• 19.07.2012, 16:31:41
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Wurm kritisiert Säumigkeit von Tiroler Firmen bei Gehaltsangabe

Verpflichtende Gehaltsangaben wichtiges Instrument um Lohnschere zu schließen - Land Tirol soll mit gutem Beispiel vorangehen

Wien (OTS/SK) - Eine Überprüfung durch den ÖGB ergab, dass fast 40
Prozent der Tiroler Unternehmen trotz gesetzlicher Verpflichtung in
ihren Jobanzeigen kein Gehalt angeben. "Diese Zahl ist erschreckend
und besonders dramatisch ist die Tatsache, dass sich auch
Landesunternehmen und das Land selbst häufig nicht an die
Verpflichtungen halten. Die verpflichtende Gehaltsangabe wurde
eingeführt, um die immer noch um 26,7 Prozent auseinanderklaffende
Lohnschere zwischen Männern und Frauen zu verringern. Allerdings kann
diese Maßnahme nur dann greifen, wenn sich die Unternehmen auch daran
halten", betont SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm, die das Land Tirol
dazu auffordert, mit gutem Beispiel voranzugehen. ****

Neben den verpflichtenden Gehaltsangaben bei Jobinseraten, wurden im
Nationalrat mit der Gehaltstransparenz, dem Online-Gehaltsrechner und
den Einkommensberichten noch zahlreiche weitere Maßnahmen im Kampf
für mehr Lohngerechtigkeit in Österreich beschlossen. "Dass diese
Maßnahmen wirken, zeigt sich daran, dass sich die Einkommensschere
zwischen 2006 und 2010 bereits leicht - um knapp drei Prozent -
verringert hat", so Wurm, die weiter ausführt, dass dies aber nur ein
"kleiner Schritt auf dem Weg zu echter Einkommensgerechtigkeit" sei.

"Die bereits gesetzten Maßnahmen sind wichtige und richtige Schritte.
Sie können aber nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sich die
Unternehmen auch an die gesetzlichen Vorschriften halten. Besonders
das Land muss hier eine Vorreiterrolle einnehmen", so Wurm, die sich
für eine Evaluierung der bestehenden gesetzlichen Regelungen
ausspricht. "Sollte die Evaluierung zeigen, dass die bestehenden
Regelungen und Strafhöhen nicht ausreichen, so müssen gegebenenfalls
weitere Maßnahmen und eine Erhöhung der Strafen angedacht werden", so
Wurm, die weiter betont, dass das Land Tirol dem Beispiel Wiens
folgen und die verpflichtenden Gehaltsangaben in ihre
Landesgesetzgebung aufnehmen soll. (Schluss) sv/mo

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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