- 14.08.2012, 10:56:22
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Boehringer Ingelheim wächst im 1. Halbjahr 2012 erneut - Schwieriges Geschäftsumfeld für die zweite Jahreshälfte erwartet
Wien (OTS) - Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim hat im
laufenden Geschäftsjahr weiter zugelegt: Im ersten
Halbjahr 2012 stieg der Umsatz währungsbereinigt im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 6,8 Prozent auf über 7,1 Milliarden Euro.
Getrieben wurde das Umsatzplus sowohl von den etablierten
Atemwegspräperaten SPIRIVA(R) und COMBIVENT (R), die jeweils
zweistellig zulegten, wie auch von dem neu eingeführten
Gerinnungshemmer PRADAXA(R) und dem neuen Diabetes-Präparat
TRAJENTA(R). Starkes Wachstum erzielte das Unternehmen vor allem in
den USA und in den Schwellenländern. Für das Gesamtjahr strebt
Boehringer Ingelheim ein Wachstum im einstelligen Bereich an. 2011
setzte das Unternehmen 13,2 Milliarden Euro um.
"Die erfreulichen Zahlen sind Momentaufnahmen und dürfen nicht den
Blick auf die Veränderungen auf unseren wichtigsten Märkten
verdecken", erklärte Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Sprecher der
Unternehmensleitung, bei der Vorlage der Unternehmenszahlen für das
erste Halbjahr. "Der konjunkturelle Gegenwind durch die
Staatsschuldenkrise in Südeuropa und die weiterhin schwache
wirtschaftliche Entwicklung in den USA gestalten das Geschäftsumfeld
für die Pharmabranche zunehmend schwieriger. Dem können auch wir uns,
trotz eines attraktiven Produktportfolios, nicht entziehen",
skizzierte Barner die geschäftlichen Herausforderungen, denen
Boehringer Ingelheim auch mit der Überprüfung von internen Prozessen
und Strukturen begegnen will.
"Neben der komplizierten Haushaltslage in vielen Staaten wird
darüber hinaus der Marktzugang und das Etablieren neuer innovativer
Therapien, wie sie unser Unternehmen entwickelt und anbietet,
deutlich anspruchsvoller", erläuterte der Sprecher der
Unternehmensleitung weiter. "Von dieser Entwicklung sind
forschungsgetriebene Pharmaunternehmen wie Boehringer Ingelheim
besonders betroffen. Dazu stellt sich angesichts der Wirtschafts- und
Finanzkrise für einige Länder die Frage, ob neue Medikamente, selbst
wenn sie der herkömmlichen Therapie klar überlegen sind, überhaupt im
Rahmen der reduzierten Gesundheitsbudgets und Staatshaushalte
getragen werden können." Diese Entwicklung spürt das Unternehmen
bereits bei den Neueinführungen von PRADAXA(R) und von TRAJENTA(R).
In den kommenden Jahren will das Familienunternehmen weitere
Neuentwicklungen aus der umfangreichen eigenen Forschungs-Pipeline
einführen. "Wir werden vor allem in den Therapiegebieten Diabetes,
Onkologie, Hepatitis-C, in der idiopathischen Lungenfibrose und für
andere Atemwegserkrankungen neue Medikamente zur Verfügung stellen",
betonte Barner, der auch die Forschung & Entwicklung von Boehringer
Ingelheim verantwortet. Eine ganze Reihe neuer biologischer und
chemischer Wirkstoffe seien bereits von der Präklinik in die
klinische Entwicklung überführt worden. Auch Substanzen in den späten
Entwicklungsphasen, wie beispielsweise Afatinib zur Behandlung von
Lungenkrebs, würden wie geplant voran getrieben.
