ÖH zu Wifo-Studie: Auftragsstudie des BMWF bringt erwartungsgemäß BMWF-Forderungen

am Minoritenplatz nichts Neues

Wien (OTS) - Bei der heutigen Pressekonferenz, bei der die Studie "Hochschulen 2025: eine Entwicklungsvision" präsentiert wurde, waren die üblichen Schlagworte, aber leider wenig Neues zu hören. "Das BMWF hat sich einen Argumentationsleitfaden - wie Töchterle die Studie selbst nennt - erarbeiten lassen. Dass die Forderungen - vor allem was die Fragen Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen betrifft -daher voll auf BMWF-Linie liegen, war zu erwarten. Am Minoritenplatz also nichts Neues: alte Forderungen, schlechte Argumente", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.

"Einen wichtigen Punkt verdeutlicht die Studie aber klar: die Hochschulen sind chronisch unterfinanziert. Das selbstgesteckte 2-Prozent-Ziel liegt in weiter Ferne, darüber kann auch die Mogel-Hochschulmilliarde nicht hinwegtäuschen. Daraus zu schließen, dass Studienbeiträge und höhere Etats aus der Wirtschaft Abhilfe schaffen würde, ist leider ein Fehlschluss. Studiengebühren - egal ob in Kreditform oder nicht - sind kein geeignetes Mittel", erklärt Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam. "Karl Aiginger betonte selbst die höheren durchschnittlichen Einkommen von StudienabsolventInnen - hier muss durch ein progressives Steuersystem angesetzt werden. Das heute vorgeschlagene Beitragsflickwerk bringt nichts und belastet vor allem einkommenslose Studierende!"

"Bildung ist ein öffentliches Gut und dieses ist auch öffentlich zu finanzieren. Österreich als drittreichstes Land der EU kann sich das leisten. Die scheinheiligen Ausreden, dass die Zunahme privater Drittmittel keinen Einfluss auf die Forschung und die Ausgestaltung des Hochschulraums habe, ist schlichtweg ein Ausblenden der Realität. Das 2-Prozent-Ziel gibt es und es ist allen bewusst, dass es in Zukunft mehr AkademikerInnen braucht. Der Schluss müsste also sein:
tatsächliche Prioritätensetzung auf Bildung, spürbare Aufstockung der öffentlichen Gelder über das 2-Prozent-Ziel hinaus und ein Ausbau der Hochschulen, der mehr und nicht weniger Menschen ein Hochschulstudium ermöglicht", so Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär.

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