- 09.07.2012, 11:00:40
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Caritas startet Sammlung 2012 "Für eine Zukunft ohne Hunger"
Caritas-Präsident Küberl nach seiner Rückkehr aus dem Niger und Burkina Faso: "Die Lage der Menschen ist dramatisch. Mit 25 Euro sichern Sie einer Familie Werkzeug und Saatgut."
Wien (OTS) - "An Hunger sterben die Menschen leise, aber gerade
dieser weltweite Skandal schreit laut zum Himmel. Denn die Spuren in
Körper und Seele eines Menschen bleiben", sagt Caritas-Präsident
Franz Küberl zum Auftakt der diesjährigen Caritas-Sammlung "Für eine
Zukunft ohne Hunger". Der Erlös kommt notleidenden Menschen in
Afrika, Asien und Lateinamerika zugute. Allein in der Sahelzone in
Westafrika seien derzeit über 18 Millionen Menschen von Hunger
bedroht, so Küberl, der soeben von seinem Lokalaugenschein in Niger
und Burkina Faso zurückgekehrt ist. Ein tödlicher Mix aus Dürre,
Lebensmittelteuerungen, chronischer Armut und politischen Konflikten
hat sie in diese Hungerkrise geführt.
"Die Lage der Menschen ist dramatisch. Die Reserven sind längst
aufgebraucht, die Bauernfamilien haben sogar das Saatgut aufgegessen
und bei der einzigen Mahlzeit am Tag gibt es oft nur noch einen Brei
aus Blättern", berichtet Küberl. In der Region Ouallam im Niger zum
Beispiel habe mittlerweile jedes zweite Kind nicht ausreichend zu
essen, jedes siebte Kind sei schwerst unterernährt. "Unsere Partner
in den Ernährungszentren haben uns berichtet, dass sie nur knapp die
Hälfte jener Kinder versorgen können, die dringend Hilfe brauchen.
Für mehr Hilfe reichen die Mittel nicht. Ich bitte die
österreichische Bevölkerung um ihren Beitrag dazu, dem Hunger im
Sahel entgegenzuwirken", so Küberl. Auch in Burkina Faso trüge der
Schein grüner Hirsefelder, sagt der Caritas-Präsident: "Sofern es
weiterhin ausreichend regnet und eine Heuschreckenplage ausbleibt,
ist die nächste Ernte im Oktober. Bis dahin sind die Menschen in
jedem Fall noch auf Nothilfe angewiesen."
Ob in Westafrika oder in anderen Hungergebieten: Kurzfristig kann
schon ein Sack Getreide über Leben oder Tod entscheiden. Langfristig
sind Brunnen, die vertrocknete Erde fruchtbar machen,
Getreidespeicher, Saatgut oder auch Ziegen wichtige Beiträge dazu,
dass die Menschen auf eigenen Beinen stehen können. Die Caritas
unterstützt Menschen in Not in rund 350 Projekten, etwa in Äthiopien,
Burkina Faso, Niger, Pakistan oder im Südsudan.
Den Start der Caritas-Sammlung nutzt der Caritas-Präsident einmal
mehr, um die österreichische Bundesregierung an ihre Verantwortung
für die Ärmsten zu erinnern und sie dazu aufzufordern, in der
Entwicklungshilfe "vom Rückwärtsgang in den Vorwärtsgang" zu
schalten: "Wir brauchen diese Wohlstands- und Friedensdividende, denn
das ist Entwicklungshilfe in Wirklichkeit."
Derzeit scheiterten dringend notwendige Maßnahmen zur weltweitem
Hungerbekämpfung wie ein rechtlich verbindliches Klimaschutzabkommen,
eine Agrarpolitik, die die Lebensmittel- und Agrarsysteme anderer
Länder nicht schädigt, oder eben eine Erhöhung der
Entwicklungshilfen vielfach am Mangel an politischem Willen, Kraft
und Mut, kritisiert Küberl: "Ich möchte die Menschen in Österreich
deshalb bitten: Warten Sie nicht, bis andere etwas unternehmen.
Warten Sie nicht darauf, dass Regierungen einen Masterplan zur
Hungerbekämpfung erfinden oder reiche Länder mehr Geld beisteuern.
Sie selber können hier und jetzt enorm viel dazu beitragen,
hungernden Menschen zu helfen!"
"30 Days Challenge"
Seit Anfang Juli gibt es die Möglichkeit, 30 Tage lang Solidarität
mit hungernden Menschen zu zeigen! Die Caritas möchte damit sichtbar
machen, dass nachhaltiges Leben alle betrifft. Wer mitmachen will
kann sich auf der Caritas-Homepage oder per SMS anmelden und erhält
jeden Tag einen Tipp, wie man bewusst leben, Energie sparen und
Ressourcen schonen kann. Zum Beispiel: "Setze dich dafür ein, dass in
der Kantine Fair-Trade Kaffee angeboten wird", "Fahr heute mal mit
dem Rad oder geh zu Fuß!", oder: "Wenn du heute Müll wegwirfst,
überlege, was sich davon bereits beim Einkaufen vermeiden lässt."
Danke an die Sponsoren
Die Caritas-Sammlung kommt auch heuer mit geringen Werbekosten
aus. Die Bawag/PSK und Western Union unterstützen sie als
Hauptsponsoren. Die Caritas dankt auch der Katholischen
Männerbewegung und den 3000 Pfarrern und Pfarren, die die Sammlung
mittragen. Entwickelt wurde die Kampagne von der Werbeagentur McCann
Erickson.
Küberl abschließend: "Eine Zukunft ohne Hunger für alle Menschen
ist eine enorme Herausforderung. Jeder einzelne Mensch, der ein Leben
ohne Hunger führen kann, ist ein Etappensieg auf dem Weg zu diesem
Ziel. Mit 25 Euro sichern Sie beispielsweise einer Bauernfamilie in
Afrika mit Werkzeug und Saatgut die Existenz. Helfen Sie mit!"
SERVICE:
Caritas-Spendenkonto: P.S.K. 7.700 004, BLZ 60 000,
Kennwort: Hungerhilfe
Online-Spenden unter: www.caritas.at/spenden
Fotos bzw. Sujets zur Caritas-Sammlung 2012 "Für eine Zukunft
ohne Hunger" zur honorarfreien Verwendung finden Sie auf
www.caritas.at (Mediendatenbank)
Rückfragehinweis:
Caritas Österreich
Mag. Silke Ruprechtsberger
Tel.: 01/488 31/417 oder: 0664/82 66 909
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