Großteil des Umsatzes mit verschreibungspflichtigen
Medikamenten
Insgesamt betrugen die Erlöse mit verschreibungspflichtigen
Medikamenten, dem wichtigsten Geschäftsfeld von Boehringer Ingelheim,
im ersten Halbjahr 2012 rund 5,6 Milliarden Euro. Das bedeutet ein
Plus von 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit einem
Halbjahresumsatz von 1,8 Milliarden Euro ist SPIRIVA(R), das zur
Behandlung der chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankung (COPD)
eingesetzt wird, weiterhin das umsatzstärkste Präparat des
Unternehmens. Die MICARDIS-Produktfamilie konnte mit 969 Millionen
Euro ihr hohes Erlösniveau verteidigen. Rund 500 Millionen Euro
Umsatz erzielte Boehringer Ingelheim mit dem neuartigen oralen
Gerinnungshemmer PRADAXA(R) (Dabigatranetexilat).
"Die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2012 war für Boehringer
Ingelheim umsatzseitig sowohl durch die Markteinführung von
PRADAXA(R) als auch durch die erfreuliche Entwicklung unserer
etablierten Arzneimittel geprägt", erläuterte Hubertus von Baumbach,
für Finanzen verantwortliches Mitglied der Unternehmensleitung, die
Geschäftsentwicklung. Das Betriebsergebnis habe sich wie geplant
entwickelt. "Die positive Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres
2012 in den nächsten sechs Monaten zu halten, wird jedoch
herausfordernd."
Die Umsätze im Selbstmedikationsgeschäft betrugen insgesamt 699
Millionen Euro. In lokalen Währungen war dies ein Wachstum von 1,3
Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Gebremst
wurde die erfreuliche Entwicklung in diesem Segment durch die Euro-
und Wirtschaftskrise in Südeuropa sowie das weiterhin schwierige
Marktumfeld für frei verkäufliche Arzneimittel in Japan (-5,3 Prozent
in lokalen Währungen).
Das Tiergesundheitsgeschäft erzielte im ersten Halbjahr 2012
Gesamterlöse von 527 Millionen Euro, ein währungsbereinigtes Wachstum
in Höhe von 7,8 Prozent. Das umsatzstärkste Produkt war erneut der
Schweineimpfstoff Ingelvac(R) CircoFLEX mit einem Erlöszuwachs von
6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Wachstum im
Tiergesundheitsgeschäft wurde in den ersten Monaten des Jahres 2012
vor allem durch den Verkauf von Tierimpfstoffen in den asiatischen
Schwellenländern erzielt.
Das Drittkundengeschäft von Boehringer Ingelheim wird maßgeblich
von der Entwicklung und Herstellung von Biopharmazeutika getragen.
Die Umsätze mit Biopharmazeutika gingen im ersten Halbjahr 2012 von
233 auf 214 Millionen Euro zurück, werden aber zum Jahresende leicht
über dem Vorjahr erwartet.
Starkes Wachstum in den USA und in den Schwellenländern
Mit einem Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2012 von knapp 3,3
Milliarden Euro und einem Wachstum von 9,5 Prozent ist Nord- und
Südamerika weiterhin die bedeutendste Region für Boehringer
Ingelheim. In der Region Asien/Australien/Afrika konnte das
Pharmaunternehmen seine Erlöse dank eines guten Absatzes von
verschreibungspflichtigen Medikamenten im gleichen Zeitraum um 9,2
Prozent auf über 1,7 Milliarden Euro steigern. Die Regionen im Nahen
Osten und Nordafrika sowie Lateinamerika mit Brasilien, Kolumbien und
Venezuela an der Spitze waren die in diesem Bereich am stärksten
wachsenden Märkte. Mit diesen Zuwächsen konnte vor allem die schwache
Entwicklung in Südeuropa aufgefangen werden. Insgesamt erzielte
Boehringer Ingelheim in der Region Europa einen Gesamtumsatz von rund
zwei Milliarden Euro.
Rückfragehinweis:
Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG Dr. Boehringer-Gasse 5 - 11 A-1121 Wien Pressestelle Mag. Inge Homolka Tel. +43-1-80105-2230 mailto:[email protected] Mag. Matthias Sturm Tel. +43-1-80105-2742 mailto:[email protected]
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