Exekutive der ÖH Bundesvertretung feiert Halbzeit

Töchterle hinterlässt Chaos, ohne Verantwortung zu übernehmen

Wien (OTS) - Das Vorsitzteam der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft feiert Ende Juni 2012 das 1-jährige Jubiläum. Nach diesem ersten Jahr soll nun eine Zwischenbilanz gezogen werden: "Jungen Menschen werden zunehmend Steine in den ohnehin steilen und rutschigen Bildungsweg gelegt. Die Regierung - allen voran Minister Töchterle - schafft es nicht, die großen hochschulpolitischen Probleme und Herausforderungen, die sich stellen, zu lösen. Anstatt dessen wird möglichst alles in den Autonomiebereich der Hochschulen ab- und die Verantwortung weggeschoben. Seitens der Politik kam auf die Studierenden leider viel Enttäuschendes zu: StudienanfängerInnen wurden letzten Herbst mit der STEOP-Knock-Out-Phase konfrontiert. Die verpflichtende Voranmeldung wurde umgesetzt und erwies sich als "Flop des Jahres". Die soziale Situation der Studierenden hat sich durch die Kürzungsbeschlüsse von Loipersdorf enorm verschlechtert. Mit Juli 2011 verloren knapp 30.000 Studierende ihre Familienbeihilfe, die Kosten für die Selbstversicherung verdoppelten sich und die Wohnkosten für Studierendenheime stiegen stark an. Auch die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen nimmt immer noch kein Ende. Hinzu kommt eine Chaos-Debatte um Studiengebühren - acht Unis heben Gebühren ein, die Studierende - von uns unterstützt - klagen dagegen, weil das Vorgehen verfassungswidrig ist. Die Liste des bildungspolitischen Versagens lässt sich leider lang weiterführen", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.

Da sieht die Bilanz der derzeitigen ÖH - Exekutive um vieles Erfreulicher aus: "Durch das umfassende Engagement der ÖH wurde einerseits der Alltag der Studierenden erleichtert und andererseits wichtiges Know-How und Expertise in diverse Verhandlungen und Gremien eingebracht. Mit dem Forum Hochschule ist es gelungen, einen allumfassenden Plan für den gesamten Hochschulsektor und für alle an ihm Beteiligten zu schaffen - in nur einem halben Jahr wurde im offenen und partizipativen Prozess gearbeitet und die Vorschläge sind großteils direkt umsetzbar. Weiters wurde es geschafft, den Voranmeldeflop abzuschaffen. Mit der STEOP-Watch haben wir uns genau angesehen, wie es wirklich um die STEOP bestellt ist. Ergebnis: Die Aussage dass die STEOP der Orientierung der StudentInnen dient, ist widerlegt: über 70% finden, dass die STEOP nicht zur Orientierung beigetragen hat. Im Oktober und im Juni gingen tausende Menschen mit uns auf die Straße, um bei den zwei Bildungsaktionstagen gegen die Bildungsmisere zu protestieren. Im Alltag konnten wir durch das umfassende Service- und Beratungsangebot für Studierende (SMS-Erinnerungsservice, Schwarzes Brett, Gütesiegel Praktikum, Studieren Probieren und co.) helfen. Wir haben gezeigt - wir sind ein gutes Team, das hervorragend gemeinsam arbeitet", so Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam.

"So wird es auch im kommenden Jahr weitergehen. Schon jetzt sind viele spannende Projekte geplant. Mit der Publikation "Hochschulen während der NS Zeit" wollen wir gemeinsam mit verschiedenen Hochschulen, Studierendenvertretungen und Instituten eine Aufarbeitung der eigenen Geschichte vorantreiben und diese vor allem vergleichen. Die Studierendensozialerhebung hat in folgendem Punkt großen Handlungsbedarf konstatiert: im Ausbau der psychologischen Studierendenberatung - die Pläne dazu sind bereits auf Schiene und die Vorbereitung laufen. Weiters soll das Thema Fahrrad den Studierenden näher gebracht werden - der Fahrrad Folder soll mit Infos zu gesetzlichen Rahmenbedingungen, Situation von RadlerInnen, Sicherheits- und Reparaturtipps, Bauanleitung, Stadtkarten und co. weiterhelfen. Mit Forum Hochschule wird es ebenfalls weitergehen -viele Spannende Themen wie Internationales, Faculty Modell, sektorale Durchlässigkeit, PädagogInnenbildung, gerechte Teilhabe an Bildung oder Gender Budgeting sehen wir uns noch einmal genauer an. Außerdem können die Studierenden mit einem Ausbau der Studienberatung rechnen:
einerseits im Internet mit der neuen Studienplattform-Seite, aber auch die persönlichen Beratung wird ausgebaut z.B. im Zuge von "studieren probieren", das bald auch bundesweit stattfinden wird", so der Ausblick von Martin Schott vom ÖH Vorsitzteam.

Hier findet sich eine ausführlichere Zwischenbilanz des letzten Jahres:

http://www.oeh.ac.at/fileadmin/user_upload/pdf/Presse/1-Jahr-Zwischen
bilanz.pdf

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Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Sara Scheiflinger, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at; http://www.oeh.ac.at

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