• 25.06.2012, 11:00:31
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Viel positiver Impact für das Naturhistorische Museum

Spektakulärer Neuankauf des Marsmeteoriten TISSINT als Vorgeschmack für die Wiedereröffnung des Meteoritensaals im November des Jahres

Bundesministerin Dr. Claudia Schmied und Generaldirektor Univ. Prof. Dr. Christian Köberl mit dem neuen Marsmeteoriten Tissint des Naturhistorischen Museums

Wien (OTS) - Vor einer geheimnisvoll verhüllten Vitrine
präsentierten Generaldirektor Univ. Prof. Dr. Christian Köberl, im
Juni genau zwei Jahre im Naturhistorischen Museum Wien im Amt,
gemeinsam mit Kulturministerin Dr. Claudia Schmied die Pläne zur
Generalsanierung des Meteoritensaals. Der Meteoritensaal (Saal V) mit
der Wiener Meteoritensammlung, weltweit die älteste ihrer Art, ist
das "Lieblingsprojekt" des Impact-Forschers, der auch Einschläge
(engl. Impacts) von Meteoriten universitär erforscht.

"Mit der Aufnahme dieses spektakulären Stücks Marsgestein in die
Sammlung des Naturhistorischen Museums, wird diese um ein absolutes
Highlight bereichert", betone Generaldirektor Univ. Prof. Dr.
Christian Köberl in seiner Rede und erklärte, dass "der Bedeutung der
Meteoriten für das Verständnis der Entstehung und Entwicklung der
Erde und des Sonnensystems im neuen Meteoritensaal gebührend Raum
geboten werden wird, mit der Zielsetzung, geowissenschaftliche Themen
speziell für junge Menschen erlebbar zu machen."

Bedeutender Zuwachs für die Sammlung Österreich

"Viel frischer Wind und positiver "Impact" also, für das
traditionsreiche Haus", freute sich Kulturministerin Dr. Claudia
Schmied über "die gelungenen Neuerungen und positiven Effekte". "Es
ist ein freudiger Tag für das Naturhistorische Museum und die
Republik Österreich. Mit dem Ankauf des Marsmeteoriten feiern wir
einen bedeutenden Zuwachs für die Sammlung Österreich. Infolge des
großzügigen Nachlasses des Ehepaars Ermann an unser Naturhistorisches
Museum wurde es möglich, den "Boten aus dem All" nach Wien zu bringen
und ein zentrales Objekt für den im Herbst neu zu eröffnenden
Meteoritensaal zu erwerben. Kooperationen zwischen privater und
öffentlicher Hand sind zentral für erfolgreiche Museen des 21.
Jahrhunderts. Das Naturhistorische Museum geht diesen Weg
beispielgebend, ist mit seinen Aufgaben Sammeln, Bewahren,
Dokumentieren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln ein zeitgemäß
ausgerichtetes Museum. Besonders freue ich mich, dass immer mehr
Kinder und Jugendliche ins Museum kommen. Seit Einführung des Freien
Eintritts wurde das Naturhistorische Museum von über 555.000 jungen
Menschen unter 19 besucht. Mein Kompliment gilt Generaldirektor
Christian Köberl und seinem Team ", so Kulturministerin Dr. Claudia
Schmied anlässlich der heutigen Pressekonferenz.

Generalsanierung und Neuaufstellung des Meteoritensaals

Seit Jänner 2012 ist der Meteoritensaal des NHM für Besucherinnen
und Besucher geschlossen. Umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen
sind notwendig geworden, da die viele Jahrzehnte alte Aufstellung
nicht mehr den heutigen Ansprüchen hinsichtlich Wissensvermittlung
und thematischer Aufbereitung entsprach. Auch die adäquate
Präsentation neuerer Forschungsergebnisse aus dem Gebiet der
wissenschaftlichen Meteoritenkunde war nicht mehr gegeben. In
Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro "spurwien" und der Firma
"checkpointmedia Multimediaproduktionen AG" sowie den
Wissenschafterinnen und Wissenschaftern des Hauses unter der Leitung
von Dr. Franz Brandstätter, Direktor der
Mineralogisch-Petrographischen Abteilung und Kurator der
Meteoritensammlung, wurde ein Konzept für neue Themenstationen
erarbeitet, das planmäßig bis zur Wiedereröffnung am 13. November
2012 realisiert werden wird.

