Kärntner AK-Präsident Goach gegen Pflegeregress

Beschlossene Angehörigenbeiträge für die Unterbringung in Pflege- und Behindertenheimen dienen nur der Budgetsanierung

Klagenfurt (OTS) - "Pflege darf kein individuelles Schicksal sein sondern muss von der Solidargemeinschaft getragen werden", betont AK-Präsident Günther Goach anlässlich der heute beschlossenen Verordnung zum Pflegeregress in Kärnten. Das Land solle endlich Verantwortung übernehmen und die vom Bund dafür vorgesehenen Mittel einsetzen, anstatt neue Kostenbelastungen für betroffene Angehörige von Pflegebedürftigen und Behinderten zu schaffen.

"Die heute beschlossenen Angehörigenbeiträge für die Unterbringung in Pflege- und Behindertenheimen sind schlichtweg abzulehnen!", spricht sich Goach neuerlich gegen den Pflegeregress aus. Dass der Regress keinesfalls notwendig sei, würden Zahlen des Sozialministeriums belegen. Der Bund wendet jährlich 2,4 Milliarden Euro für 440.000 Pflegebedürftige auf. Zusätzlich werden durch den Pflegefonds heuer 150 Millionen Euro an die Länder ausbezahlt. "Kärnten bekommt allein heuer für den Ausgleich der steigenden Pflegekosten zwölf Millionen Euro und auch das Landespflegegeld wurde vom Bund übernommen", hebt der AK-Präsident hervor.

"Die 2,5 Millionen Euro, die Landesrat Christian Ragger durch den Pflegeregress erwartet, stehen in keiner Relation zu den sozialen Verschlechterungen für die vielen Familien, die mit ihrem Einkommen ohnehin schwer ihr Auskommen finden!", so Goach. Er wirft dem Land vor, auf Kosten der betroffenen Arbeitnehmer Budgetsanierung zu betreiben. "Wir fordern das Land dazu auf, dieses unwürdige Schauspiel zu beenden und auf den Pflegeregress zu verzichten!****

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