Verleihung des Österreichischen Verkehrssicherheitspreises

Wien (OTS) - Bei der feierlichen Verleihung des Österreichischen Verkehrssicherheitspreises im MuseumsQuartier holten das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) und der Österreichische Gemeindebund engagierte Menschen vor den Vorhang: Die Volksschule Wies, die HTBLuVA Salzburg, die Stadt Villach, die ÖBB Personenverkehr AG und das "Fair & sicher"-Team des ORF Burgenland wurden mit dem "Aquila" ausgezeichnet.

Dass Österreich in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte in der Verkehrssicherheit gemacht hat, ist nicht nur der Verdienst von Institutionen, die sich von Berufswegen damit beschäftigen. Viele Menschen engagieren sich aus eigenem Antrieb und in den unterschiedlichsten Formen für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr. Diese Arbeit ist ein unschätzbarer Beitrag, den das KFV und der Österreichische Gemeindebund seit mittlerweile 41 Jahren mit dem Österreichischen Verkehrssicherheitspreis ehren. Am 27. Juni landete der "Aquila", die Trophäe in Gestalt eines Adlers, bei der Preisverleihung im Wiener MuseumsQuartier in den Händen der glücklichen Gewinner. "Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue über die vielen Ideen und Initiativen, die österreichweit zum Thema Verkehrssicherheit umgesetzt werden", sagt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. "Heuer haben wir viele Einreichungen von Kindergärten und Schulen bekommen. Österreich kann nichts Besseres passieren, als dass sich schon die jüngsten Bürger Gedanken über das gesellschaftlich -und schlussendlich auch wirtschaftlich - wichtige Thema Sicherheit machen und darüber, wie man Unfälle vermeiden kann."

Gewinner Kategorie Kindergärten & Volksschulen: Volksschule Wies

Die Schüler der 4a und 4b der Volksschule Wies (Steiermark) haben viele Ideen - vor allem, wenn es um das Projekt "Sicherer Schulweg" geht. Vorgegangen sind sie dabei wie Profis: Zuerst haben die cleveren Verkehrsdetektive ihr Schulumfeld analysiert. Wie verhalten sich Verkehrsteilnehmer, was machen sie gut und was nicht so gut? Dann haben die Kinder in Gruppenarbeit Lösungen entworfen und sind damit zum Bürgermeister von Wies, der Bezirkshauptmannschaft und der Baubehörde marschiert. Und schließlich haben die tatkräftigen Viertklässler auch noch Holzfiguren, Hinweistafeln, Warnzeichen für Bahnübergänge und Elternhaltestellen gestaltet. Derzeit arbeiten sie an einem Folder und organisieren ein Fest, bei dem ihre Maßnahmen vorgestellt und offiziell in Betrieb genommen werden. Aber den "Aquila" haben sie sich für so viel Eigeninitiative schon jetzt verdient.

Gewinner Kategorie Mittelschulen & Höhere Schulen: HTBLuVA Salzburg

"ALIS" kann im Ernstfall Leben retten. In ihrem Maturaprojekt haben die Absolventen der 5BHELB, Abteilung Elektronik, ein Unfall-, Ortungs- und Informationssystem für den Motorsport entwickelt. Das "Accident Locating and Informing System" (ALIS) wird am Sturzhelm angebracht und erkennt einen Aufprall oder Sturz des Fahrers. Ein kurzes akustisches Signal zeigt, dass das System aktiviert wurde. Ist mit dem Fahrer alles in Ordnung, kann er das System deaktivieren, bevor die Rettungskräfte alarmiert werden. Gibt es keinen Abbruch, sendet ALIS eine SMS mit den Koordinaten des Unfallorts, Informationen zur Art des Kraftfahrzeugs und Personendaten des Fahrers an die eingespeicherte Notrufnummer. Der voll funktionsfähige Prototyp steht bereits zur Verfügung.

Gewinner Kategorie Städte: Stadt Villach

Schutzwege werden ihrem Namen nicht immer gerecht. Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Fahrzeuglenkern und Fußgängern, aber auch verparkte Zebrastreifen, wucherndes Gebüsch, schlechte Bodenmarkierung und Beleuchtung führen zu Unfällen, wo keine passieren sollten. Die Stadt Villach hat 2010 ein eigenes Verkehrssicherheitsprogramm beschlossen und eine der ersten Maßnahmen lautete: Schutzwegüberprüfung und Verbesserung! Bis November 2011 wurden die ersten 100 Schutzwege unter die Lupe genommen, seit Jänner 2012 werden die jeweils notwendigen Maßnahmen umgesetzt, damit Autofahrer die Schutzwege und die Fußgänger darauf besser und vor allem rechtzeitig wahrnehmen.

Gewinner Kategorie Unternehmen & Vereine: ÖBB Personenverkehr AG

Öffis sind ein Verkehrs-Mittel zum Zweck. Viele Menschen wollen rasch und unproblematisch von A nach B kommen, aber manchmal ist das Miteinander in Bus und Bahn nicht so einfach. Die ÖBB Personenverkehr AG startete mit "Brain Train - Fairness am Zug" eine ganz besonders mitreißende Aktion, um Jugendliche über Gefahren, Sicherheit und Zusammenleben in und rund um öffentliche Verkehrsmittel aufzuklären. Brain Train ist eine spannende Quiz- und Gameshow, eine Kombination aus Wissen und Entertainment, zugeschnitten und zielgruppengerecht verpackt für junge Menschen, die oft den Zug oder Bus benützen. 1.800 Schüler wurden im Herbst 2011 in Vorarlberg zur Show eingeladen, nach diesem Testlauf beginnt ab Juni 2012 eine "Österreich-Tournee".

Gewinner Kategorie Medien: Das "fair & sicher"-Team des ORF Burgenland

Für Gabriela Schwarz (Programmchefin des ORF Radio Burgenland), Dr. Gertraud Steinhäusl-Höflinger (Redakteurin) und Mag. Christine Aichner (Marketingleiterin des ORF Burgenland) sind Fairness und Rücksicht im Straßenverkehr schon zu Lebensaufgaben geworden. Die Verkehrssicherheitskampagne "fair & sicher" zählt zu einem Fixpunkt im burgenländischen Jahresablauf. Rund 71 Wochen seines Programms hat der ORF Burgenland seit der ersten Kampagne dieser gemeinsamen Aktion mit dem KFV und dem Verkehrsreferat des Landes Burgenland gewidmet. Oder anders beziffert: 1.300 Radiospots, 650 TV-Spots, Reportagen und Live-Berichte haben bisher die burgenländischen Verkehrsteilnehmer auf das Thema Selbstverantwortung und rücksichtsvolles Verhalten aufmerksam gemacht. Dass diese Aktion jedes Jahr, auch mit Unterstützung prominenter Testimonials, erfolgreich und vor allem wirksam verläuft, ist dem großen Engagement der drei Damen zu verdanken.

Fotos werden nach der Veranstaltung unter folgendem Link zur Verfügung stehen: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3128/

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Pressestelle KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit)
Tel.: 05-77077-1919,
E-Mail: pr@kfv.at, www.kfv.at

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