• 20.06.2012, 16:19:35
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Gigaliner schaden Österreichs Güterverkehr

Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße kontraproduktiv

Wien (OTS) - Die Diskussion um die Zulassung von Gigalinern im
grenzüberschreitenden Güterverkehr ist in Brüssel erneut entflammt.
Der Einsatz von Gigalinern würde zu einer Verschlechterung der
Verkehrssituation in Österreich führen. Neben den negativen
Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit in Österreich und Europa
würde mit der Zulassung der Gigaliner die Umwelt zusätzlich belastet
werden. Außerdem würde das eine massive Rückverlagerung von der
Schiene auf die Straße verursachen, wodurch zusätzliche
Milliardeninvestitionen für Adaptierungen der Straßen- und
Schieneninfrastruktur auf die Österreicherinnen und Österreicher
zukommen würden.

"Die umweltfreundliche Beförderung von Gütern muss weiterhin forciert
werden. Eine Zulassung der Gigaliner im grenzüberschreitenden Verkehr
würde den von der Europäischen Kommission im Weißbuch Verkehr 2011
vorgegebenen Ziele widersprechen und die Verlagerungsziele zu
umweltfreundlichen Verkehrsträgern konterkarieren", so Andreas Fuchs,
Vorstandsdirektor Rail Cargo Austria.

Massive Einbrüche im Schienengüterverkehr

Die Studie der Community of European Railway and Infrastructure
Companies (CER) legt eindeutig die negativen Auswirkungen der
Einführung des Gigaliners auf den europäischen Schienengüterverkehr
dar. Es käme sowohl im unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV) aber
besonders im ohnehin unter enormen wirtschaftlichen Druck stehenden
Einzelwagenverkehr zu Rückverlagerungen auf die Straße. Das Ausmaß
dieser Abwärtsspirale könnte zu einem vollkommenen oder partiellen
Zusammenbruch der Märkte für den Einzelwagenverkehr führen! Die
Folgen für die österreichische und damit auch der europäischen
Wirtschaft und der Bevölkerung sind kaum abzusehen.

Österreich muss Modal Split Vorreiter-Rolle beibehalten

Österreich nimmt bereits heute eine Vorreiter-Rolle in Europa ein und
liegt mit rund 30 % Modal Split an der Spitze der EU-Mitgliedsländer.
Eine grenzüberschreitende europaweite Zulassung der Gigaliner hätte
Auswirkung auf das gesamte Transportsystem in Österreich. Ein
massiver Rückgang des Transportaufkommens und der Transportleistung
auf der Schiene im ohnehin wirtschaftlich schwierigen
Einzelwagenverkehr und auch im Kombinierten Verkehr ist zu befürchten
somit auch eine weitreichende Auswirkung auf CO2-Emissionen. Dadurch
ist Österreichs Spitzenposition beim Modal Split gefährdet.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Die ÖBB gehören zu den pünktlichsten Bahnen Europas und
bieten ihren Kunden die höchste Pünktlichkeit in der EU. Mit
konzernweit rd. 40.800 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (davon
37.050 in Österreich, 3.750 im Ausland, zusätzlich 1.750 Lehrlinge)
und Gesamterträgen von rd. 6,25 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein
wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Strategische
Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Hinweis zur CER- Studie
Die Studie zu den Auswirkungen von Lang-LKW auf den Kombinierten
Verkehr und den Einzelwagen-Schienengüterverkehr steht unter
http://www.cer.be/publications/studies als Zusammenfassung in
englischer und deutscher Fassung sowie in englischer Langfassung zur
Verfügung.

Rückfragehinweis:
ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation
Sonja Horner
Pressesprecherin
Tel.: 01 93000-44087, Mobil: 0664 6170809
mailto:[email protected]

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