• 28.06.2012, 13:27:39
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Wirtschaftsparlament I: Antrag zur Forcierung der Dualen Berufsausbildung beschlossen

Lehre im Betrieb ist Österreichisches Erfolgsmodell - Reformvorschläge für Weiterentwicklung der Dualen Berufsausbildung

Wien, 28. Juni 2012 (OTS/Text) - Im Rahmend des heutigen
Wirtschaftsparlaments in der Wirtschaftskammer Österreich wurde der
Antrag des Wirtschaftsbundes zur Forcierung der Dualen
Berufsausbildung einstimmig beschlossen. "Österreichs erfolgreiches
System der Dualen Berufsausbildung wird international geschätzt und
als Vorbildmodell geachtet. Denn die Zahlen sprechen für sich:
Österreich hat die zweitniedrigste Jugendarbeitslosigkeitsquote in
Europa! Die Lehre ist der Schlüssel gegen Jugendarbeitslosigkeit und
Fachkräftemangel. Es wird daher Zeit, dass unser Erfolgsmodell auch
in Österreich endlich die Beachtung und Wertigkeit erfährt, die es
verdient", betont der Generalsekretär des Österreichischen
Wirtschaftsbundes, Abg.z.NR Peter Haubner.

"2016 wird es erstmals mehr Berufsaussteiger als Berufseinsteiger
geben", mahnt Haubner. Diese Prognose in Verbindung mit den
kontinuierlich sinkenden Lehrlingszahlen und dem steigenden
Fachkräftemangel verdeutlicht den akuten Handlungsbedarf. "Bereits
jetzt klagen sieben von zehn Arbeitgebern über Schwierigkeiten
geeignete Mitarbeiter zu finden. Dieses Ergebnis ist alarmierend",
verdeutlicht Haubner. Der Wirtschaftsbund-Antrag enthält daher vier
Reformvorschläge für die Weiterentwicklung und Aufwertung der Dualen
Berufsausbildung: Erstens, die Aufstockung der Berufsorientierung von
30 auf 60 Wochenstunden und eine verpflichtende Potenzialanalyse.
Zweitens, die Einrichtung eines eigenen Unterrichtsfachs Bildungs-
und Berufsberatung in der 7. und 8. Schulstufe, sowie die Ausweitung
des "Berufs-Schnuppern" in Betrieben. Drittens, mehr Quereinsteiger
aus der Wirtschaft als Berater gewinnen und die Verbesserung der
Ausbildung der Lehrer für die Berufsberatung. Und viertens, die
Einführung einer Berufsakademie im tertiären Bildungssektor, die ein
Dach über alle Abschlüsse der beruflichen Aus- und Weiterbildung
spannt.

Die Stärkung der Berufsausbildung im Betrieb gehört für den
Wirtschaftsbund zu den Kernforderungen. "Die Lehre im Betrieb
bedeutet eine 'win-win-Situation' für alle Beteiligten: Die
Unternehmen bilden sich ihre Fachkräfte selbst aus, die Jungen
bekommen eine hervorragende Berufsausbildung mit ausgezeichneten
Zukunftschancen und der Wirtschaftsstandort wird durch qualitativ
hochwertige Arbeitskräfte aufgewertet", so Haubner abschließend.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Wirtschaftsbund, Bundesleitung/Presse
   Mag. Daniela Kinz
   Pressesprecherin
   Tel.: +43 (0)1 5054796-47,Mobil: +43 (0)664 2451650
   mailto:d.kinz@wirtschaftsbund.at
   http://www.wirtschaftsbund.at

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