- 16.07.2012, 11:35:08
- /
- OTS0083 OTW0083
Greenpeace errichtet Eis-Mahnmal für den Schutz der Arktis
Eisbär-Eisskulptur am Wiener Karlsplatz symbolisiert das Abschmelzen der Arktis
Wien (OTS) - Greenpeace errichtete heute am Karlsplatz in Wien ein
Mahnmal für die Arktis. Eine drei Meter hohe Eisskulptur in Form
eines Eisbären symbolisiert das drastische Abschmelzen seines
Lebensraums, der durch den Klimawandel sowie die Profitgier
internationaler Öl- und Fischereikonzerne massiv bedroht ist.
Gemeinsam mit prominenter Unterstützung kämpft Greenpeace deswegen
weltweit für den Schutz der Arktis und fordert die Errichtung eines
internationalen Schutzgebietes, in dem industrielle Fischerei und
Ölbohrungen verboten sind. "Die Zukunft der Arktis droht dahin zu
schmelzen. Das Gebiet um den Nordpol muss zum internationalen
Schutzgebiet erklärt werden bevor es zu spät ist", so Greenpeace
Sprecherin Karin Scholz. Über 800.000 Menschen weltweit - darunter
Paul McCartney, Robert Redford oder Penelope Cruz - haben die
Greenpeace-Arktis-Petition unter www.SchuetztDieArktis.at bereits
unterzeichnet.
"Keine Erdregion ist so massiv vom Klimawandel betroffen wie die
Arktis. Arktischen Tierarten wie Eisbär, Narwal und Walross droht das
Aussterben und gleichzeitig ist der Lebensraum von rund vier
Millionen Menschen massiv gefährdet", erklärt Greenpeace-Sprecherin
Karin Scholz. Laut wissenschaftlichen Studien hat sich das Volumen
des "ewigen Eises" am Nordpol seit 1979 bereits um 75 Prozent
verringert. ExpertInnen befürchten, dass der Nordpol durch die
steigende Erderwärmung bereits im Jahr 2020 eisfrei sein wird. Das
zurückgehende Packeis macht es der Fischerei- und Ölindustrie
leichter in die Region vorzudringen - allen voran Ölkonzern Shell,
der in den nächsten Tagen mit Probebohrungen in arktischem Gebiet
beginnen will. Etwa 90 Milliarden Barrel Öl werden unter der Eiskappe
am Nordpol vermutet. Eine Menge, die den weltweiten Ölbedarf für
einen Zeitraum von nur etwa drei Jahren decken würde. "Ölbohrungen in
der Arktis sind unverantwortlich gegenüber diesem sensiblen
Ökosystem. Jeder Öl-Unfall in der Arktis wäre eine unermessliche
Katastrophe für Mensch und Natur", so Scholz.
Am Wiener Karlsplatz rufen Greenpeace-Aktivisten rund um das Mahnmal
deshalb in den nächsten Tagen zum gemeinsamen Schutz der Arktis auf.
Während die Greenpeace-Schiffe "Arctic Sunrise" und "Esperanza" in
der Arktis im Einsatz sind, haben weltweit bereits über 800.000
Menschen die Petition für das Schutzgebiet unterschrieben. "Die
Menschheit braucht die Arktis als 'Kühlschrank der Erde' und die
Arktis braucht dringend Menschen, die sie schützen. Es zählt jede
einzelne Stimme, die gemeinsam mit Greenpeace zum Schutz dieses
fragilen Lebensraums aufruft", appelliert Greenpeace-Sprecherin Karin
Scholz abschließend.
Weitere Aktionen, Foto-, Film- und Gesprächsmöglichkeiten in den
nächsten Tagen am Karlsplatz:
- Mahnwache am Montag, 16. Juli 2012 ab 19:30 Uhr
- Flashmob am Dienstag, 17. Juli 2012 um 20:00 Uhr
- Gespräche mit Greenpeace am Montag und am Dienstag untertags
(um kurze Ankündigung unter +43 (0)664 61 26 725 oder
[email protected] wird gebeten)
- Vorführung des Greenpeace Schützt-die-Arktis-Spots
(Musik: Radiohead, deutsche Synchronstimme: Robert Palfrader)
bei "Kino unter Sternen", Mo & Di, ab 20:30 Uhr
Bildmaterial schicken wir gerne auf Anfrage zu.
Rückfragehinweis:
Karin Scholz Greenpeace Arktis-Sprecherin Tel.: +43 (0)1 545 4580-50 mailto: [email protected] Melanie Aldrian Greenpeace Pressesprecherin Tel.: +43 (0)664 61 26 725 mailto:[email protected] www.greenpeace.at; twitter.com/greenpeaceAT; facebook.com/greenpeaceAT
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP






