- 28.06.2012, 11:14:26
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Exekutive der ÖH Bundesvertretung feiert Halbzeit
Töchterle hinterlässt Chaos, ohne Verantwortung zu übernehmen
Wien (OTS) - Das Vorsitzteam der Bundesvertretung der
Österreichischen HochschülerInnenschaft feiert Ende Juni 2012 das
1-jährige Jubiläum. Nach diesem ersten Jahr soll nun eine
Zwischenbilanz gezogen werden: "Jungen Menschen werden zunehmend
Steine in den ohnehin steilen und rutschigen Bildungsweg gelegt. Die
Regierung - allen voran Minister Töchterle - schafft es nicht, die
großen hochschulpolitischen Probleme und Herausforderungen, die sich
stellen, zu lösen. Anstatt dessen wird möglichst alles in den
Autonomiebereich der Hochschulen ab- und die Verantwortung
weggeschoben. Seitens der Politik kam auf die Studierenden leider
viel Enttäuschendes zu: StudienanfängerInnen wurden letzten Herbst
mit der STEOP-Knock-Out-Phase konfrontiert. Die verpflichtende
Voranmeldung wurde umgesetzt und erwies sich als "Flop des Jahres".
Die soziale Situation der Studierenden hat sich durch die
Kürzungsbeschlüsse von Loipersdorf enorm verschlechtert. Mit Juli
2011 verloren knapp 30.000 Studierende ihre Familienbeihilfe, die
Kosten für die Selbstversicherung verdoppelten sich und die
Wohnkosten für Studierendenheime stiegen stark an. Auch die
chronische Unterfinanzierung der Hochschulen nimmt immer noch kein
Ende. Hinzu kommt eine Chaos-Debatte um Studiengebühren - acht Unis
heben Gebühren ein, die Studierende - von uns unterstützt - klagen
dagegen, weil das Vorgehen verfassungswidrig ist. Die Liste des
bildungspolitischen Versagens lässt sich leider lang weiterführen",
so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.
Da sieht die Bilanz der derzeitigen ÖH - Exekutive um vieles
Erfreulicher aus: "Durch das umfassende Engagement der ÖH wurde
einerseits der Alltag der Studierenden erleichtert und andererseits
wichtiges Know-How und Expertise in diverse Verhandlungen und Gremien
eingebracht. Mit dem Forum Hochschule ist es gelungen, einen
allumfassenden Plan für den gesamten Hochschulsektor und für alle an
ihm Beteiligten zu schaffen - in nur einem halben Jahr wurde im
offenen und partizipativen Prozess gearbeitet und die Vorschläge sind
großteils direkt umsetzbar. Weiters wurde es geschafft, den
Voranmeldeflop abzuschaffen. Mit der STEOP-Watch haben wir uns genau
angesehen, wie es wirklich um die STEOP bestellt ist. Ergebnis: Die
Aussage dass die STEOP der Orientierung der StudentInnen dient, ist
widerlegt: über 70% finden, dass die STEOP nicht zur Orientierung
beigetragen hat. Im Oktober und im Juni gingen tausende Menschen mit
uns auf die Straße, um bei den zwei Bildungsaktionstagen gegen die
Bildungsmisere zu protestieren. Im Alltag konnten wir durch das
umfassende Service- und Beratungsangebot für Studierende
(SMS-Erinnerungsservice, Schwarzes Brett, Gütesiegel Praktikum,
Studieren Probieren und co.) helfen. Wir haben gezeigt - wir sind ein
gutes Team, das hervorragend gemeinsam arbeitet", so Angelika Gruber
vom ÖH Vorsitzteam.
"So wird es auch im kommenden Jahr weitergehen. Schon jetzt sind
viele spannende Projekte geplant. Mit der Publikation "Hochschulen
während der NS Zeit" wollen wir gemeinsam mit verschiedenen
Hochschulen, Studierendenvertretungen und Instituten eine
Aufarbeitung der eigenen Geschichte vorantreiben und diese vor allem
vergleichen. Die Studierendensozialerhebung hat in folgendem Punkt
großen Handlungsbedarf konstatiert: im Ausbau der psychologischen
Studierendenberatung - die Pläne dazu sind bereits auf Schiene und
die Vorbereitung laufen. Weiters soll das Thema Fahrrad den
Studierenden näher gebracht werden - der Fahrrad Folder soll mit
Infos zu gesetzlichen Rahmenbedingungen, Situation von RadlerInnen,
Sicherheits- und Reparaturtipps, Bauanleitung, Stadtkarten und co.
weiterhelfen. Mit Forum Hochschule wird es ebenfalls weitergehen -
viele Spannende Themen wie Internationales, Faculty Modell, sektorale
Durchlässigkeit, PädagogInnenbildung, gerechte Teilhabe an Bildung
oder Gender Budgeting sehen wir uns noch einmal genauer an. Außerdem
können die Studierenden mit einem Ausbau der Studienberatung rechnen:
einerseits im Internet mit der neuen Studienplattform-Seite, aber
auch die persönlichen Beratung wird ausgebaut z.B. im Zuge von
"studieren probieren", das bald auch bundesweit stattfinden wird", so
der Ausblick von Martin Schott vom ÖH Vorsitzteam.
Hier findet sich eine ausführlichere Zwischenbilanz des letzten
Jahres:
http://www.oeh.ac.at/fileadmin/user_upload/pdf/Presse/1-Jahr-Zwischen
bilanz.pdf
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Sara Scheiflinger, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]; http://www.oeh.ac.at
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