- 19.06.2012, 10:53:02
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Hautkrebsvorsorge: "25 Jahre Sonne ohne Reue"
Die erfolgreiche Vorsorge-Kampagne feierte am 18.06. Jubiläum.
Wien (OTS) - Zum 25. Mal startete dieses Frühjahr die Kampagne
"Sonne ohne Reue", die österreichweite Initiative gegen Hautkrebs.
Die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft
für Dermatologie luden aus diesem Anlass gestern Wegbegleiter der
Aktion zu einem gemeinsamen Austausch in das Hotel "Das Triest" ein.
Anlässlich des 25 Jahr Jubiläums der Kampagne "Sonne ohne Reue"
luden die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische
Gesellschaft für Dermatologie VertreterInnen der Presse, politische
MeinungsträgerInnen und UnterstützerInnen der Aktion "Sonne ohne
Reue" im sommerlichen Rahmen des Innenhofes eines Wiener
Design-Hotels zu einem Brunch. Die Veranstaltung war sehr gut besucht
(u.a. Christine Marek, Maria Rauch Kallat, Andrea Kdolsky, Andrea
Händler, Nicole Beutler, Amina Dagi, Uschi Fellner, Josef Probst) und
war ein voller Erfolg. Es wurden die bisherigen Meilensteine der
erfolgreichen Aktion gewürdigt und ein Ausblick auf die möglichen
Schwerpunkte der nächsten Jahre getätigt (Bilder und weitere
Informationen zur Veranstaltung können unter 01/796 64 50-18
angefordert werden).
"Wir können wirklich zufrieden sein", resümiert Univ.-Prof. Dr.
Hubert Pehamberger, Vorstandsmitglied der Österreichischen
Gesellschaft für Dermatologie. "1988, als der stetige Anstieg von
Hauttumoren nicht mehr zu übersehen war, startete die Österreichische
Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie gemeinsam mit der
Österreichischen Krebshilfe die Informationskampagne 'Sonne ohne
Reue'. Durch Achtsamkeit und Früherkennung überleben heute vier von
fünf Patientinnen und Patienten selbst die gefährlichste Variante von
Hautkrebs, das Maligne Melanom. "
Unter dem Markenzeichen "Sonne ohne Reue" laufen seither jedes
Frühjahr Vorsorgeaktionen, um den Österreicherinnen und Österreichern
Sonnenschäden als eine der wesentlichsten Ursachen für Hautkrebs
bewusster zu machen und um zu Achtsamkeit und Vorsorge anzuregen. Mit
durchschlagendem Erfolg: Obwohl die Krankheitszahlen- weltweit und in
Österreich - weiter ansteigen, konnten die Heilungsraten
eindrucksvoll verbessert werden. Selbst das maligne Melanom, die
tödlichste Form von Hautkrebs, überleben hierzulande heute 80 Prozent
der Betroffenen. Vor allem weil sie frühzeitig zur Untersuchung
kommen und der Tumor daher meist schon in einem Stadium entdeckt
wird, wo er restlos entfernt werden kann.
Zu den Risikofaktoren zählen nicht nur der Hauttyp (heller Hauttyp
I und II, verbunden mit der Neigung zum Sonnenbrand) sondern auch die
Zahl der Muttermale bzw. atypische Risikomuttermale, genetische
Belastungen (d.h. ein Melanom in der Familie oder in der
Eigenanamnese) sowie längere Aufenthalte im Freien oder in südlichen
Regionen. Eine besonders gefährdete Lebensphase für den Erwerb eines
Melanoms stellt die Kindheit dar. "Hier sind spezielle Maßnahmen
notwendig", betont Krebshilfe-Präsident Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda,
"die Österreichische Krebshilfe führt daher seit Jahren pädagogische
Aufklärung zum richtigen Umgang mit der Sonne an österreichischen
Schulen und Kindergärten durch. Auch heuer werden mit dieser Aktion
wieder rund 15.000 Kinder über den richtigen Umgang mit der Sonne
informiert."
Fortschritte in der Therapie von Hautkrebs: In der Behandlung und
Therapie von Hautkrebs hat es in den vergangenen Jahren große
Fortschritte gegeben. Früherkennung und rechtzeitige Entfernung des
Hauttumors durch den Dermatochirurgen ist nach wie vor die Therapie
der Wahl. Ist es dennoch zur Tochterabsiedelung / Metastasierung
gekommen, dann war bis vor kurzem die Prognose schlecht und die
Metastasen in ihrem Wachstum kaum aufhaltbar.
