McDonald zu Stöger: SVA-Vorsorgemodell wird angenommen - Gesundheitspolitik muss umdenken

Stv. SVA-Obmann fordert mehr Mut der Gesundheitspolitik beim Thema Prävention

Wien (OTS/SVA) - "Die österreichische Gesundheitspolitik gibt
unter 2 Prozent der Gesamtaufwendungen für Prävention aus - halb so viel wie in Deutschland. Hier muss es endlich ein Umdenken und mehr Mut seitens der politisch Verantwortlichen geben", so Peter McDonald, stv. Obmann der SVA (Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft. "Das Vorsorgemodell der SVA wird von den Versicherten sehr positiv aufgenommen und wir verzeichnen über 40 Prozent mehr Vorsorgeuntersuchungen als ersten Schritt zu einem gesünderen Lebensstil." Dabei erinnerte McDonald Gesundheitsminister Stöger auch auf ein offensichtliches Missverständnis, denn die Vorsorgeuntersuchung sei für SVA-Versicherte völlig kostenlos und nicht wie behauptet mit einem Selbstbehalt behaftet!

"Jede Gebietskrankenkasse kann sich Steigerungsraten jenseits der 40 Prozent nur wünschen - das ist eine einzigartige Entwicklung und eine wichtige Bestätigung für die Präventionsinitiative "Selbständig Gesund" der SVA", so McDonald weiter. "In einem Land, in dem jedes Jahr über 31 Milliarden Euro ins Gesundheitssystem fließen, sollte man endlich auch bereits sein, darüber nachzudenken, wie man vermeidbare Zivilationskrankheiten zurückdrängt und nicht erst eingreift, wenn die Menschen schon krank sind. Eine moderne Gesundheitspolitik darf sich dem nicht verschließen."

McDonald hielt noch einmal gegen alle unrichtigen Behauptungen der vergangenen Tage fest, dass das Präventionsmodell der SVA:

  • auf Freiwilligkeit beruht. Jeder Präventionsexperte bestätigt, dass Zwangsmaßnahmen in diesem Bereich nur gegenteilige Effekte haben
  • schon innerhalb der ersten 6 Monate sehr positive Reaktionen der Versicherten ausgelöst hat
  • von nationalen und internationalen Gesundheitsexperten als sinnvoller Schritt in die richtige Richtung gewertet wird

- JEDER Versicherte daran teilnehmen kann - also sowohl jene, die bereit sind ihren Lebensstil positiv zu verändern, als auch jene, die einen positiven Lebensstil beibehalten

- keine Benachteiligungen von Versicherten kennt! "Selbständig Gesund" ist ein positives Anreizsystem

"Wir stärken mit unserer Präventionsinitiative einen eigenverantwortlichen Umgang mit der eigenen Gesundheit und investieren in die Lebensqualität unserer Versicherten. Als Sozialversicherung ist es unsere Verantwortung in Generationen zu denken und nicht nur in Legislaturperioden. Auch das sollten alljene fairerweise dazusagen, die die erste große Initiative für mehr Vorsorge in Österreich von der ersten Sekunde weg schlechtreden."

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