Wirtschaftsparlament III: WK-Steiermark erhebt Stimme für Umweltbonus statt Umweltzonen

Umweltzonen reduzieren Feinstaubbelastung nachweislich gering - Alternative Maßnahmen zum Schutz von Menschen und Umwelt gefordert

Wien, 28. Juni 2012 (OTS/Text) - Beim heutigen
Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Österreich erhob Jürgen Roth, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Steiermark, die Stimme für einen "Umweltbonus statt Umweltzonen". "Die Einführung von Umweltzonen reduziert die Feinstaubbelastung in Ballungsräumen nachweislich nur gering, belasten aber den Verkehr und damit auch die Wirtschaft außergewöhnlich stark. Trotzdem planen Graz, aber auch Wien und Linz die Einführung weiterer Umweltzonen", erläutert Roth. Der Wirtschaftsbund Steiermark hat daher einen Dringlichkeitsantrag formuliert, der Mitte Juni im steirischen Wirtschaftsparlament einstimmig von allen Fraktionen beschlossen wurde. "Die Steiermark ist hier ein Vorbild für ganz Österreich und zeigt, wie man dieser volkswirtschaftlichen Kostenfalle sinnvoll entgegenwirken kann", betont der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Abg.z.NR Peter Haubner. ****

Nach dem Motto "fördern statt verbieten" hat die Steiermark eine Reihe von Alternativmaßnahmen erarbeitet, die in ihrer Umweltwirkung ebenbürtig, jedoch volkswirtschaftlich bedeutend günstiger sind. "Einer dieser Vorschläge ist die zumindest zeitlich begrenzte Ausweitung des Vorsteuerabzuges auf schadstoffarm, betrieblich genutzte PKW", erklärt Haubner. Derzeit gebe es nämlich noch einen relativ hohen Bestand alter Autos, die u.a. wegen der fehlenden Berechtigung zum Vorsteuerabzug spätestmöglich getauscht werden. Laut einer Studie der TU-Graz wäre der natürliche Flottentausch in vier Jahren abgeschlossen. "Durch solche oder ähnliche Maßnahmen könnte eine 'Win-Win-Situation' für Umwelt und Wirtschaft ohne einseitige Belastungen geschaffen werden", so Haubner abschließend.

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