• 26.07.2012, 13:46:02
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Das MAK trauert um Franz West

Wien (OTS) - Mit Franz West verliert die österreichische und
internationale Kunstszene eine der prägendsten und bedeutendsten
Künstlerpersönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte, zeigt sich das
MAK tief betroffen über das Ableben des großen österreichischen
Künstlers. Mit seiner unübertroffenen Vielseitigkeit beeinflusste
Franz West - Bildhauer, Plastiker, Objektkünstler, Maler,
Installationskünstler - maßgeblich die Entwicklung der
zeitgenössischen Kunst. Seine Arbeiten waren in den letzten 30 Jahren
bei zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen sowie weltweit
bei zahlreichen Einzelausstellungen zu sehen.

Nach seinem Studium an der Akademie der bildenden Künste bei Bruno
Gironcoli war Franz West (1947-2012) in seinen frühen Jahren stark
vom Wiener Aktionismus und dessen Umfeld beeinflusst, wandte sich
allerdings früh von der Malerei ab, da er - so der Künstler - in
einer zweidimensionalen Welt nicht vorhanden sein könne. Bereits
Mitte der 1970er Jahre entstanden seine berühmten "Passstücke";
Skulpturen mit Gebrauchswert, mit denen eine physische Relation
hergestellt werden soll. Das Etikett "Angewandte Kunst" bezeichnete
laut West "für Alltagszwecke verwendbare Objekte".

Das MAK pflegte intensive Kontakte zu Franz West und setzte sich
in zwei Personalen mit wesentlichen Positionen seines Werks
auseinander. Unter dem Titel "Franz West. Sit on My Chair, Lay on My
Bed. Angewandte Kunst" zeigte das MAK erst im Jahr 2008 im Rahmen der
Reihe "KÜNSTLER IM FOKUS" frühe Arbeiten mit einem Schwerpunkt auf
Möbelskulpturen und Installationen, sowie aktuelle Arbeiten, die
speziell für die Ausstellung konzipiert wurden. Den vielseitigen
Aspekten seines Werks widmete das MAK bereits 2001/02 die
Großausstellung "FRANZ WEST. Gnadenlos". Die vielbeachtete Schau, die
in der Folge vom MASS MoCA (Massachusetts Museum of Contemporary Art)
übernommen wurde, präsentierte ausschließlich neuere und neueste
Werke - Passstücke, bemalte Skulpturen, Collagen, Installationen,
Environments, Möbel und Videos, die West für das MAK größtenteils neu
geschaffen bzw. arrangiert hatte.

Franz West ist nicht nur mit zahlreichen Werken in der
MAK-Sammlung vertreten. Seine vier bis zu drei Meter hohen
"Lemurenköpfe", die im Zuge der Schau "FRANZ WEST. Gnadenlos" als
Leigaben auf den Pylonen der Wiener Stubenbrücke installiert wurden,
sind bis heute dort angebracht.

Rückfragehinweis:
Presse MAK
Judith Anna Schwarz-Jungmann (Leitung), Sandra Hell-Ghignone, Veronika Träger, Lara Steinhäußer
Tel.: T: (++43-1)711 36-229, F: (++43-1)711 36-227
mailto:[email protected]
http://www.mak.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MAK

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