Kreditinstitute in Österreich unterstützen Kunden bei SEPA-Umstellung

WKÖ-Pichler: Alte Belege werden bis Ende Jänner 2014 weiterhin angenommen - Banken bieten zielgruppenspezifische Informationen

Wien (OTS/PWK381) - Der europäische Gesetzgeber hat es
festgelegt: Per Anfang Februar 2014 macht die Eurozone einen weiteren Schritt zur Harmonisierung des Zahlungsverkehrs. Nach der Euro-Bargeld-Einführung wird die einheitliche bargeldlose Zahlung (kurz: SEPA, Single Euro Payment Area) für den Euro-Raum realisiert. Überweisungen und Lastschriften werden dann einheitlich abgewickelt.

"Wie die Euro-Bargeldumstellung erfolgen die Umstellungen für SEPA zu den von der Politik vorgegebenen Terminen. Ebenso wie beim Euro-Bargeld sind auch jetzt alle Beteiligten in die Pflicht genommen, gemeinsam an der Umsetzung zu arbeiten, um eine möglichst reibungslose Umstellung zu gewährleisten. Die österreichischen Kreditinstitute stehen ihren Kundinnen und Kunden dabei unterstützend zur Seite. Die Kreditinstitute werden zu den zahlreichen Informationsangeboten, insbesondere auch der OeNB, zusätzlich zielgruppenspezifische Informationen vor allem für ältere Kunden und Kundinnen zur Verfügung stellen, um so die Umstellung zu erleichtern", betont Prof. Herbert Pichler, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

IBAN löst Bankleitzahl und Kontonummer ab

Um alle Konten innerhalb des Euro-Zahlungsverkehrsraumes direkt erreichen zu können, sind für die neuen SEPA-Verfahren die internationale Kontonummer (kurz: IBAN) notwendig. Die IBAN setzt sich aus der Bankleitzahl und der Kontonummer zusammen und wird durch ein Länderkennzeichen (AT für Österreich) und eine zweistellige Prüfziffer ergänzt. Die Prüfziffer dient dazu, die Zahlungen in Europa schneller und sicherer durchführen zu können. Die IBAN findet sich auf allen Kontoauszügen, Konto- bzw. Bankomatkarten.

Um die Umstellung zu erleichtern, bieten die österreichischen Kreditinstitute ihren Kundinnen und Kunden bereits jetzt im Vorfeld die Möglichkeit, Überweisungen innerhalb Österreichs nur mit IBAN zu beauftragen.

Alte Zahlungsanweisungen werden bis Ende Jänner 2014 angenommen

"Obwohl schon zahlreiche Unternehmen und öffentliche Stellen auf die neue Zahlungsanweisung umgestellt haben, werden angesichts der geäußerten Sorgen die jetzt noch gültigen, dann alten Belege bis zum Ende der Übergangsfrist Ende Jänner 2014 angenommen", so Pichler.

SEPA bringt Kostenvorteile

Wichtige Vorteile für Konsumenten durch SEPA: Sowohl für Überweisungen, als auch für Lastschriften braucht man künftig innerhalb der EU nur mehr ein einziges Konto. Zudem dürfen Euro-Überweisungen innerhalb der EU nur mehr maximal einen Bankgeschäftstag dauern. Und für grenzüberschreitende Transaktionen innerhalb der EU fallen dieselben Kosten wie für Inlandstransaktionen an. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

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Bundessparte Bank und Versicherung
Prof. Dr. Herbert Pichler
Tel.: 05 90 900-3131
E-Mail: bsbv@wko.at

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