• 15.06.2012, 15:14:20
  • /
  • OTS0254 OTW0254

Rio: Inkrafttreten der UN-Flusskonvention ist in Griffweite

WWF verleiht Preis an Dänemark und Frankreich

Rio de Janeiro (OTS) - Das Inkrafttreten des globalen UN-Abkommens
zum Schutz von grenzüberschreitenden Flüssen, Grundwasser und Seen
ist der Verwirklichung einen Schritt näher gekommen, kündigt der WWF
heute vor dem Erdgipfel in Rio de Janeiro an. Das Abkommen soll
zukünftig auch Kriege um die Ressource Wasser verhindern helfen, so
der WWF. Die Umweltorganisation verlieh deshalb Dänemark und
Frankreich den WWF-Preis "Führer für einen lebendigen Planeten". Die
beiden Länder hatten die Führungsrolle im Ratifikationsprozess
übernommen. "Die Zusammenarbeit beim Schutz der internationalen
Wasserressourcen ist eines der wichtigsten Themen des Erdgipfels von
Rio und eine der wichtigsten Aufgaben der Menschheit", sagte die
dänische Umweltministerin Ida Auken.

Die Preisverleihung fand gestern Abend mit dem WWF und seinen
Partnern statt. Anschließend wurde der Fortschritt bei der
Durchsetzung der UN-Flusskonvention von 1997 diskutiert. Das Abkommen
soll den Schutz, das nachhaltige Management und die Entwicklung von
Flussbecken schützen, die internationale Grenzen überschreiten. Es
ist die einzige Konvention, die aus dem ersten Erdgipfel in Rio
entstand und erst noch in Kraft treten muss. Bevor die Konvention
Rechtskraft bekommen kann, müssen 35 Länder den Vertrag ratifizieren.
Bisher haben nur 26 Länder ratifiziert, zuletzt Luxemburg. Gestern
wurde in Rio bekannt, dass weitere zwölf Staaten an der Ratifizierung
arbeiten. "Wir hoffen, dass die Konvention innerhalb der nächsten
Monate in Kraft treten kann, spätestens im Jahr der Internationalen
Wasser-Kooperation 2013", so WWF-Wasserexpertin Flavia Rocha Loures.

Weltweit gibt es 276 grenzüberschreitende Flusseinzugsgebiete, die
fast die Hälfte aller Landgebiete der Erdoberfläche bedecken. Sie
berühren die Staatsgebiete von 145 Ländern. In diesen Regionen leben
40 Prozent der Weltbevölkerung. Diese Flussbecken produzieren 60
Prozent des weltweiten Süßwassers.

Süßwasser-Ökosysteme sind überlebenswichtig für das Leben der
Menschen in den Einzugsgebieten, versorgen die Menschen mit
Trinkwasser und haben eine enorme Bedeutung für die
Hochwasserkontrolle. Infrastrukturmaßnahmen und der Klimawandel
setzen diesen Ökosystemen immer mehr zu und ohne internationale
Regelung droht Krieg um die Ressource Wasser.

Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF, vor Ort auf dem Erdgipfel in Rio de Janeiro, Tel. 0043-(0)676-83488231, 0055-6183346128, Email: [email protected], www.wwf.at/presse.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel