- 05.06.2012, 12:34:22
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Kärntner AK-Präsident Goach gegen Pflegeregress
Beschlossene Angehörigenbeiträge für die Unterbringung in Pflege- und Behindertenheimen dienen nur der Budgetsanierung
Klagenfurt (OTS) - "Pflege darf kein individuelles Schicksal sein
sondern muss von der Solidargemeinschaft getragen werden", betont
AK-Präsident Günther Goach anlässlich der heute beschlossenen
Verordnung zum Pflegeregress in Kärnten. Das Land solle endlich
Verantwortung übernehmen und die vom Bund dafür vorgesehenen Mittel
einsetzen, anstatt neue Kostenbelastungen für betroffene Angehörige
von Pflegebedürftigen und Behinderten zu schaffen.
"Die heute beschlossenen Angehörigenbeiträge für die Unterbringung
in Pflege- und Behindertenheimen sind schlichtweg abzulehnen!",
spricht sich Goach neuerlich gegen den Pflegeregress aus. Dass der
Regress keinesfalls notwendig sei, würden Zahlen des
Sozialministeriums belegen. Der Bund wendet jährlich 2,4 Milliarden
Euro für 440.000 Pflegebedürftige auf. Zusätzlich werden durch den
Pflegefonds heuer 150 Millionen Euro an die Länder ausbezahlt.
"Kärnten bekommt allein heuer für den Ausgleich der steigenden
Pflegekosten zwölf Millionen Euro und auch das Landespflegegeld wurde
vom Bund übernommen", hebt der AK-Präsident hervor.
"Die 2,5 Millionen Euro, die Landesrat Christian Ragger durch den
Pflegeregress erwartet, stehen in keiner Relation zu den sozialen
Verschlechterungen für die vielen Familien, die mit ihrem Einkommen
ohnehin schwer ihr Auskommen finden!", so Goach. Er wirft dem Land
vor, auf Kosten der betroffenen Arbeitnehmer Budgetsanierung zu
betreiben. "Wir fordern das Land dazu auf, dieses unwürdige
Schauspiel zu beenden und auf den Pflegeregress zu verzichten!****
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Kärnten
Mag. Christa Maurer, Kommunikation
Tel.: 050 477-2401, -2402
mailto:[email protected]
http://kaernten.arbeiterkammer.at
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