• 02.07.2012, 10:03:11
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FPÖ-Neubauer: Südtiroler Volkspartei kennt keine moralischen Schranken mehr: Straßenbenennung in Brixen nach "Alpini"

Wien (OTS) - "War die starke Befürwortung und Genehmigung des
Alpini-Aufmarsches in Bozen der erste Schritt bzw. Startschuss der
Südtiroler Volkspartei für eine Wahloffensive und Ansage an die in
Südtirol lebenden Italiener?", fragte heute der freiheitliche
Südtirol-Sprecher, NAbg. Werner Neubauer, nach den Vorfällen im
Gemeinderat von Brixen. Bereits beim Alpini-Spektakel in Bozen sei
die äußerst freundliche und anbiedernde Art des Südtiroler
Landeshauptmannes Durnwalder gegenüber den Verantwortlichen der
Alpini offen zu Tage getreten. "Während Durnwalder nämlich den
"Schützen-Freiheitsmarsch" in Grund und Boden verdammte, stellte er
sich mit der ganzen Würde seines Amtes als Landeshauptmann
demonstrativ hinter die Alpini-Besatzer, was viele Menschen in
Südtirol nicht verstehen konnten. Selbst der österreichische
Bundesminister Darabos hatte damals den österreichischen Soldaten
verboten, in Uniform an der Alpini-Veranstaltung teilzunehmen", so
Neubauer.

Nun habe die SVP einen neuerlichen Akt des Unverständnisses im Land
gesetzt. Neubauer: "Im Rahmen einer Diskussion um neue
Straßenbenennungen in Brixen, hatten sie gemeinsam mit der PD und den
Grünen den Vorschlag zur Benennung einer "Alpinistraße" als
"Änderungsantrag" zum bestehenden Tagessordnungspunkt eingebracht.
Landeshauptmann Durnwalder und Landesparteiobmann Theiner müssen sich
im Klaren sein, welches fürchterliche Signal sie mit so einem Schritt
an ihre Landsleute aussenden: Welche hervorragende Bedeutung bzw.
Leistung für das Land Südtirol haben die Alpini-Einheiten erfüllt, um
als Auszeichnung nun eine Straßenbezeichnung dafür zu erhalten?"

Habe die Alpini-Veranstaltung in Bozen bereits eine Verherrlichung
der Alpini-Verbrechen dargestellt, von welchen sie sich bis zum
heutigen Tag nicht distanziert hätten, so stelle der Vorschlag zur
Straßenbenennung wohl den Gipfel der Geschmacklosigkeit dar, betont
Neubauer und führt weiter aus: "Der SVP steht angesichts der
bevorstehenden Umfragen wohl schon das Wasser bis zum Hals, dass sie
die letzte Rettung darin sieht, sich den Italienern in dieser
widerlichen Art und Weise anbiedern zu müssen. Doch da hat sie die
Rechnung ohne ihre Landsleute gemacht. Bis zu den nächsten Wahlen ist
es nicht mehr lange und die Menschen werden diese Demütigungen und
Anbiederungsversuche nicht vergessen."

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
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