• 14.06.2012, 12:51:49
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Paukenschlag in Sachen Isel: Gletscherfluss wird Natura 2000-Gebiet

- EU-Kommission bestätigt die Ausweisungspflicht für den Gletscherfluss - BürgerInnenbefragung im Virgental läuft damit ins Leere

Wien (OTS) - "In einem offiziellen Schreiben hat die Europäische
Kommission nun rechtzeitig vor den BürgerInnenbefragungen im
Virgental bestätigt, was Umweltdachverband, Alpenverein und etliche
andere Organisationen und Initiativen seit Jahren behaupteten: Die
Isel wird Natura 2000-Gebiet", zeigt sich der ehrenamtliche Präsident
des Umweltdachverbandes, Dr. Gerhard Heilingbrunner, erfreut.

In einem am 13. Juni 2012 übermittelten Schreiben heißt es wörtlich:

"Eine endgültige Stellungnahme der zuständigen
Kommissionsdienststellen zu der Frage, ob das betreffende Gebiet
[Anm: Isel und ihre Zubringer (Tauern- und Kalserbach, Schwarzach)]
dem Natura 2000-Netzwerk hinzugefügt werden sollte, kann erst nach
einer vollständigen Auswertung aller diesbezüglich verfügbaren und
relevanten Informationen vorgenommen werden. Die vorläufige Prüfung
aller vorliegenden Unterlagen liefert jedoch einen deutlichen Hinweis
darauf, dass das Flussgebiet der Isel und ihrer Zubringer
österreichweit einer der zwei bedeutendsten Vorkommensgebiete des
Anhang I - FFH Lebensraumtyps 3230 ("Alpine Flüsse mit Ufergehölzen
von Myricaria germanica") darstellt, und daher eine Nachmeldung des
Gebietes erforderlich scheint."

"Wir sehen uns in der Stellungnahme der Kommission bestätigt, dass
mit europäischem Naturschutzrecht nicht fahrlässig umzugehen ist", so
Peter Haßlacher, Leiter der Fachabteilung Raumplanung-Naturschutz des
Oesterreichischen Alpenvereins. "Was die aktuellen
Kraftwerksplanungen betrifft, bleibt hier nur zu sagen, dass die
finanzielle Verantwortung für Planungen bei jenen Köpfen liegt, die
fahrlässig auf die falschen Pferde gesetzt und rechtliche Tatsachen
mutwillig verleugnet haben. Die Stromexportmaschinen sind damit
perdu."
"Für uns ist klar: Die Rosstäuscherei hat damit ein Ende. Es ist also
höchst an der Zeit, dass die Entscheidungsträger der Bevölkerung
reinen Wein einschenken und anstelle von unvernünftigen
naturunverträglichen Kraftwerksvorhaben auf eine zukunftsorientierte
Entwicklung der Region setzen, in der Mensch und Natur im Mittelpunkt
stehen, eine Entwicklung, die von vielen Osttirolerinnen und
Osttirolern sowie Freunden dieses Bezirkes gewünscht wird", so
Heilingbrunner und Haßlacher abschließend.

Rückfragehinweis:

Umweltdachverband
   Dr.in Sylvia Steinbauer
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: (++43-1)40113/21
   mailto:[email protected]
   Peter Haßlacher, Fachabteilung Raumplanung-Naturschutz, Oesterreichischer Alpenverein, Tel. 0664/855 6427.
   http://www.umweltdachverband.at

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