• 10.07.2012, 12:28:35
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ÖH zu Wifo-Studie: Auftragsstudie des BMWF bringt erwartungsgemäß BMWF-Forderungen

am Minoritenplatz nichts Neues

Wien (OTS) - Bei der heutigen Pressekonferenz, bei der die Studie
"Hochschulen 2025: eine Entwicklungsvision" präsentiert wurde, waren
die üblichen Schlagworte, aber leider wenig Neues zu hören. "Das BMWF
hat sich einen Argumentationsleitfaden - wie Töchterle die Studie
selbst nennt - erarbeiten lassen. Dass die Forderungen - vor allem
was die Fragen Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen betrifft -
daher voll auf BMWF-Linie liegen, war zu erwarten. Am Minoritenplatz
also nichts Neues: alte Forderungen, schlechte Argumente", so Martin
Schott vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.

"Einen wichtigen Punkt verdeutlicht die Studie aber klar: die
Hochschulen sind chronisch unterfinanziert. Das selbstgesteckte
2-Prozent-Ziel liegt in weiter Ferne, darüber kann auch die
Mogel-Hochschulmilliarde nicht hinwegtäuschen. Daraus zu schließen,
dass Studienbeiträge und höhere Etats aus der Wirtschaft Abhilfe
schaffen würde, ist leider ein Fehlschluss. Studiengebühren - egal ob
in Kreditform oder nicht - sind kein geeignetes Mittel", erklärt
Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam. "Karl Aiginger betonte selbst die
höheren durchschnittlichen Einkommen von StudienabsolventInnen - hier
muss durch ein progressives Steuersystem angesetzt werden. Das heute
vorgeschlagene Beitragsflickwerk bringt nichts und belastet vor allem
einkommenslose Studierende!"

"Bildung ist ein öffentliches Gut und dieses ist auch öffentlich zu
finanzieren. Österreich als drittreichstes Land der EU kann sich das
leisten. Die scheinheiligen Ausreden, dass die Zunahme privater
Drittmittel keinen Einfluss auf die Forschung und die Ausgestaltung
des Hochschulraums habe, ist schlichtweg ein Ausblenden der Realität.
Das 2-Prozent-Ziel gibt es und es ist allen bewusst, dass es in
Zukunft mehr AkademikerInnen braucht. Der Schluss müsste also sein:
tatsächliche Prioritätensetzung auf Bildung, spürbare Aufstockung der
öffentlichen Gelder über das 2-Prozent-Ziel hinaus und ein Ausbau der
Hochschulen, der mehr und nicht weniger Menschen ein Hochschulstudium
ermöglicht", so Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär.

Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Sara Scheiflinger, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]; http://www.oeh.ac.at

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