- 28.06.2012, 11:29:18
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ÖH zu Uni Budget Studie: Realität sieht anders aus
Beispiele aus Studiengebührenländern dramatisches Warnsignal
Wien (OTS) - Eine Studie der European University Association (EUA)
hat Österreich aufgrund der Mittel aus der "Hochschulmilliarde" in
Fragen der Finanzierung ein positives Zeugnis ausgestellt. "Hier
lohnt es sich, genauer hinzusehen: die "Hochschulmilliarde" hat
diesen Namen erstens nicht verdient - sie ist auf drei Jahre
aufgeteilt und zweitens handelt es sich dabei um 750 Millionen.
Außerdem muss sich genauer angesehen werden, wie diese Mittel
verteilt werden. Dass die Unis an einer chronischen Unterfinanzierung
leiden, zeigt sich im Alltag leider nur zu häufig - alleine die
Abschaffung diverser Studienrichtungen ist der traurige Beweis
dafür", so Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH.
"Die Studie macht deutlich, zu welch gravierenden Zuständen
Studiengebühren führen - die Gebühren in England, Irland und Island
sind in den vergangenen Jahren beträchtlich gestiegen, in den
Niederlanden und Spanien müssen Studierende, die über der
Durchschnittsstudienzeit liegen, fast die tatsächlichen Kosten des
Studiums entrichten. Das ist ein Warnsignal sondergleichen", ist
Martin Schott vom ÖH Vorsitzteam entsetzt. "Anders die Situation in
Deutschland - ausgenommen Bayern und Niedersachsen - geht hier der
Trend in Richtung Abschaffung. Für uns ist klar: diese Tendenz ist
die richtige."
"Wieder einmal wird deutlich, dass an einer ausreichenden
öffentlichen Finanzierung kein Weg vorbei führt. Hier gilt es aber,
nicht bei Selbstlob und Schönrederei stehen zu bleiben, sondern ein
tatsächliches Bekenntnis zu einer Ausfinanzierung der Hochschulen
abzugeben - es sei erneut an das 2 Prozent des BIP Ziel erinnert.
Dafür braucht es eine neue Prioritätensetzung der gesamten
Regierungen - gerade jetzt wäre eine solche so wichtig", so Janine
Wulz vom ÖH Vorsitzteam.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Sara Scheiflinger, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]; http://www.oeh.ac.at
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