Wirtschaftsparlament I: Antrag zur Forcierung der Dualen Berufsausbildung beschlossen

Lehre im Betrieb ist Österreichisches Erfolgsmodell - Reformvorschläge für Weiterentwicklung der Dualen Berufsausbildung

Wien, 28. Juni 2012 (OTS/Text) - Im Rahmend des heutigen Wirtschaftsparlaments in der Wirtschaftskammer Österreich wurde der Antrag des Wirtschaftsbundes zur Forcierung der Dualen Berufsausbildung einstimmig beschlossen. "Österreichs erfolgreiches System der Dualen Berufsausbildung wird international geschätzt und als Vorbildmodell geachtet. Denn die Zahlen sprechen für sich:
Österreich hat die zweitniedrigste Jugendarbeitslosigkeitsquote in Europa! Die Lehre ist der Schlüssel gegen Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel. Es wird daher Zeit, dass unser Erfolgsmodell auch in Österreich endlich die Beachtung und Wertigkeit erfährt, die es verdient", betont der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Abg.z.NR Peter Haubner.

"2016 wird es erstmals mehr Berufsaussteiger als Berufseinsteiger geben", mahnt Haubner. Diese Prognose in Verbindung mit den kontinuierlich sinkenden Lehrlingszahlen und dem steigenden Fachkräftemangel verdeutlicht den akuten Handlungsbedarf. "Bereits jetzt klagen sieben von zehn Arbeitgebern über Schwierigkeiten geeignete Mitarbeiter zu finden. Dieses Ergebnis ist alarmierend", verdeutlicht Haubner. Der Wirtschaftsbund-Antrag enthält daher vier Reformvorschläge für die Weiterentwicklung und Aufwertung der Dualen Berufsausbildung: Erstens, die Aufstockung der Berufsorientierung von 30 auf 60 Wochenstunden und eine verpflichtende Potenzialanalyse. Zweitens, die Einrichtung eines eigenen Unterrichtsfachs Bildungs-und Berufsberatung in der 7. und 8. Schulstufe, sowie die Ausweitung des "Berufs-Schnuppern" in Betrieben. Drittens, mehr Quereinsteiger aus der Wirtschaft als Berater gewinnen und die Verbesserung der Ausbildung der Lehrer für die Berufsberatung. Und viertens, die Einführung einer Berufsakademie im tertiären Bildungssektor, die ein Dach über alle Abschlüsse der beruflichen Aus- und Weiterbildung spannt.

Die Stärkung der Berufsausbildung im Betrieb gehört für den Wirtschaftsbund zu den Kernforderungen. "Die Lehre im Betrieb bedeutet eine 'win-win-Situation' für alle Beteiligten: Die Unternehmen bilden sich ihre Fachkräfte selbst aus, die Jungen bekommen eine hervorragende Berufsausbildung mit ausgezeichneten Zukunftschancen und der Wirtschaftsstandort wird durch qualitativ hochwertige Arbeitskräfte aufgewertet", so Haubner abschließend.

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