- 19.06.2012, 11:04:47
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Tragischer LKW-Unfall auf der A 2: Resolution an BM Bures
LH Dörfler: Aktualisierung der Leitschienensysteme bereits 2010 gefordert - Aktueller Unfall hätte möglicherweise verhindert werden können
Klagenfurt (OTS/LPD) - Der tödliche Unfall eines LKW-Fahrers
gestern, Montag, bei dem dieser auf der Südautobahn die Leitschiene
durchbrach und 15 Meter von einer Brücke abstürzte, veranlasste
Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler in der heutigen
Sitzung der Kärntner Landesregierung erneut dazu, eine dringliche
Resolution an Verkehrsministerin Doris Bures zu richten.
"Ich habe bereits am 28. September 2010 eine Resolution an
Bundesministerin Bures als oberste Verkehrssicherheitsbehörde und
Eigentümervertreterin der Asfinag eingebracht, die bestehenden
Absicherungssysteme zu modernisieren. Unsere Resolution und Forderung
nach einer Erneuerung der Sicherheitssysteme und der Erreichung einer
Rückhaltesicherheit H 2 bis H 4 wurde aber ignoriert, weshalb ich
meine Forderung in der heutigen dringlichen Resolution erneuert habe.
Möglicherweise hätte nämlich der gestern stattgefundene tödliche
Unfall durch dieses Sicherheitssystem verhindert werden können",
erklärt Dörfler.
Es müssten sofort sicherheitstechnische Maßnahmen eingeleitet werden
- in einem ersten Schritt zumindest auf Autobahnbrücken und danach
folgend auf allen Autobahnen. "Wenn es um Menschenleben geht, darf es
keine Verzögerung bei Sicherheitsmaßnahmen geben", so Dörfler.
Die dringliche Resolution im Wortlaut:
Die Sicherheit im höchstrangigen Straßennetz ist aufgrund der
bestehenden Transitrouten auf der A2 Südautobahn, A10 Tauernautobahn
und A11 Karawankenautobahn ein wichtiger Bestandteil der
verkehrspolitischen Maßnahmen in Österreich. Dennoch ereignen sich
immer wieder Unfälle, die nicht auf Verschulden eines Autofahrers
zurückzuführen sind, sondern ihre Ursache aufgrund des Bestandes von
älteren Rückhaltesystemen auf Autobahnen haben. So ereignete sich am
18. Juni 2012 auf der A2 Südautobahn im Raum Granitztal ein
tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang, bei dem ein LKW die
Leitschienen durchstieß und 15 m von einer Brücke abstürzte.
Es ist festzuhalten, dass die ASFINAG im Auftrag des
Bundesministeriums für Verkehr Innovation und Technologie in den
letzten Jahren zwar teilweise alte Leitschienensysteme ausgetauscht
hat. Dieser Austausch erfolgte jedoch noch nicht flächendeckend. Es
ist daher jederzeit möglich, dass
- auf Autobahnteilstücken mit älteren Rand- bzw.
Mittelstreifensicherungen durch Leitschienen, wie sie auf der A 2
Südautobahn und der A 11 Karawankenautobahn noch bestehen, ein Unfall
aufgrund des Durchbrechens der Leitschienen von LKW sich jederzeit
wieder ereignen könnte und
- Unfälle dieser Art mit tödlichem Ausgang sich durch einen
Austausch der Leitschienen analog dem erfolgten Austausch auf der A10
Tauernautobahn und der Erreichung einer Rückhaltesicherheit H 2 bis H
4 verhindern hätten werden können.
Die Kärntner Landesregierung fordert daher Frau Bundesministerin
Doris Bures sowohl als oberste Verkehrssicherheitsbehörde wie auch
als Eigentümervertreterin der ASFINAG auf,
- umgehend die bestehenden Absicherungen vor allem auf
Autobahnbrücken zu überprüfen und jene Absicherungssysteme, welche
nicht dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, auszutauschen
und
- alle Absicherungssystem auf Autobahnen (Freilandbereich) auf den
aktuellen Stand der Technik zu bringen um die Verkehrssicherheit
flächendeckend zu verbessern und Menschenleben zu schützen.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at
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