In den letzten 3 Jahren hat sich jedoch in der systemischen
Therapie des Melanom aber auch des Basalzellkarzinom mehr getan als
in den letzten 30 Jahren davor. Es stehen heute wirksame
Immuntherapien und zielgerichtete ("targeted") Therapie zur
Verfügung, die die Weiterentwicklung in Richtung individueller
personalisierter Medizin gestatten. Wir können heute bestimmte
Strukturen an der Tumorzelle derart beeinflussen, dass das
unkontrollierte Zellwachstum unterbrochen wird. Die bereits im Handel
befindliche Substanz "Vemurafenib" hemmt die mutierte BRAF-Kinase in
der Signaltransduktion der Melanomzelle und verhindert dadurch,
allerdings nur bei Patienten die diese Mutation haben, das Wachstum.
Auf unspezifisch jedoch wirksame immunologische Art erhöht ein
Antikörper - "Ipilimumab" - die Wirkung von immunologischen
Effektorzellen durch Blockade deren Hemmung und führt so zu einer
stärkeren T-Zell-Immunantwort gegen den Tumor und einer Hemmung des
Wachstums. Beide Substanzen führen nachgewiesen in großen
internationalen Studien zu einer Verlängerung des Überlebens bei
Patienten mit metastasierendem Melanom und sind in Österreich
zugelassen.
Das Basalzellkarzinom, meist ein eher harmloser Tumor, kann jedoch
äußerst aggressiv und destruktiv wachsen und war in derartigen Phasen
unbehandel- und unbeeinflussbar. Die zielgerichtete Therapie mit dem
Hedge-Hog-Inhibitor "Vismogenib" hat erstaunliche therapeutische
Erfolge gezeigt.
Klinische Studien mit neuen Substanzen bzw. Kombinationen wurden
kürzlich in Chicago beim jährlichen amerikanischen Onkologie-Kongress
gezeigt und versprechen, insbesondere als "KOMBO" noch bessere
Resultate.
Aktionen der Österreichischen Österreichische Krebshilfe und
der Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie im
Jubiläumsjahr 2012 waren:
07.05.2012 Euro Melanoma Day
Der Europäische Melanomtag ist ein europaweites Präventionsprojekt
und weist auf die Wichtigkeit der Früherkennungsmaßnahmen bei der
Hautkrebsvorsorge hin.
15.05.2012 Hautscreening im Österreichischen Parlament
Um das Bewusstsein für die Bedeutung der Hautkrebsvorsorge zu
schärfen und auch auf nationaler Ebene auf die Wichtigkeit
regelmäßiger Vorsorge hinzuweisen, gab es auf Einladung von Frau
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer an diesem Tag das Angebot des
Hautscreenings für Abgeordnete und ParlamentsmitarbeiterInnen.
26.05.2012 Guinness Weltrekordversuch presented by Daylong
Sonnenschutz!
Das internationale Beachvolleyballturnier in Baden zählt zu den
wichtigsten Sportveranstaltungen Österreichs. Beim heurigen Turnier
wurde der neue Weltrekord im Massen-Eincremen gestellt: Über 900
Personen, die sich gleichzeitig mit Sonnencreme einschmierten, nahmen
daran teil.
18.06.2012 Brunch "25 Jahre Sonne ohne Reue"
Im sommerlichen Rahmen des Innenhofes eines Wiener Design-Hotels
luden die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische
Gesellschaft für Dermatologie VertreterInnen der Presse, politische
MeinungsträgerInnen und UnterstützerInnen der Aktion "Sonne ohne
Reue" zu einem gemeinsamen Austausch ein. Es wurden die bisherigen
Meilensteine der erfolgreichen Aktion gewürdigt und ein Ausblick auf
die möglichen Schwerpunkte der nächsten Jahre getätigt.
Informationen: Auf der Homepage der Österreichischen Krebshilfe
www.sonneohnereue.at Internetsonnenplattform gibt es ausführliche
Informationen zur Vorsorge und Früherkennung von Hautkrebs und die
Dermatologen Suchmaschine der Österreichischen Krebshilfe bieten
Interessierten und PatientInnen einen Überblick über alle
praktizierenden DermatologInnen Österreichs. Die Krebshilfe-Broschüre
"Sonne ohne Reue" ist kostenlos unter [email protected] oder
01/7966450 bzw. zum Download auf www.krebshilfe.net erhältlich.
Rückfragehinweis:
Österreichische Krebshilfe:
Präsident: Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda
Wolfengasse 4, 1010 Wien
Tel. 01/7966450, Fax: 01/7966450-9
E-Mail: [email protected], www.krebshilfe.net
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