- 13.06.2012, 09:36:31
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Heinisch-Hosek: "Quote für die Qualifizierungsstellen an den Universitäten"
Frauenministerin eröffnet die Verleihung des Johanna Dohnal-Förderpreises 2012
Wien (OTS) - "Noch immer wählen 50 Prozent aller jungen Frauen,
die einen Lehrberuf ergreifen, aus den Bereichen Frisörin,
Einzelhandelskauffrau oder Bürokauffrau. Dabei hat Johanna Dohnal
bereits 1984 eine Aktion ins Leben gerufen, die Mädchen für eine
breitere Bandbreite an Berufen interessieren sollte", erklärte
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek zu Beginn der Verleihung des
Johanna Dohnal-Förderpreises 2012 im Bundeskanzleramt. Es seien daher
weiterhin große Kraftanstrengungen nötig, wenngleich auch bereits
Erfolge zu verzeichnen wären: "Wir haben heute 10.000 junge Menschen,
die Lehre mit Matura machen. Das heißt, alles ist möglich. Wenn sich
Frauen für ein Studium entscheiden, ist es wichtig, dass man ihre
Karriereentwicklung beachtet. Schließlich gibt es mehr Frauen als
Männer, die ein Studium positiv abschließen", so Heinisch-Hosek.
Immerhin sei das Motto "Frauen an die Unis" eine wichtige Motivation
zur Initiierung dieses Förderpreises gewesen: "Erst wenn wir im
universitären Bereich eine 50:50-Situation herstellen können, haben
wir unser großes Ziel erreicht."
Die Frauenministerin verwies auf ein bevorstehendes Gespräch mit
ihrem Regierungskollegen Töchterle: "Ich werde den
Wissenschaftsminister damit konfrontieren, dass eine Quotierung der
Qualifizierungsstellen an den Universitäten wichtig ist. Hier geht es
darum, wer beim Einschlagen einer wissenschaftlichen Laufbahn als
förderungswürdig betrachtet wird." Im Bereich der allgemeinen Quote
in den Gremien der Universitäten habe man schon Fortschritte erzielt:
"Aber vielleicht schaffen wir auch in diesem Bereich einen weiteren
Schritt, Frauen durch die 'leaky pipeline' durchzubekommen", meinte
Heinisch-Hosek.
Die Frauenministerin betonte die Bedeutung Johanna Dohnals für die
Frauenpolitik in Österreich, deren Arbeit zuletzt durch die Benennung
eines Platzes im 6. Wiener Gemeindebezirk gewürdigt wurde. Die
diesjährigen Preisträgerinnen, Astrid Ebner-Zarl, Sophie Fröhlich,
Christine Gasser-Schuchter und Jessica Richter wurden aus einer
Vielzahl an Einreichungen von einer Jury ausgewählt.
Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.
Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 202149, 0664/610 62 76
mailto:[email protected]
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