- 15.06.2012, 18:27:13
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LH Dörfler: Kärnten verliert einen großen Architekturkünstler
Stararchitekt Günther Domenig gestorben
Klagenfurt (OTS/LPD) - Tief betroffen zeigte sich heute, Freitag,
Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler über den Tod des
Stararchitekten Günther Domenig, mit dem ihn in den letzten Jahren
eine sehr gute Freundschaft verbunden habe. Domenig ist heute
77-jährig in Graz gestorben.
"Kärnten verliert einen großen Architekturkünstler, Günther
Domenig war ein prägender Lehrender, aber noch viel mehr hat er durch
seine außergewöhnliche Architektur besondere Bauwerke geschaffen und
inszeniert", so der Kärntner Landeshauptmann. "Meine Freundschaft zu
Günther Domenig war geprägt von vielen Gesprächen und Diskussionen
über Architektur, Kunst und sogar Straßenbrückenkonstruktionen. So
haben wir gemeinsam die Jörg Haider-Brücke besucht, die er als
elegante Kunstbrücke bezeichnet hat", berichtete Dörfler.
Geboren wurde Günther Domenig am 6. Juli 1934 in Klagenfurt, er
wuchs im Mölltal und der Landeshauptstadt auf. Nach der Matura 1952
wechselte er in die Steiermark und begann mit dem Architekturstudium
an der Technischen Universität Graz, das er 1959 abschloss. Von 1963
bis 1973 arbeitete er mit Eilfried Huth zusammen, gemeinsam gewannen
sie den Wettbewerb für die Grazer PÄDAK. International Furore machte
Domenig mit seinen Entwürfen für die Olympischen Spiele 1972 in
München. Ab 1973 arbeitete er selbstständig und betrieb
Architekturbüros in Klagenfurt, Graz und Wien. 1980 wurde er als
Professor ans Institut für Gebäudelehre, Wohnbau und Entwerfen der TU
Graz berufen.
Zu seinen wichtigsten Arbeiten im Bereich der Architektur zählen
unter anderen die Pädagogische Akademie in Graz (1963-1969), das
Kirchenzentrum Oberwart (1965-1969), das Forschungs- und
Rechenzentrum Leoben (1970-1973), das Restaurant Nord für die
Olympischen Spiele in München (1970-1972), die Erweiterung der TU
Graz (1984) sowie das Zentralsparkassengebäude in der Wiener
Favoritenstraße (1986). Er gestaltete die Kärntner Landesausstellung
"Grubenhunt & Ofensau" 1995 in Hüttenberg oder den neuen Verwaltungs-
und Werkstättentrakt des Stadttheaters Klagenfurt (1995-1998).
Vielfach preisgekrönt ist das T-Center in Erdberg, auch das
Dokumentationszentrum in Nürnberg trägt seine Handschrift. Sein Opus
magnum ist das Steinhaus, mit 5.000 Kubikmetern umbautem Raum wurde,
auf 80 Pfeilern stehend, eine Nutzfläche von etwa 1.000 Quadratmetern
geschaffen.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at
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