• 15.07.2012, 15:55:04
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Kärnten: Bad St. Leonhard kann endlich durchatmen

LH Dörfler: Das Projekt Umfahrung Bad St. Leonhard ist gelungen, weil wir gemeinsam dafür gekämpft und gearbeitet haben

Klagenfurt (OTS/LPD) - Waren schon beim legendären Spatenstich am
28. Feber 2009 tausende Menschen dabei, wollte auch heute, Sonntag,
niemand die feierliche Eröffnung der langersehnten Umfahrung Bad St.
Leonhard versäumen. So drängten sich rund 2.000 Menschen in die
Unterflurtrasse beim Tunnelportal-Süd, um dabei zu sein wenn nach den
Festrednern "ein Meilenstein, eine Traumlösung, ein Projekt der
Superlative eröffnet werde und somit eine neue Epoche für Bad St.
Leonhard" beginne. Für Straßenbaureferent Landeshauptmann Gerhard
Dörfler gab es einen Sturm der Begeisterung und viel Dankeschön der
Bevölkerung.

"Ich bin sprachlos", sagte der Landeshauptmann. Heute seien die
schönste Festkundgebung, das schönste Dach über dem Kopf und ein
wunderschönes Fest gemeinsam mit 2.000 Menschen. "Wir feiern den Sieg
der Arbeit gegen Querulanten, das Projekt ist gelungen, weil wir
gemeinsam dafür gekämpft haben", so Dörfler. Wenn Menschen
zusammenhalten gelinge etwas, verwies der Landeshauptmann auf die
großartige Kooperation mit Bürgermeister Simon Maier, mit dem ihn
eine Art "Lebensabschnittspartnerschaft" verbinde. "Freunde machen
Großes möglich, hier in Bad St. Leonhard haben die Zusammenarbeit und
Freundschaft gewonnen und nicht die Streithansln", sagte der
Landeshauptmann. "Wir arbeiten für die Menschen, ich habe die
Umfahrung für euch gebaut und stehe für 132 Gemeinden, für ein Land
und für ein Miteinander", betonte Dörfler. Die Freundschaft mit Simon
Maier sei auch die Basis für eine gemeinsame und gute Zukunft, so der
Landeshauptmann.

Zu den vielen begeisterten Menschen aus Bad St. Leonhard sagte
er: "Jetzt könnt ihr durchatmen, jetzt gehören die Stadt und der
Hauptplatz euch, jetzt habt ihr ein Kurbad, jetzt habt ihr
Lärmschutzwände und ab morgen gibt es keinen Lastzug mehr am
Hauptplatz."

Der Landeshauptmann dankte allen Baufirmen und Arbeitern, die auf
dieser Baustelle tätig gewesen seien, weiters
Landesstraßenbauabteilungsvorstand Volker Bidmon, mit dem er schon
sehr viele große Projekte wie den Ausbau des Klagenfurter Ringes und
der Pack oder die Umfahrung Völkermarkt und jetzt Bad St. Leonhard
verwirklicht habe. In diesem Zusammenhang verwies Dörfler auch auf
die großartige Arbeit von Albert Kreiner, Leiter der Landesabteilung
7 - Kompetenzzentrum Wirtschaftsrecht und Infrastruktur sowie von
Gerald Zikulnig, Wolfsbergs Straßenbauamtsleiter. "Es gibt Beamte mit
großer Qualität im Land, ihr wart die Macher." Besonders bedankt
wurden auch Stephan Wagner, Projektbetreiber des Kurbads Bad St.
Leonhard, und Sparkassen-Vorstand Alois Hochegger. "Es ist gut, dass
Bad St. Leonhard wieder ein Bad hat, ohne Umfahrung hätte es das aber
nie gegeben, ein herzliches Vergelts Gott dafür."

Ein sehr großes Dankeschön richtete der Landeshauptmann an alle
Menschen, die ihre Häuser hätten hergeben müssen. "Sie waren bereit
aus ihren Häusern zu gehen und in eine neue Lebensumgebung zu
ziehen", so Dörfler. Hervorgehoben hat der Landeshauptmann auch die
Bürgerinitiativen, durch deren Einsatz Lärmschutzwände in
ausreichender Zahl für die Bevölkerung errichtet worden seien. Auch
die besonders gute Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern des
Gemeinderates betonte Dörfler. "Wir haben kurz gestritten, aber dann
etwas zusammengebracht", so der Landeshauptmann.

Ein herzliches Vergelts Gott gab es für alle am Eröffnungsfest
Beteiligten, für die Messe und Segnung durch Pfarrer Walter
Oberguggenberger, für die musikalische Umrahmung durch den MGV und
die Stadtkapelle Bad St. Leonhard sowie für alle Einsatzkräfte.
Großer Dank gelte auch Peter Kuss aus dem LH-Büro für seine
professionelle Organisation.

"Mit der Eröffnung der Umfahrung wird in Bad St. Leonhard eine
neue Zeitrechnung beginnen, die von den Bewohnern lang gewünschte
Entlastung vom Schwerverkehr wird endlich Realität", sagte
Bürgermeister Simon Maier. Mit der Verkehrsfreigabe werde auch die
Blechlawine durch den Ort und über den Hauptplatz ein Ende haben. Zu
Spitzenzeiten frequentierten ihn 9.000 Fahrzeuge, davon 1.000 LKWs.
"Gleichzeitig mit der Eröffnung der Umfahrung feiert dieses Projekt
auch sein zehnjähriges Jubiläum, vor zehn Jahren wurde nämlich die
erste Besprechung zu diesem Projekt abgehalten", berichtete der
Bürgermeister. Es sei ein sehr langer Weg und eine große
Herausforderung gewesen, aber gemeinsam mit allen Beteiligten, an der
Spitze Landeshauptmann Dörfler, habe man dieses Jahrhundertprojekt
verwirklichen können.

"Es hat in den langen Jahren mit dem Landeshauptmann niemals
Streit gegeben, er ist uns immer vorausgegangen und hat sehr viel
Zeit in Bad St. Leonhard verbracht." Der Bürgermeister überreichte
dem Landeshauptmann einen Blumenstrauß für seine Frau Margreth, da
sie immer sehr viel Geduld aufgebracht habe. Für Dörfler gab es
Laufschuhe und -bekleidung.

Landesstraßenbauabteilungsvorstand Bidmon berichtete von den
großen Herausforderungen im Zuge des Umfahrungsprojektes. Die Bauzeit
sei eingehalten worden und man habe eine sehr gute Trasse gebaut,
meinte Bidmon. Er nannte auch einige Zahlen. So seien 22.000
Kubikmeter Beton, 2.300 Tonnen Baustahl und 19.000 Tonnen Asphalt
verbaut worden seien. Man habe 5.500 Meter neue Kanäle gelegt und
8.000 Quadratmeter Lärmschutzwände errichtet.

Als Vertreter der Baufirmen dankte Fritz Schabkar von der ARGE
Alpine-Kostmann-Mörtl dem Landeshauptmann für die Unterstützung bei
der Realisierung des Projektes und allen Mitarbeitern. Unter den
zahlreichen Anwesenden war auch Landesrat Christian Ragger. Den
Elektro-Scooter von "Lebensland Kärnten" beim großen "Kärnten
baut"-Gewinnspiel gewann Heinz Jocham aus Bad St. Leonhard.

Die Baukosten betrugen 33,15 Mio. Euro, mit den Kosten für
Ablösen, Vermessung und Planung kommt man insgesamt auf 46,85 Mio.
Euro. Ausführende Baufirmen waren Massivbau, Kostmann, Mörtl und
Alpine.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at

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