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Neues Volksblatt: "Schlusspfiff" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 2. Juli 2012
Linz (OTS) - Im Osten sind die Zeugnisse schon verteilt, der Rest
der Schüler bekommt Ende dieser Woche die Zensuren überreicht. Auch
über die Politik(er) werden jetzt die üblichen Rankings
veröffentlicht - so fragwürdig sie auch sein mögen. Gehaltene Reden
oder parlamentarische Anfragen sind nicht entscheidend dafür, wem der
Wähler am Ende sein Vertrauen schenkt. Klar ist: Nachdem im Herbst
die finale Spielzeit dieser Bundesregierung angepfiffen wird,
bedeutet die anstehende Sommerpause die letzte Chance zum
Durchschnaufen und Krafttanken, ehe es ins Wahlkampfjahr geht. Wobei
- siehe Diskussion über die Familienbesteuerung - die ersten
Richtungspflöcke jetzt schon eingeschlagen werden. Und auch wenn es
diverse Kommentatoren und die blau-orangen Fundamentaloppositionellen
anders sehen: Man hat auch etwas zustande gebracht. Freilich trifft
auf Erreichtes zu oft zu, was der steirische LH Franz Voves im
APA-Gespräch gestern konstatiert hat: "Das Problem war eigentlich
immer nur der den erzielten Lösungen vorangegangene Streit".
Tatsächlich ist es ein bleibendes Verdienst der Regierenden in Bund
und Ländern, dass Österreich die Krise besser bewältigt hat als viele
andere Länder. Zu hoffen bleibt, dass die Koalition möglichst lange
Zug zum Tor beweist und man nicht den Schlusspfiff schon vor dem
regulären Spielende herbeisehnt.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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