- 17.08.2012, 10:15:11
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Abwenden von billiger Agrarpolemik dringend notwendig
Land&Forst Betriebe Österreich fordern ehrliche Diskussion über die Bedeutung der Landwirtschaft für den heimischen Konsumenten
Wien (OTS) - "Die derzeit über die Medien geführten Diskussionen
über die Förderungen in der Landwirtschaft sind willkürlich, aus
parteipolitischen Gründen angezettelt und gehen an der Realität
vollkommen vorbei. Agrarpolitik ist Politik für alle Menschen und
eine gesicherte und hochqualitative Urproduktion von Lebensmitteln in
Österreich muss weiter im Zentrum des politischen Willens stehen", so
DI Bernhard Budil, Generalsekretär der Land&Forst Betriebe
Österreich. "Dass billige Wahlkampfpolemik auf dem Rücken der
Landwirtschaft und damit zum Schaden der ganzen Gesellschaft geführt
wird, dafür habe ich kein Verständnis."
Der weit überwiegende Teil der in die Landwirtschaft eingehenden
Geldmittel sind Leistungsabgeltungen für Umwelt- und
Qualitätsauflagen, die über den Produktpreis nicht abgegolten werden
können und daher im Interesse und im Auftrag der Gesellschaft
passieren. Und auch die betrieblichen Unterstützungen sind keine
"Gutwill"-Förderung, sondern eine mit der Entstehung der EU
entstandene Notwendigkeit, um eine gesicherte Lebensmittelversorgung
aufrecht erhalten zu können.
"Die schwierigen Wetterbedingungen haben heuer bereits dazu geführt,
dass weltweit in vielen Bereichen nur eine sehr schlechte Ernte
eingefahren werden kann. Die Auswirkungen davon sind heute noch nicht
absehbar, aber das Signal ist ein klares. Eine flächendeckende
Landbewirtschaftung ist zwingende Voraussetzung dafür, wenn wir den
Tisch der Bevölkerung auch in schwierigeren Zeiten gedeckt haben
wollen. Und es geht daher auch um viel mehr als um Geldverteilen: es
geht um das Interesse an leistbaren, sicheren und qualitativ
hochwertigen Lebensmitteln, um Infrastruktur im ländlichen Raum, um
die Vielfalt von Betriebsstrukturen, um Umweltschutz, Biodiversität
und energiepolitische Herausforderungen, Lebensqualität,
Landschaftsgestaltung und Tourismus", führt Bernhard Budil die heute
vielfältigen Aufgabenbereiche der heimischen Landwirtschaftsbetriebe
aus. "Eine falsch verstandene Diskussion um Betriebsgrößen oder
-voraussetzungen ist vor diesem Hintergrund völlig kontraproduktiv
und zeigt von der geringen Sachkenntnis mancher agierender Personen
bzw. vom fehlenden Blick auf das Ganze", so der Generalsekretär
abschließend.
Rückfragehinweis:
Land&Forst Betriebe Österreich
DI Bernhard Budil
Tel.: +43-1-533 02 27-10
mailto:[email protected]
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