- 04.06.2012, 11:40:32
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Wenn Sicherheit Schule macht: Startschuss für die Aktion "Sicher in die Schule!" in der Volksschule St. Andrä-Wördern - BILD

St. Andrä-Wördern (OTS) - Täglich grüßt das Morgenchaos: Das hohe
Verkehrsaufkommen rund um Österreichs Schulen birgt ein enormes
Risiko für die Kinder. Das Rezept gegen Halten in 2. Spur, zugeparkte
Zebrastreifen und gefährliche Reversiermanöver: Schluss mit Taxi
Eltern! Befreit vom massenhaften Pkw-Zustrom wird das Schulumfeld zur
verkehrsberuhigten Zone. AUVA-Landesstelle Wien und KFV (Kuratorium
für Verkehrssicherheit) weisen Kindern, Eltern und Behörden den
sicheren Weg.
Viele Schulen in Niederösterreich gleichen Morgen für Morgen und
auch zu Mittag einer gefährlichen Mischung aus Riesenparkplatz und
Rallyestrecke: Verkehrschaos de Luxe. Halten, Parken nach Belieben,
Zu- und Abfahren, Reversieren: Um das eigene Kind so nah wie möglich
am Schultor abzuliefern oder abzuholen, sorgen wohlmeinende Mamas und
Papas tagtäglich für unzählige Brems- und Wende-, Ein- und
Ausparkmanöver sowie riskantes Aussteigen. "Das erhöhte
Verkehrsaufkommen im Schulumfeld bedeutet aber nicht nur
Staugarantie, sondern auch eine große Gefahr. Für Kinder vor der
Schule stellt die Vielzahl an Fahrzeugbewegungen, Sichtbarrieren und
räumlichen Hindernissen ein massives Risiko dar", erklärt DI
Christian Kräutler, KFV-Landesstellenleiter Niederösterreich.
"Aus den knapp 40.000 ausgewerteten Elternfragebögen der
AUVA-Aktion "Schulwegpläne für Wien" lässt sich ganz klar erkennen:
die größte Gefahr für Kinder am Schulweg geht von den Autos aus - sei
es als Mitfahrer bei den Eltern, durch den Zubringerverkehr zur
Schule oder durch rücksichtslose Autofahrer. Wir greifen daher in
einer weiterführenden Aktion genau dieses heiße Thema auf und haben
mit dem KFV einen kongenialen Partner gefunden. Heute in St.
Andrä-Wördern feiern wir Niederösterreich-Premiere. Wir führen die
Aktion aber auch in Wien und im Burgenland - also in allen drei
Bundesländern, für die die AUVA-Landesstelle Wien zuständig ist -
durch", sagt Ing. Bernd Toplak, stellvertretender Abteilungsleiter
des Unfallverhütungsdienstes der AUVA-Landesstelle Wien.
Neue Aktion von AUVA & KFV: "Sicher in die Schule!"
Schluss mit Stress und Risiko - eine Reduktion der Pkw-Flut rund
um Schulen ist gefragt! Die Empfehlung der Verkehrsexperten: Das
beste Mittel gegen die allmorgendliche Rush Hour vor
Niederösterreichs Schulen ist ein Schulweg, der nicht im Auto der
Eltern, sondern per Bus oder zu Fuß zurückgelegt wird. "Sicher in die
Schule!": Unter diesem Motto propagieren AUVA und KFV sichere Arten
der Schulwegbewältigung. Gezieltes Erfahrungstraining mit Eltern und
Experten macht's von Kindesbeinen an möglich: Schritt für Schritt
mehr Sicherheit.
Und falls der Weg zur oder von der Schule doch mit dem Pkw
absolviert wird, ist es für die Sicherheit unerlässlich, nur an dafür
geeigneten und erlaubten Stellen zu halten und das Kind lieber sicher
ein kurzes Stück zu Fuß gehen lassen. Wo sich die geeigneten und
sicheren Halte- und Parkmöglichkeiten rund um die Volksschule St.
