- 18.06.2012, 09:48:33
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Küberl zu Rio+20: "Ernährungssicherheit ganz oben auf die Agenda"
Caritas-Chef appelliert an Berlakovic und Waldner, sich auf der UN-Konferenz für Maßnahmen zur Ernährungssicherheit und damit für eine Zukunft ohne Hunger einzusetzen
Wien (OTS) - Anlässlich des Rio+20-Gipfels der Vereinten
Nationen, die von 20. bis 22.Juni in Rio de Janeiro stattfindet,
appelliert Caritas-Präsident Franz Küberl an die
Österreich-Vertreter, allen voran Bundesminister Berlakovic und
Staatssekretär Waldner, sich für das Recht auf Nahrung und damit eine
Zukunft ohne Hunger stark zu machen: "Ich bitte Sie, alles dafür zu
tun, dass das Menschenrecht auf Nahrung endlich Realität wird,
Spekulationen auf Nahrungsmittel und Landgrabbing aufhören, die
weltweite Wirtschaft auf Nachhaltigkeit und Fairness ausgerichtet
wird und nicht zuletzt verbindliche Maßnahmen zur Eindämmung des
Klimawandels beschlossen werden", so Küberl: "Ernährungssicherheit
muss ganz oben auf die Agenda". Für die Zeit nach Ablauf der
Millenniumsentwicklungsziele (2015) müsse sich die internationale
Staatengemeinschaft zudem auf Nachfolgeziele verständigen die den
Kampf gegen den Hunger in den Mittelpunkt stellen", ist der
Caritas-Präsident überzeugt.
Der offizielle "Rio+20"-Gipfel findet von 20. bis 22. Juni statt.
Bundesminister Nikolaus Berlakovic leitet die Österreich-Delegation
in Rio, der für Entwicklungsfragen zuständige Staatsekretär Wolfgang
Waldner ist bei den Vorverhandlungen anwesend.
Insgesamt treffen einander in Rio Regierungschefs und Zehntausende
VertreterInnen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um neue Wege für
eine nachhaltige Entwicklung zu beschreiten sowie Strategien zu
definieren, wie Armut reduziert und soziales Gleichheit und der
Schutz der Natur und ihrer Ressourcen erreicht werden kann. Auch das
internationale Caritas-Netzwerk nimmt an der Konferenz aktiv teil und
macht den Kampf gegen den Hunger zur Priorität. Gerechtigkeit,
Gleichheit, ökologische Nachhaltigkeit und gemeinsame Verantwortung
sind wesentliche Eckpfeiler dafür.
Küberl: "Schon bei der ersten UN-Konferenz in Rio vor 20 Jahren
wurde betont, dass alle Menschen das Recht auf ein gesundes und
produktives Leben im Einklang mit der Natur haben. Für hungernde
Menschen ist kein gesundes und produktives Leben möglich. Angesichts
der Tatsache, dass nach wie vor 925 Millionen Menschen an Hunger
leiden und jeden Tag 7000 Kinder an den Folgen von Hunger und
Unterernährung sterben muss das Ziel einer Zukunft ohne Hunger,
oberstes Priorität der politischen EntscheidungsträgerInnen werden.
Es wäre ein dramatisches Versagen globaler Politik, wenn die
Konferenz in Rio nicht dafür genutzt würde."
Rückfragehinweis:
Caritas Österreich
Mag. Silke Ruprechtsberger
Tel.: 01/488 31/417 oder: 0664/82 66 909
www.caritas.at
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