- 31.05.2012, 10:14:29
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Wurst im AK-Test schlecht abgeschnitten
Bei geschnittener, abgepackter Wurst aus Klagenfurter Supermärkten ein Viertel der Produkte nicht in Ordnung!
Klagenfurt (OTS) - Geschnittene und vom Hersteller original
verpackte Wurst aus Klagenfurter Supermärkten hat die Arbeiterkammer
Kärnten testen lassen. 39 Produkte wurden mikrobiologisch untersucht
sowie auf Geruch und Geschmack getestet. Fazit: 29 Produkte waren in
einwandfreiem Zustand bzw. noch nicht zu beanstanden. Zehn
Wurstproben, also mehr als ein Viertel, waren aber entweder
wertgemindert oder gar für den menschlichen Verzehr ungeeignet (zwei
Proben).
Hält verpackte Wurst was sie verspricht? Dieser Frage ist die AK
nachgegangen und hat geschnittene, abgepackte Wurst testen lassen.
Insgesamt 39 Produkte aus den Supermärkten Billa, Eurospar, Hofer,
Interspar, Lidl, Merkur und Penny wurden bis zum
Mindesthaltbarkeitsdatum gemäß den Lagerungsbedingungen aufbewahrt
und noch am selben Tag untersucht. Die Ware wurde von der
Lebensmitteluntersuchungsanstalt Kärnten auf Geruch und Geschmack
getestet und mikrobiologisch unter die Lupe genommen.
"Bei der bakteriologischen Untersuchung wurde die Wurst unter
anderem auf die Gesamtkeimzahl und Milchsäurebakterien getestet, da
diese Aufschluss auf zu lang anberaumte Mindesthaltbarkeit, zu hohe
Lagertemperatur oder auf Unterbrechung der Kühlkette geben",
präzisiert die Leiterin des AK-Konsumentenschutzes, Susanne Kalensky.
Indikatoren, die auf Hygienemängel bei der Herstellung (aufschneiden
oder verpacken) schließen lassen, wurden ebenfalls erhoben.
Die Detailergebnisse:
24 Proben (61,6 Prozent) waren in Ordnung. Fünf weitere
Produktproben (12,8 Prozent) lagen hinsichtlich verschiedener
mikrobiologischer Parameter über den Richtwerten. "Da die
Überschreitung jedoch nicht besonders hoch ausfiel, waren die
Produkte noch nicht zu beanstanden", erklärt Kalensky die
Detailergebnisse.
"Insgesamt zehn Proben, also 25,6 Prozent, gaben aber Anlass zu
einer lebensmittelrechtlichen Beanstandung aufgrund einer zu lang
anberaumten Mindesthaltbarkeit bzw. eines beginnenden Verderbs",
betont Kalensky. Acht Proben (20,5 Prozent) wurden am Tag des
Ablaufes der Mindesthaltbarkeit als wertgemindert beurteilt, da sie
stark bis sehr stark erhöhte Gehalte an Keimen und
Milchsäurebakterien aufwiesen. In einem der Produkte wurde zusätzlich
ein erhöhter Bakteriengehalt, der auf mangelnde Hygiene bei der
Herstellung hinweist, nachgewiesen. Geruch und Geschmack waren bei
allen Produkten jedoch in Ordnung.
Als für den menschlichen Verzehr ungeeignet wurden zwei Produkte
(5,1 Prozent) bewertet, da zu den stark erhöhten Gehalten von Keimen
und Milchsäurebakterien auch noch leichte Mängel bezüglich Geruch und
Geschmack hinzukamen.
"Die Ergebnisse der Laboruntersuchung zeigen, dass gegen Ende der
Mindesthaltbarkeit manche Produkte einfach nicht mehr einwandfrei
sind", fasst Kalensky zusammen. Lebensmittelhersteller wie auch große
Handelsketten, die die Produkte vertreiben, seien laut AK daher
gefordert, strengere Kontrollen hinsichtlich der Lagerung und der
Kühlkette durchzuführen. "Teilweise müssen auch die
Mindesthaltbarkeitsfristen verkürzt werden", betont die
Konsumentenschützerin.
Konsumenten sollten beim Kauf von abgepackter Wurst folgendes
beachten:
Etiketten genau lesen und im Geschäft möglichst frische Ware kaufen.
Die Unterbrechung der Kühlkette kann zum Verderb der Produkte führen.
Daher Wurst nach dem Kauf zu Hause bei der auf der Verpackung
empfohlenen Temperatur lagern.
Generell sollten Wurstwaren schnell verzehrt werden.
Aussehen und Geruch der Ware vor dem Verzehr überprüfen.
Die Ergebnisse der Studie auf kaernten.arbeiterkammer.at
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Kärnten
Mag. Christa Maurer, Kommunikation
Tel.: 050 477-2401, Mobil: 0664/233 5899
mailto:[email protected]
http://kaernten.arbeiterkammer.at
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