Andrä-Wördern befinden, wird in einem grafisch aufbereiteten
Umgebungsplan der Volksschule aufgezeigt.
Schutzlos im Auto
Studien im Umkreis von automobil angesteuerten Volksschulen zeigen
Bedenkliches: Viele der im Pkw transportierten Kinder sitzen völlig
ungesichert im Auto der Eltern. Manche davon gar mit Schultasche auf
dem Rücken - weit und breit kein Kindersitz. Die dazugehörigen Eltern
sind meist auch jene, die ihre Kinder fahrlässig in zweiter Spur,
mitten auf Schutzwegen oder vor Einfahrten aussteigen lassen - und
oft sogar in Richtung Fließverkehr aussteigen lassen -
Sicherheitsbewusstsein: Nicht genügend!
Startschuss für neue Impulse
Der sichere Schulweg ist das Ziel der Aktion "Sicher in die
Schule", einer umfassenden Zusammenarbeit von AUVA und KFV mit
Schulen, Behörden und Exekutive. Maßgeschneiderte Verkehrskonzepte
liefern lösungsinteressierten Schulen eine konkrete Anleitung zur
Entschärfung der Situation. Spezielle Aktionstage mit Experten aus
den Bereichen Verkehrspädagogik und Verkehrsplanung schaffen
Sicherheitsbewusstsein bei Groß und Klein.
"Kinder können ihren Schulweg Seite an Seite von Sicherheitsprofis
trainieren. Eltern lernen die Problematik des regelwidrigen Haltens
und Parkens im Schulumfeld sowie sichere Varianten kennen. Schule,
Gemeinde und Exekutive erhalten wertvolle Impulse und Ideen zur
Realisierung der Wunschliste in Sachen Sicherheit", erläutert Ing.
Bernd Toplak, AUVA-Landesstelle Wien.
Sicherheit auf Schritt und Tritt
Am Aktionstag lenken sichtbar am Boden angebrachte Fußspuren den
Schritt in die richtige Richtung. Besondere Bodenmarkierungen
kennzeichnen geeignete Parkflächen. Vor Schulbeginn beziehungsweise
nach Schulschluss werden Umgebungspläne und Broschüren an die Eltern
verteilt: Die Pläne im Postkartenformat zeigen sichere Fußwege sowie
ideale Halte- und Parkmöglichkeiten auf, die Broschüre "Sicher in die
Schule" hält Spiele, Übungen und wertvolle Tipps zum gemeinsamen
Trainieren für Eltern und Kinder parat. Im Rahmen des Unterrichts
erläutern Experten in den einzelnen Klassen anschaulich und
praxisbezogen die Wahl des besten Schulwegs.
Über die AUVA:
Bei der AUVA sind rund 4,7 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,24 Millionen
Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 450.000 Selbständige sowie 1,41
Millionen Kindergarten- und Schulkinder, sowie Studierende. Die
Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich
und Burgenland 42 Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten
120.000 Verletzte in den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling
und Lorenz Böhler sowie 1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren
Wien-Meidling und Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche
Behandlung. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale
Unfallversicherung aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention
ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA - die Verhütung von
Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senkt die Kosten
für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung,
Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am
wirksamsten.
Über das KFV:
Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) ist seit über 50
Jahren der führende Ansprechpartner beim Thema Unfallverhütung in
Österreich. Egal, ob es um Sicherheit im Straßenverkehr, in der
Freizeit, beim Sport, im Haushalt oder wirksamen Schutz vor
Kriminalität geht: Die über Jahrzehnte aufgebaute Kompetenz,
Gefahrenquellen aufzudecken, zu bewerten und Lösungsvorschläge zu
formulieren, hilft dabei, unsere Lebenswelten um den entscheidenden
Schritt sicherer zu machen. www.kfv.at.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3027/
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Pressestelle KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit): Tel.: 05-77077-1919, E-Mail: [email protected], www.kfv.at Gabriela Würth, Öffentlichkeitsarbeit AUVA-Landesstelle Wien Tel.: 0676 33 24 879, E-Mail: [email protected]; www.auva.at/wien
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