Abwenden von billiger Agrarpolemik dringend notwendig

Land&Forst Betriebe Österreich fordern ehrliche Diskussion über die Bedeutung der Landwirtschaft für den heimischen Konsumenten

Wien (OTS) - "Die derzeit über die Medien geführten Diskussionen über die Förderungen in der Landwirtschaft sind willkürlich, aus parteipolitischen Gründen angezettelt und gehen an der Realität vollkommen vorbei. Agrarpolitik ist Politik für alle Menschen und eine gesicherte und hochqualitative Urproduktion von Lebensmitteln in Österreich muss weiter im Zentrum des politischen Willens stehen", so DI Bernhard Budil, Generalsekretär der Land&Forst Betriebe Österreich. "Dass billige Wahlkampfpolemik auf dem Rücken der Landwirtschaft und damit zum Schaden der ganzen Gesellschaft geführt wird, dafür habe ich kein Verständnis."

Der weit überwiegende Teil der in die Landwirtschaft eingehenden Geldmittel sind Leistungsabgeltungen für Umwelt- und Qualitätsauflagen, die über den Produktpreis nicht abgegolten werden können und daher im Interesse und im Auftrag der Gesellschaft passieren. Und auch die betrieblichen Unterstützungen sind keine "Gutwill"-Förderung, sondern eine mit der Entstehung der EU entstandene Notwendigkeit, um eine gesicherte Lebensmittelversorgung aufrecht erhalten zu können.

"Die schwierigen Wetterbedingungen haben heuer bereits dazu geführt, dass weltweit in vielen Bereichen nur eine sehr schlechte Ernte eingefahren werden kann. Die Auswirkungen davon sind heute noch nicht absehbar, aber das Signal ist ein klares. Eine flächendeckende Landbewirtschaftung ist zwingende Voraussetzung dafür, wenn wir den Tisch der Bevölkerung auch in schwierigeren Zeiten gedeckt haben wollen. Und es geht daher auch um viel mehr als um Geldverteilen: es geht um das Interesse an leistbaren, sicheren und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, um Infrastruktur im ländlichen Raum, um die Vielfalt von Betriebsstrukturen, um Umweltschutz, Biodiversität und energiepolitische Herausforderungen, Lebensqualität, Landschaftsgestaltung und Tourismus", führt Bernhard Budil die heute vielfältigen Aufgabenbereiche der heimischen Landwirtschaftsbetriebe aus. "Eine falsch verstandene Diskussion um Betriebsgrößen oder -voraussetzungen ist vor diesem Hintergrund völlig kontraproduktiv und zeigt von der geringen Sachkenntnis mancher agierender Personen bzw. vom fehlenden Blick auf das Ganze", so der Generalsekretär abschließend.

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