, die die Rot-Weiß-Rot Karte beantragen könnten, es nicht tun. Viele sind schlicht und ergreifend abgeschreckt, abseits der formellen Hürden. Von einem Sozialminister erwarten wir uns, dass er diesen Tendenzen entgegenwirkt und nicht umgekehrt."

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