Marsmeteorit TISSINT - spektakulärer Neuankauf

Als kleinen Vorgeschmack vor der Fertigstellung enthüllte
Kulturministerin Dr. Claudia Schmied gemeinsam mit Generaldirektor
Christian Köberl einen spektakulären Neuankauf für die einzigartigen
Bestände des NHM: Nach dem Erscheinen eines hellen Feuerballs fielen
am 18. Juli 2011 in einem Tal im Süden von Marokko mehrere Steine vom
Himmel. Tissint, ein kleiner Ort ca. 40 km vom Fallgebiet, ist der
Namensgeber für dieses ungewöhnliche und wertvolle Objekt. Es ist der
fünfte, durch Augenzeugen belegte Fall eines Marsmeteoriten und der
zweitgrößte bezüglich der aufgesammelten Gesamtmasse und ab sofort
ist er nach seiner langen Reise im Naturhistorischen Museum gelandet!

Möglich wurde dieser bedeutende Neuankauf für das Haus durch
Mittel aus der Erbschaft nach Oskar Ermann, dem wohl größten Mäzen
des Naturhistorischen Museums Wien.

Kulturministerin Dr. Claudia Schmied zeigte sich erfreut über den
eingeschlagenen Weg der Geschäftsführung Christian Köberl und Herbert
Kritscher (Vizedirektor und wirtschaftlicher Geschäftsführer), die
das Haus gemeinsam sanft sanieren und in den letzten zwei Jahren
verstärkt Schwerpunkte auf das Forschen, Vermitteln und Präsentieren
legen.

Steigende Besuchszahlen, dichtes Vermittlungsprogramm für
Kinder und Jugendliche

Seit Amtsantritt der Generaldirektion steigerten sich die
Besuchszahlen von rund 390.000 auf 550.000 Gäste. Die von
Kulturministerin Dr. Claudia Schmied mit Jänner 2012 eingeführte
Initiative freier Eintritt für unter 19 wird gerade im
Naturhistorischen Museum besonders gut von Schulgruppen, aber auch
Kindern und Jugendlichen in Begleitung ihrer Familien angenommen.
Dennoch soll vor allem das junge Publikum noch verstärkt angesprochen
werden. Exakt zum Schulschluss präsentierte Christian Köberl ein
dichtes Vermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche im Haus am
Maria Theresien-Platz, aber auch zwei Tage der offenen Tür unter dem
Titel "Archäologie am Berg" am 18./19. August in der Außenstelle des
NHM in Hallstatt im Salzkammergut. Wissenschafterinnen und
Wissenschafter werden einmal mehr ihre Forschungsarbeiten in
interaktiven Stationen einem großen Publikum vorstellen und dabei
7.000 Jahre Geschichte einer Landschaft lebendig machen.

Die von Christian Köberl initiierte, sehr erfolgreiche
Ausstellungschiene mit der Verbindung von Naturwissenschaften und
Kunst wird auch im Herbst prolongiert. Die Kooperation des NHM mit
Eyes On Monat der Fotografie Wien wird wieder aufgenommen mit einer
Schau mit dem Titel "Klaus Pichler. Skeletons in the closet", die ab
15. November zu sehen sein wird.

Für Jänner 2013 ist die Neueinrichtung und Wiedereröffnung der
Anthropologie-Schausäle (Säle XIV und XV) mit dem Thema "Evolution
des Menschen" geplant.

Rückfragehinweis:

Mag. Irina Kubadinow 
   Leitung Kommunikation & Medien
   Pressesprecherin 
   Tel.: ++ 43 (1) 521 77 DW 410 
   Mobil: 0664 415 28 55
   [email protected]
   
   Mag. Verena Randolf
   Pressereferentin
   Tel.: ++ 43 (1) 521 77 DW 411
   [email protected]

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