• 01.08.2012, 19:04:51
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Neues Volksblatt: "Etikettenschwindel" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 2. August 2012

Linz (OTS) - Schuld sind also die Medien. Uwe Scheuch sowie seine
Parteifreunde in Kärnten und im fernen Wien haben gestern keinen
Zweifel daran gelassen, dass der Kärntner FPK-Obmann die verfolgte
Polit-Unschuld vom Lande ist, die zum "politischen Freiwild"
(FPÖ-Generalsekretär Kickl) erklärt wurde. Warum das Medien
verschiedenster Provenienz tun sollten, erklärte man lieber erst gar
nicht.
Bestätigt hat sich eines: Scheuch und das blaue Lager insgesamt
verfügen offensichtlich über keinerlei Sensorium, was politische
Hygiene betrifft. Nicht ein Satz kam Scheuch und seinen Freunden über
die Tatsache über die Lippen, dass er nun einmal mehr als für einen
Politiker verträglich ins Visier der Justiz geraten ist.
Bestätigt hat sich aber auch, dass der amtierende Landeshauptmann
Dörfler kein gesteigertes Interesse hat, sich mit dem
parteipolitischen Stallgeruch seiner FPK zu belasten. Jeder
Landeshauptmann in Österreich ist auch Vorsitzender seiner
Landespartei, nur Dörfler nicht. Er kultiviert sein selbstgewähltes
Attribut des "Zu-100-Prozent-Unbeteiligten" an allen Wirrnissen.
Womit ein Etikettenschwindel bei der anstehenden Wahl nicht
überraschen würde: Statt als FPK zu kandidieren, könnten die in
Namensänderungen geübten Blauen - immerhin war man 2009 noch das BZÖ
- wohl auch als "Liste Dörfler" antreten.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at

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