• 12.07.2012, 09:38:18
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Katzen nicht zu kastrieren ist illegal

Verein Pfotenhilfe fordert hartes Vorgehen

Wien (OTS) - Vor allem in ländlichen Gebieten ist es üblich, auf
Höfen eine große Anzahl an Katzen zu halten. Diese werden oft im
Freien gefüttert, bewegen sich in der Umgebung und oft wissen die
Tierhalter nicht einmal genau, wie viele Katzen sie momentan
beherbergen.

Leider ist es aber auch immer noch üblich, diese Katzen nicht zu
kastrieren. Viele Menschen fühlen sich nicht verantwortlich oder
wollen die Kastrationskosten nicht übernehmen. Andere Argumente wie
die falsche Aussage "Kastrierte Katzen fangen keine Mäuse." oder die
Nähe des Hofes zur Straße, wodurch die Katzen durch Autounfälle
automatisch weniger würden, sind ebenfalls untragbar.

Was solche Menschen damit anrichten, ist jedoch fatal. Denn Katzen
sind schon nach wenigen Monaten geschlechtsreif. Eine Katze kann pro
Jahr zwei Mal mindestens je drei Kätzchen werfen, die sich ab etwa
einem halben Jahr weitervermehren. Die Zahl der Nachkommen von nur
einer Katze steigt so nach nur vier Jahren in die Tausende.

Abgesehen von den auf Höfen lebenden Katzen, vermehren sich
dadurch aber auch wilde Streuner aus der Umgebung immer weiter. Diese
sind meist ausgehungert und daher immer auf der Suche nach etwas
Essbarem. Viele sind geschwächt von Krankheiten, Hunger, Hitze und
Kälte. Nicht selten sterben sie langsam und qualvoll.

"Bevor an Kastration gedacht wird, kommt es vor allem in
ländlichen Gebieten leider immer noch vor, dass Jungkatzen einfach
getötet werden." berichtet Sonja Weinand, Sprecherin des Verein
Pfotenhilfe. Das ist aber nicht nur eine ethische Unart, sondern auch
verboten und strafbar. "Sollten Sie eine solch grausame Tat
beobachten oder davon wissen, verständigen Sie bitte sofort den
zuständigen Amtstierarzt." sagt Sonja Weinand.

Ins Tierheim Pfotenhilfe Lochen (OÖ) werden jedes Jahr aufs Neue
zwischen März und Oktober unzählige Katzen von Wanderern gebracht.
"Die Jungtiere sind meist desorientiert, ausgehungert und verwurmt.
Sie haben starken Katzenschnupfen und andere Krankheiten." weiß Sonja
Weinand. Die damit verbundenen Behandlungskosten gehen in die
Tausende und sind gerade für Tierschutzorganisationen auf Dauer nicht
leistbar.

"Seine Katze nicht zu kastrieren, widerspricht also nicht nur dem
Gesetz, sondern ist auch absichtlich produziertes Leid auf Kosten von
Tierschutzorganisationen. Ich bitte Sie daher, Ihre eigene Katze mit
Freilauf kastrieren zu lassen und auch Ihre Bekannten über die
Problematik von Streunerpopulationen zu informieren." betont Sonja
Weinand abschließend. Des Weiteren fordert der Verein Pfotenhilfe,
dass das geltende Kastrationsgesetz auch exekutiert wird, Ausreden
dürfen nicht mehr zugelassen werden.

Rückfragehinweis:
Sonja Weinand
Vereinssprecherin Verein PFOTENHILFE mailto:[email protected]
Tel.: 01 / 892 23 77
www.pfotenhilfe.org

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