- 21.06.2012, 14:58:54
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Hernstein Report: In der Vielfalt liegt die Kraft
Wien (OTS) - "Es braucht entsprechende Organisationslogiken, um
auf die vielfältigen Anforderungen, vor denen Unternehmen heute
stehen, angemessen zu reagieren", erklärt Hernstein Institutsleiterin
Katharina Lichtmannegger. Laut dem aktuellen Hernstein Management
Report bei dem 300 Führungskräfte aus Österreich, Deutschland und der
Schweiz zum Thema Organisationsstrukturen befragt wurden, sind noch
immer Stabs- und Linienstrukturen die häufigste Organisationsform in
Unternehmen ab 100 Mitarbeitern.
In Österreich ist die Hälfte der Großunternehmen als
Stabs-/Linienorganisation organisiert, andere Organisationsformen
rücken klar in den Hintergrund. In Deutschland fällt auf, dass neben
den Stabs- und Linienorganisationen vor allem Matrixorganisationen
mit 41% stark verbreitet sind, danach folgen mit 36% bereits
Projektorganisationen. Am seltensten sind Netzwerkorganisationen in
den Unternehmen anzutreffen.
Flexible Lösungen für Organisationen
"Stabs- und Linienorganisationen sind hierarchisch und klar
organisiert. Kommunikation verläuft von oben nach unten. Um auf
veränderte Rahmen- und Marktbedingungen zu reagieren, braucht es aber
flexiblere Lösungen", ist die Hernstein Institutsleiterin überzeugt.
70% der deutschen Unternehmen und jeweils 49 Prozent der Unternehmen
in Österreich und der Schweiz setzen dazu Projektteams aus
unterschiedlichen Funktionsbereichen ein. Die so entstandene
Interdisziplinarität soll helfen mit den komplexer werdenden
Marktbedingungen umgehen zu können.
Obwohl Netzwerkstrukturen als Organisationsform in den Unternehmen
kaum Einsatz finden, versuchen immerhin 50% aller befragten
Unternehmen durch die Bildung von Netzwerken auf die veränderten
Rahmenbedingungen zu reagieren.
Aber auch das Etablieren von Management- und Strategieteams (Ö:
50%, D: 42%, CH, 31%) sind beliebte Lösungen, um auf die zunehmende
Komplexität zu reagieren.
Immerhin 18% der österreichischen Führungskräfte geben an, dass in
ihrem Unternehmen lediglich der Druck auf die einzelnen
Führungskräfte erhöht wird, jedoch keine organisationalen bzw.
strukturellen Veränderungen durchgeführt werden. (D: 8%, CH: 12%)
Verhandlung an den Schnittstellen
Klärungsbedarf scheint es bei den Vorrangregeln an den
Schnittstellen zu geben. Nur 37% der befragten Führungskräfte sehen
die Vorgaben als sehr klar definiert an, 48% als eher klar.
"Für Führungskräfte bedeutet es, dass sie mehr Zeit für Verhandlungen
und Kommunikation aufwenden müssen. Gleichzeitig bedeutet das auch,
dass wenn man weiß, mit wem man was zu verhandeln hat, neue Wege und
Lösungen finden kann und auch seinen Handlungsspielraum ausweiten
kann", ist Hernstein Leiterin Katharina Lichtmannegger überzeugt.
Hernstein Management Report
Der Hernstein Management Report ist eine jährlich durchgeführte
Studie zu aktuellen Leadership- und Managementtrends. Die Abwicklung
und Auswertung der Studie erfolgt durch OGM Österreichische
Gesellschaft für Marketing, Wien.
Befragt wurden insgesamt 302 Führungskräfte von Großbetrieben aus
Österreich, Deutschland und der Schweiz (ab 100 Beschäftigten). Pro
Land fand jeweils ein Drittel der Interviews statt.
Rückfragehinweis:
Mag. Daniela Kaser, MAS
PR & Marktforschung
Hernstein Institut für Management und Leadership
Tel.: 01/514 50-5633
mailto:[email protected]
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