Katzen nicht zu kastrieren ist illegal

Verein Pfotenhilfe fordert hartes Vorgehen

Wien (OTS) - Vor allem in ländlichen Gebieten ist es üblich, auf Höfen eine große Anzahl an Katzen zu halten. Diese werden oft im Freien gefüttert, bewegen sich in der Umgebung und oft wissen die Tierhalter nicht einmal genau, wie viele Katzen sie momentan beherbergen.

Leider ist es aber auch immer noch üblich, diese Katzen nicht zu kastrieren. Viele Menschen fühlen sich nicht verantwortlich oder wollen die Kastrationskosten nicht übernehmen. Andere Argumente wie die falsche Aussage "Kastrierte Katzen fangen keine Mäuse." oder die Nähe des Hofes zur Straße, wodurch die Katzen durch Autounfälle automatisch weniger würden, sind ebenfalls untragbar.

Was solche Menschen damit anrichten, ist jedoch fatal. Denn Katzen sind schon nach wenigen Monaten geschlechtsreif. Eine Katze kann pro Jahr zwei Mal mindestens je drei Kätzchen werfen, die sich ab etwa einem halben Jahr weitervermehren. Die Zahl der Nachkommen von nur einer Katze steigt so nach nur vier Jahren in die Tausende.

Abgesehen von den auf Höfen lebenden Katzen, vermehren sich dadurch aber auch wilde Streuner aus der Umgebung immer weiter. Diese sind meist ausgehungert und daher immer auf der Suche nach etwas Essbarem. Viele sind geschwächt von Krankheiten, Hunger, Hitze und Kälte. Nicht selten sterben sie langsam und qualvoll.

"Bevor an Kastration gedacht wird, kommt es vor allem in ländlichen Gebieten leider immer noch vor, dass Jungkatzen einfach getötet werden." berichtet Sonja Weinand, Sprecherin des Verein Pfotenhilfe. Das ist aber nicht nur eine ethische Unart, sondern auch verboten und strafbar. "Sollten Sie eine solch grausame Tat beobachten oder davon wissen, verständigen Sie bitte sofort den zuständigen Amtstierarzt." sagt Sonja Weinand.

Ins Tierheim Pfotenhilfe Lochen (OÖ) werden jedes Jahr aufs Neue zwischen März und Oktober unzählige Katzen von Wanderern gebracht. "Die Jungtiere sind meist desorientiert, ausgehungert und verwurmt. Sie haben starken Katzenschnupfen und andere Krankheiten." weiß Sonja Weinand. Die damit verbundenen Behandlungskosten gehen in die Tausende und sind gerade für Tierschutzorganisationen auf Dauer nicht leistbar.

"Seine Katze nicht zu kastrieren, widerspricht also nicht nur dem Gesetz, sondern ist auch absichtlich produziertes Leid auf Kosten von Tierschutzorganisationen. Ich bitte Sie daher, Ihre eigene Katze mit Freilauf kastrieren zu lassen und auch Ihre Bekannten über die Problematik von Streunerpopulationen zu informieren." betont Sonja Weinand abschließend. Des Weiteren fordert der Verein Pfotenhilfe, dass das geltende Kastrationsgesetz auch exekutiert wird, Ausreden dürfen nicht mehr zugelassen werden.

Rückfragen & Kontakt:

Sonja Weinand
Vereinssprecherin Verein PFOTENHILFE sonja.weinand@pfotenhilfe.org
Tel.: 01 / 892 23 77
www.pfotenhilfe.org

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