• 03.07.2012, 10:42:58
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JUGENDVERTRETUNG: Druck auf Jugendliche am Arbeitsmarkt erhöhen ist der falsche Weg!

Die BJV kritisiert den Ruf nach mehr Mobilität und fordert faire Bezahlung und geregelte Jobs für junge Menschen!

Wien (OTS) - Anlässlich der Forderungen von Jugendminister
Reinhold Mitterlehner nach mehr Mobilität von jungen Menschen am
Arbeitsmarkt, zeigt die Bundesjugendvertretung (BJV) auf, dass dies
nicht so einfach machbar ist: "Damit Jugendliche einen Job an einem
anderen Wohnort annehmen können, fehlen oft einfach die
Möglichkeiten. Abgesehen davon, dass auch junge Menschen nicht gerne
aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen werden, sind sie oft auf die
Unterstützung ihrer Eltern angewiesen", betont BJV-Vorsitzender
Wolfgang Moitzi.

Gründe dafür sieht der Vorsitzende beispielsweise in niedrigen Löhnen
und schlechten Arbeitsverhältnissen: "Wir haben zwar europaweit eine
geringe Jugendarbeitslosigkeit, dennoch sagt dies nichts über die
Qualität der Jobs aus. Viele junge Menschen müssen sich mit gering
bezahlten Jobs und prekären Arbeitsverhältnissen herumschlagen. Aus
eigenen Kräften die Kosten für eine Wohnung tragen zu können, wird so
auch aufgrund der extrem steigenden Mietpreise immer schwieriger!"
Die BJV warnt vor den gesellschaftspolitischen Konsequenzen dieser
Entwicklung: "Werden Qualifikationen und Ausbildungen von jungen
Menschen weiter abgewertet und Jugendlichen keine geregelten Jobs mit
fairer Bezahlung geboten, kippt unser Sozialsystem, da es immer
geringere Beitragszahlungen gibt", so Moitzi.

Bessere Beratung, faire Jobs und mehr Lehrstellen gefordert!

Generell stehen Jugendliche derzeit am Arbeitsmarkt unter großem
Druck, hier noch weiter Druck auszuüben, indem man ihnen mangelnde
Eigeninitiative oder Mobilität vorwirft, sei hier der falsche Weg,
kritisiert Moitzi.
Jetzt gehe es darum, förderliche Angebote, wie Berufsinformation oder
Jugendcaching, auszubauen und auch die Betriebe in die Pflicht zu
nehmen: "Unternehmen müssen angehalten werden, geregelte Jobs und
faire Bezahlung für junge Menschen zu gewährleisten. Außerdem müssen
endlich wieder mehr Lehrstellen angeboten werden. Denn einerseits ist
der Ruf nach mehr FacharbeiterInnen zu hören, andererseits werden zu
wenige Lehrlinge in Betrieben ausgebildet", zeigt Moitzi auf. Die BJV
schließt sich hier der Forderung der Gewerkschaftsjugend nach einer
Fachkräftemilliarde zur Finanzierung der Lehrlingsausbildung an.

Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0676/ 880 111 048
mailto: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BJV

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