- 07.08.2012, 13:59:01
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Wirtschaftskammer unterstützt Forderung nach Studiengebühren
Unis brauchen für den globalen akademischen Bildungswettbewerb Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren und parallel dazu ausgeweitetes Stipendiensystem
Wien (OTS/PWK530) - Die Einhebung von Studiengebühren ist aus
der Sicht der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) längst überfällig.
"Wie die Berichte zur sozialen Lage der Studierenden zeigen,
funktioniert die soziale Durchmischung an den gebührenpflichtigen
Fachhochschulen auch wesentlich besser als an den frei zugänglichen
Universitäten", stellt Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung
für Bildungspolitik in der WKÖ, hierzu fest.
Nach Landertshammers Meinung sollte die jetzt spürbare Bewegung
der SPÖ-Bundespolitiker in der Studiengebührenfrage vor dem
Hintergrund vielfältiger aus den Bundesländern kommender Anregungen
genutzt werden, um eine umfassende Reform des Hochschulwesens
anzugehen. Die Vorstöße aus Salzburg - von der SP-Landeshauptfrau und
vom Salzburger SP-Bürgermeister - seien diesbezüglich zu begrüßen und
ein positives Zeichen, dass eine konstruktive Diskussion auch in
dieser Frage möglich sei. Landertshammer: "So wie es der Salzburger
Bürgermeister Heinz Schaden formuliert hat, bieten die
unterfinanzierten Massenuniversitäten keine Zukunftsperspektive im
globalen akademischen Bildungswettbewerb."
"Aber auch in der Hochschulpolitik geht es uns in der Wirtschaft
um die bestmögliche Nutzung aller Begabungsressourcen. Überall dort,
wo wir soziale Barrieren im Zugang zur Bildung oder Hindernisse bei
der Durchlässigkeit erkennen, arbeiten wir an deren Beseitigung, denn
alles andere führt zu Reibungsverlusten, die weder menschlich noch
wirtschaftlich vertretbar sind", so Landertshammer. Mit der
Wiedereinführung von Studiengebühren müsse selbstverständlich das
Stipendiensystem ausgeweitet werden. Eine Absage erteilt
Landertshammer jenen Forderungen, die Studiengebühren auf Superreiche
beschränken wollen - deren Kinder studieren ohnehin, nämlich im
Ausland.
Die derzeit an die Hochschulen gerichteten Herausforderungen gehen
aber weit über die Frage der Studiengebühren hinaus. "Die Gebühren
bekommen wir mit ein paar Veränderungen im System der Studienbeihilfe
viel leichter in den Griff, als die Bemühungen, unser Hochschulwesen
international attraktiv und wettbewerbsfähig zu gestalten. Das wird
ohne Zulassungsverfahren wohl kaum gelingen", so Landertshammer
abschließend. (BS)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Bildungspolitik
Dr. Klaus Schedler
Tel.: (+43) 0590 900-4088, F:(+43) 0590 900-261
mailto:[email protected]
Internet: http://wko.at/bildung
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