Tragischer LKW-Unfall auf der A 2: Resolution an BM Bures

LH Dörfler: Aktualisierung der Leitschienensysteme bereits 2010 gefordert - Aktueller Unfall hätte möglicherweise verhindert werden können

Klagenfurt (OTS/LPD) - Der tödliche Unfall eines LKW-Fahrers gestern, Montag, bei dem dieser auf der Südautobahn die Leitschiene durchbrach und 15 Meter von einer Brücke abstürzte, veranlasste Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler in der heutigen Sitzung der Kärntner Landesregierung erneut dazu, eine dringliche Resolution an Verkehrsministerin Doris Bures zu richten.

"Ich habe bereits am 28. September 2010 eine Resolution an Bundesministerin Bures als oberste Verkehrssicherheitsbehörde und Eigentümervertreterin der Asfinag eingebracht, die bestehenden Absicherungssysteme zu modernisieren. Unsere Resolution und Forderung nach einer Erneuerung der Sicherheitssysteme und der Erreichung einer Rückhaltesicherheit H 2 bis H 4 wurde aber ignoriert, weshalb ich meine Forderung in der heutigen dringlichen Resolution erneuert habe. Möglicherweise hätte nämlich der gestern stattgefundene tödliche Unfall durch dieses Sicherheitssystem verhindert werden können", erklärt Dörfler.

Es müssten sofort sicherheitstechnische Maßnahmen eingeleitet werden - in einem ersten Schritt zumindest auf Autobahnbrücken und danach folgend auf allen Autobahnen. "Wenn es um Menschenleben geht, darf es keine Verzögerung bei Sicherheitsmaßnahmen geben", so Dörfler.

Die dringliche Resolution im Wortlaut:
Die Sicherheit im höchstrangigen Straßennetz ist aufgrund der bestehenden Transitrouten auf der A2 Südautobahn, A10 Tauernautobahn und A11 Karawankenautobahn ein wichtiger Bestandteil der verkehrspolitischen Maßnahmen in Österreich. Dennoch ereignen sich immer wieder Unfälle, die nicht auf Verschulden eines Autofahrers zurückzuführen sind, sondern ihre Ursache aufgrund des Bestandes von älteren Rückhaltesystemen auf Autobahnen haben. So ereignete sich am 18. Juni 2012 auf der A2 Südautobahn im Raum Granitztal ein tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang, bei dem ein LKW die Leitschienen durchstieß und 15 m von einer Brücke abstürzte.

Es ist festzuhalten, dass die ASFINAG im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr Innovation und Technologie in den letzten Jahren zwar teilweise alte Leitschienensysteme ausgetauscht hat. Dieser Austausch erfolgte jedoch noch nicht flächendeckend. Es ist daher jederzeit möglich, dass
- auf Autobahnteilstücken mit älteren Rand- bzw. Mittelstreifensicherungen durch Leitschienen, wie sie auf der A 2 Südautobahn und der A 11 Karawankenautobahn noch bestehen, ein Unfall aufgrund des Durchbrechens der Leitschienen von LKW sich jederzeit wieder ereignen könnte und
- Unfälle dieser Art mit tödlichem Ausgang sich durch einen Austausch der Leitschienen analog dem erfolgten Austausch auf der A10 Tauernautobahn und der Erreichung einer Rückhaltesicherheit H 2 bis H 4 verhindern hätten werden können.

Die Kärntner Landesregierung fordert daher Frau Bundesministerin Doris Bures sowohl als oberste Verkehrssicherheitsbehörde wie auch als Eigentümervertreterin der ASFINAG auf,
- umgehend die bestehenden Absicherungen vor allem auf Autobahnbrücken zu überprüfen und jene Absicherungssysteme, welche nicht dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, auszutauschen
und
- alle Absicherungssystem auf Autobahnen (Freilandbereich) auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen um die Verkehrssicherheit flächendeckend zu verbessern und Menschenleben zu schützen.

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