• 01.06.2012, 14:07:37
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ÖH zu Hochschul-Strukturmittel: es fehlt das Gesamtkonzept

Töchterle-Flickwerk kann nicht über chronische Unterfinanzierung hinwegtäuschen

Wien (OTS) - Wie heute bekannt wurde, sieht der Entwurf einer
Verordnung Töchterles vor, dass die Verteilung der
"Hochschulraum-Strukturmittel" anhand von Indikatoren geschehen soll.
"Die Pläne des Ministers schlagen allesamt in folgende Kerbe: mehr
Wettbewerb um den Kuchen, der ohnehin nicht ausreicht. Hier fehlt
völlig das Gesamtkonzept, das sich nach dem tatsächlichen Bedarf
richtet - bester Beweis sind Studienrichtungen wie die Internationale
Entwicklung oder die Lehramtsstudien auf der TU, die einfach nicht
mehr finanziert werden", ärgert sich Angelika Gruber vom Vorsitzteam
der ÖH.

"Die Finanzierung der Hochschulen müsste im Grunde auf völlig neue
Beine gestellt werden - das derzeitige System trägt der Entwicklung
der Studierendenzahlen in keinster Weise Rechnung und verunmöglicht
den Hochschulangehörigen seit Jahren angemessene Forschungs-, Lehr-
und Studienbedingungen. Zudem führen die ohnehin knappen Mittel zu
einem inneruniversitären, internen Verteilungskampf, der durch die
fehlende Mitbestimmung aller Universitätsangehörigen bei der
Mittelvergabe zu einer groben Schieflage führt", fasst Martin Schott
einige der Kritikpunkte am derzeitigen Finanzierungssystem zusammen.

"Im Projekt Forum Hochschule haben wir ein völlig neues,
transparentes Konzept entwickelt. Dabei wird der Finanzbedarf mit
Hilfe von nachvollziehbaren Kriterien ermittelt. Die Ausfinanzierung
der Universitäten kann nicht unter quasi-Marktbedingungen und
untereinander konkurrierenden Universitäten erreicht werden, sondern
nur durch eine substantielle Erhöhung des Hochschulbudgets. Die
Regierung hat die Verantwortung, die Mittel in angemessener Höher zur
Verfügung zu stellen", so Peter Grabuschnig.

Details zum Finanzierungsmodell finden sich im alternativen
Hochschulplan Forum Hochschule:
http://www.oeh.ac.at/#/studierenleben/forum-hochschule/

Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Sara Scheiflinger, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]; http://www.oeh.ac.at

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