• 20.07.2012, 12:18:42
  • /
  • OTS0125 OTW0125

Ärztekammer fordert mehr Prävention bei Jugendlichen

Gesundheitsvorsorge ausbauen und gesetzlich verankern

Wien (OTS) - Eine "gesetzliche Verankerung und Dotierung der
Gesundheitsprävention" fordert heute, Freitag, der Präsident der
Ärztekammer für Wien, Thomas Szekeres, in einer Aussendung. 100
Millionen Euro mehr in die Prävention für Jugendgesundheit zu
investieren, würden bis ins Jahr 2030 1,6 Milliarden Euro und bis ins
Jahr 2050 sogar 3,7 Milliarden Euro an Krankheitskosten ersparen.****

"Gesundes Leben kostet einfach mehr. Der Zusammenhang zwischen
sozialem Status, Einkommen, Bildung und chronischen Erkrankungen ist
evident", zählt der Ärztekammerpräsident die Gründe auf, warum man
bereits bei den Jugendlichen beginnen müsse, in die Gesundheit zu
investieren und Vorsorge sowie Gesundheitserziehung gesetzlich zu
verankern. "Wenn wir heute nicht konsequent in die
Gesundheitsvorsorge für Jugendliche investieren, explodieren die
Mehrkosten für das Gesundheitssystem." Dazu kämen 20.000 fehlende
Erwerbsjahre pro Jahr ab dem Jahr 2030 durch Erwerbsunfähigkeit und
im Jahr 2050 sogar 40.000, zitiert Szekeres eine Studie der OECD und
des Österreichischen Instituts für Gesundheitsökonomie.

"Jetzt pro Jahr 100 Millionen Euro in die Gesundheitsprävention
für Jugendliche investieren, gesetzliche Maßnahmen beschließen, wie
Gesundheitsunterricht an den Schulen, verpflichtende flächendeckende
Gesundenuntersuchungen, etc., bringt nicht nur ein Plus an
Erwerbsjahren und eine steigende Volksgesundheit, sondern erspart dem
Gesundheitssystem 1,3 Milliarden Euro pro Jahr, ab dem Jahr 2050
sogar 3,7 Milliarden", führt der Ärztechef weiter aus.

Österreichs Jugendliche zählen zu den meist
gesundheitsgefährdeten innerhalb der OECD-Länder und befinden sich im
Spitzenfeld, was Alkoholmissbrauch, Rauchen und ungesunde Ernährung
betrifft. "Hier muss man ansetzen. Und zwar durch gesetzlich
verankerte Maßnahmen", ist der Ärztechef überzeugt. In Österreich
gäbe es keine Institution, bei der die Gesundheitsprävention
ressortieren würde, "geschweige denn ein dezidiertes Budget dafür".
Szekeres: "Wenn wir mittelfristig die Gesundheitsausgaben reduzieren
und den Gesamtgesundheitszustand verbessern wollen, geht aber daran
kein Weg vorbei."
Sparen heiße nicht, aktuelle Leistungen zu kürzen, sondern
"zukunftsorientiert zu investieren". Das gelte für die Arztausbildung
ebenso wie für die Reorganisation der Krankenhäuser und die bessere
Dotierung der niedergelassenen Allgemeinmediziner.

Abschließend verweist Szekeres auch auf die Tatsache, dass bis zum
Jahr 2050 zumindest 250.000 Arbeitsplätze durch Pensionierungen frei
werden: "Dafür benötigen wir gesunde und gut ausgebildete junge
Menschen. In diese müssen wir schon heute investieren!"

Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien
Mag. Kathrin McEwen
Tel.: (++43-1)51501 - 1224, 0664/3468309
mailto:[email protected]
http://www.aekwien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel