FEEI / FV UBIT: ELGA Realisierung darf nicht weiter verzögert werden

Privatwirtschaft fordert nochmalig Anerkennung als Systempartner

Wien (OTS) - Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) und der Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) sehen den Einstieg Österreichs in eine leistungsstarke und effiziente Gesundheitsdatenverwaltung grundsätzlich auf gutem Weg. Der Ende Mai 2012 vorgelegte Entwurf des ELGA Gesetzes zeigt deutliche Verbesserung bei den notwendigen Prozessabläufen. Dennoch gibt es auch beim neuen Entwurf immer noch erheblichen Nachbesserungsbedarf. Unter anderem vermissen beide Organisationen nach wie vor die Integration der Privatwirtschaft als Systempartner im Gesetz. "Die privaten e-health-Unternehmen verfügen durch den herrschenden Wettbewerb über die geforderte Kompetenz und können beim Betrieb von ELGA, die notwendige und geforderte inländische Wertschöpfung sicherstellen", erklärt Manfred Müllner, Geschäftsführer-Stv. des FEEI. "Neben dem Anbieten von Software und Implementierungsleistungen wollen wir zukünftig auch als Dienstleister auftreten können, der eigene ELGA Bereiche am Markt umfasst", ergänzt Eduard Schebesta vom FV UBIT. Daher betonen beide Fachverbände nochmals ihre Forderung im zukünftigen ELGA-Gesetz klarzustellen, dass neben dem Bund, den Ländern sowie dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, auch die Privatwirtschaft als ELGA Systempartner notwendigerweise gesetzlich verankert wird.

Kosten für Rollout und Betrieb bei niedergelassenen Ärzten unklar

Als mangelhaft ist nach wie vor die Verankerung privater Anbieter für den Rollout und technischen Betrieb im Gesetz zu bezeichnen. Daher stößt die bisherige Praxis bei der Umsetzung von ELGA auch auf zunehmendes Unverständnis bei den Fachverbänden. Als Beispiel nennen sie die fehlende Berücksichtigung der nötigen Budgets für die Implementierung und den Betrieb von ELGA im Niedergelassenen Bereich der Ärzteschaft. Diese seit langem bekannten Kosten werden im aktuellen Gesetzesentwurf ausgespart.

Abschließend betonen Müllner und Schebesta nochmals, dass die privaten Anbieter bereits hohe Investitionen in die Vorbereitung der nötigen ELGA Technologie investiert haben und somit die Implementierung der technischen Grundlage für ELGA sofort beginnen kann.

Über den FEEI

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von 268 Unternehmen mit knapp 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von über 11,5 Milliarden Euro (Stand 2010). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern - dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), ICT Austria, das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) - ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. Weitere Informationen und Pressemeldungen sowie Bildmaterial finden Sie unter http://www.feei.at/presse/.

Über den FV UBIT

Mit knapp 54.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen auf http://www.ubit.at

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