Lichtenberger: Skandalöse Anti-Umwelt-Pläne von Kommissar Tajani

Vorstoß für CO2-Grenzwertlockerung bei Autos am Welt-Umwelttag besonders provokant

Wien (OTS) - "Dieser EU-Kommissar ist wirklich von allen guten Umweltgeistern verlassen - Ausgerechnet zum heutigen Welt-Umwelttag rückt er mit einem Vorstoß für die Verwässerung der Umwelt- und Klimavorgaben für neue Autos heraus. Die Lobbyisten, an ihrer Spitze der aus dem Berlusconi-Stab übriggebliebenen Industriekommissar Tajani, haben eins zu eins die Wünsche der Autohersteller übernommen. Wie sollen die Mitgliedsstaaten die zwingenden EU-Vorgaben bei Feinstaub und Stickoxiden einhalten, wenn Kommissar Tajani zusammen mit der Autolobby die Verbrauchssenkung der Neuwagenflotten hintertreibt? Unter dem Mantel der Wettbewerbsfähigkeit unterstützt Tajani hier die mangelnde Innovationsbereitschaft einiger großer Autobauer. Dabei sollte sie endlich das Umdenken in Richtung verbrauchs- und CO2-armer Fahrzeuge beschleunigen. Das ist notwendig für Klima und Umwelt", fordert Eva Lichtenberger, Abgeordnete der Grünen im Europaparlament.

Wenn Tajani sich gegen die derzeit gültige Rechtslage durchsetzt, sollen alle möglichen und unmöglichen Dinge von der Infrastruktur bis hin zum Fahrverhalten eingerechnet werden und so zu weniger strengen Umwelt- und Klima-Vorgaben für neue Autos führen. "Statt den Fortschritt durch die Hintertür mit Rechenkunststücken zu bremsen, sollten Industrie und Kommission Gas geben für Autos mit weniger Spritverbrauch - das entlastet auch die Brieftaschen der europäischen Bürgerinnen und Bürger. Industrieinteressen über das Gemeinwohl und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu stellen, trägt hingegen massiv zur Politikmüdigkeit und EU-Skepsis bei. Von Österreichs Regierenden mit Verkehrsministerin Bures und Umweltminister Berlakovich an der Spitze erwarten wir Grüne rasch klare Worte gegen derartige abstruse Ideen des - übrigens gar nicht zuständigen Kommissars, der hier aber eine gefährliche Rolle spielt. Ganz besonders am heutigen Welt-Umwelttag", sagt Lichtenberger.

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