- 20.07.2012, 12:01:10
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LH Dörfler: "In Kärnten wird erfolgreich gearbeitet"
Landeshauptmann zog Bilanz über erfolgreiche Projekte - Haben auch in Angriff genommen, was viele für unmöglich gehalten haben
Klagenfurt (OTS/LPD) - "In Kärnten wird erfolgreich gearbeitet",
betonte heute, Freitag, Landeshauptmann Gerhard Dörfler im Rahmen
einer Bilanzpressekonferenz. Er zählte zahlreiche gelungene Projekte
in den Bereichen Infrastruktur, Sport, Kinderbetreuung,
Auslandskontakte und -kooperationen, Wirtschaft und Verwaltungsreform
auf. Er wolle in dieser Zeit, in der Berichte über
Gerichtsverhandlungen und Proteste vorherrschen, aufzeigen, dass es
vor allem auf die politische Arbeit ankomme. "Ich werde dafür
bezahlt, für die Menschen etwas zu leisten", betonte der
Landeshauptmann. Unter den von ihm genannten erfolgreichen Projekten
seien auch einige, die lange für unmöglich gehalten oder
jahrzehntelang von niemandem in Angriff genommen worden seien.
Im Bereich Infrastruktur begann Dörfler mit der kürzlich
eröffneten Umfahrung Bad St. Leonhard, bei der es ein Spannungsfeld
gab und deren ursprünglich veranschlagte Baukosten "zu Recht vom
Rechnungshof kritisiert wurden". Diese Kritik habe man aufgegriffen
und mit 33,15 Mio. Euro die ursprünglichen Baukosten deutlich
unterschritten. 10,7 Mio. Euro habe man für die Ablöse von
Grundstücken und 18 bewohnten Häusern aufgewendet, die auf
persönlichen Gesprächen mit den Eigentümern basierten. "So verstehe
ich Politik in schwierigen Situationen", betonte der Landeshauptmann
und verwies darauf, dass die Umfahrung auch Voraussetzung für das
Kurbad war.
Weiters nannte er die Draubrücke Stein, ein Projekt, über das
sich "jahrzehntelang niemand drübergewagt hat" und das nun am 3.
August für den Verkehr freigegeben werde. Dörfler dankte den ÖBB für
ihre Investitionen in Kärnten und auch der Asfinag, die heuer 50 Mio.
Euro in Kärnten investiere. Bei der Koralmbahn seien bisher 390 Mio.
Euro in Kärnten verbaut worden, das Baulos KAT 3 des Koralmtunnels
werde noch heuer ausgeschrieben und nächstes Jahr begonnen. Die
Koralmbahn sei Teil der Baltisch-Adriatischen Achse, die in
Kooperation mit den Adriahäfen allen an ihr liegenden Regionen große
Vorteile bringen werde. Kärnten baue in diesem Zusammenhang auf den
Logistikstandort Fürnitz. Dörfler erinnerte außerdem daran, dass
nunmehr alle drei bei den Pendlern beliebten Kärntner S-Bahnen in
Betrieb seien, für die das Land 2,2 Mio. Euro jährlich aufwende.
An überregionalen Radwegen seien heuer 24,8 Kilometer in Bau,
damit würden bald über 200 neue Kilometer seit seiner
Verkehrsreferatsübernahme errichtet sein, so Dörfler. 14 weitere
Projekte seien in Vorbereitung, etwa in der Lieserschlucht, wo man
nächstes Jahr beginne. 10,62 Mio. Euro betrage die
Gesamtinvestitionssumme der 14 Projekte, für die es vom Klimafonds
erstmals 1,3 Mio. Euro geben werde. Dörfler ging auch auf den
Radwegbau am Wörthersee-Südufer ein, wo der Radwegbau im Bereich
Dellach gänzlich von der Flick-Stiftung finanziert werde. Die
Ablösesumme von 1,5 Mio. Euro der alten Trasse sei gutachterlich
geschätzt worden, betonte Dörfler. Er freute sich über dieses private
Engagement und sprach sich gegen die "Kritik von Neidern" aus.
Aus dem Bereich der Infrastruktur komme auch das erste gemeinsame
Erfolgsprojekt zwischen Kärnten und Slowenien seit der neuen guten
Chemie nach der Ortstafellösung. So habe man gemeinsam eine zweite
Vollröhre für den Karawankentunnel durchgesetzt. "Diese vorher
undenkbare politische Kooperation zeigt die neue Qualität zwischen
Laibach und Klagenfurt." Dörfler berichtete zudem von seinen Besuchen
in Bosnien-Herzegowina, von den Kelag-Kraftwerksprojekten im Kosovo
und der Republik Srpska, die auch Kärntner Arbeitsplätze sichern und
ausbauen würden, sowie vom gelungenen und sehr freundschaftlichen
Kärnten-Besuch des Dalai Lama. Kärnten sei zudem Brückenbauer für den
Kanton Sarajewo auf dem Weg in die EU. Für die Euregio "Senza
Confini" gebe es nun auch Grünes Licht aus Rom. Neben Kärnten,
Friaul-Julisch Venetien und Veneto wolle auch Istrien beitreten,
viele positive Rückmeldungen gebe es auch aus Slowenien.
"Kärnten baut für Kärnten Sport" gab der Landeshauptmann für den
Sportbereich als Motto vor. Er zählte die "Leopold
Wagner"-Leichtathletikarena in Klagenfurt auf, die Skirollerstrecken
in Villach und St. Jakob, den Ausbau des WAC-Stadions oder die
Tennishalle Klagenfurt. "Viele dieser Projekte wurden vor meiner Zeit
als Sportreferent lange diskutiert und sind jetzt in Bau oder
fertig", betonte Dörfler. Eine "Zeitreise des Hin und Her" werde auch
durch die Fertigstellung des Klagenfurter EM-Stadions beendet. Mit
ÖFB-Präsident Leo Windtner habe er bereits ein "echtes Knallerspiel"
im fertigen Stadion ausverhandelt.
In der Kinderbetreuung erwähnte der Landeshauptmann die
Landesförderung bei der Sommerbetreuung, die von zehn kleineren
Gemeinden angenommen worden sei. Bei der Verwaltungsreform habe man
seit 2009 250 Planstellen abgebaut, bis 2014 sollen es 400 sein, was
einer Reduktion der Mitarbeiterzahl in der Verwaltung von elf Prozent
entspreche. Bei den Landeslehrern habe man 180 Planstellen abgebaut
und die Bildungsangebote würden weiterhin bestens funktionieren.
Dörfler verwies auf die Zusammenlegung der 20 Landesabteilungen in
zehn Kompetenzzentren und die geplanten Kooperationen der
Bezirkshauptmannschaften. Seit zehn Jahren gebe es zudem eine
Nulllohnrunde für Kärntens Politiker. Der Budgetweg Kärntens sei von
Rechnungshofpräsident Josef Moser als richtig bestätigt worden. Die
Nettoneuverschuldung 2011 betrage in Kärnten 220,6 Euro pro Kopf, in
Wien 558,3 Euro und in der Steiermark 351,8 Euro, veranschaulichte
der Landeshauptmann: "Wir sind also nicht Ankündigungsweltmeister,
sondern haben unseren Erfolg in Zahlen gegossen."
Der Landeshauptmann ging weiters auf große Investitionen am
Wirtschaftsstandort Kärnten ein, etwa von LAM Research, Bosch-Mahle,
Infineon oder Mondi. Hier nannte er auch Reißeck II und fasste das
aktuelle Investitionsvolumen mit 773 Mio. Euro zusammen.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at
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