ÖH zu Uni Budget Studie: Realität sieht anders aus

Beispiele aus Studiengebührenländern dramatisches Warnsignal

Wien (OTS) - Eine Studie der European University Association (EUA) hat Österreich aufgrund der Mittel aus der "Hochschulmilliarde" in Fragen der Finanzierung ein positives Zeugnis ausgestellt. "Hier lohnt es sich, genauer hinzusehen: die "Hochschulmilliarde" hat diesen Namen erstens nicht verdient - sie ist auf drei Jahre aufgeteilt und zweitens handelt es sich dabei um 750 Millionen. Außerdem muss sich genauer angesehen werden, wie diese Mittel verteilt werden. Dass die Unis an einer chronischen Unterfinanzierung leiden, zeigt sich im Alltag leider nur zu häufig - alleine die Abschaffung diverser Studienrichtungen ist der traurige Beweis dafür", so Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH.

"Die Studie macht deutlich, zu welch gravierenden Zuständen Studiengebühren führen - die Gebühren in England, Irland und Island sind in den vergangenen Jahren beträchtlich gestiegen, in den Niederlanden und Spanien müssen Studierende, die über der Durchschnittsstudienzeit liegen, fast die tatsächlichen Kosten des Studiums entrichten. Das ist ein Warnsignal sondergleichen", ist Martin Schott vom ÖH Vorsitzteam entsetzt. "Anders die Situation in Deutschland - ausgenommen Bayern und Niedersachsen - geht hier der Trend in Richtung Abschaffung. Für uns ist klar: diese Tendenz ist die richtige."

"Wieder einmal wird deutlich, dass an einer ausreichenden öffentlichen Finanzierung kein Weg vorbei führt. Hier gilt es aber, nicht bei Selbstlob und Schönrederei stehen zu bleiben, sondern ein tatsächliches Bekenntnis zu einer Ausfinanzierung der Hochschulen abzugeben - es sei erneut an das 2 Prozent des BIP Ziel erinnert. Dafür braucht es eine neue Prioritätensetzung der gesamten Regierungen - gerade jetzt wäre eine solche so wichtig", so Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam.

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