- 30.05.2012, 13:38:19
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Haubner zu AK: Reformen umsetzen statt neue Einnahmequellen suchen
Vermögenssteuern sind nicht die Lösung - Österreich ist bereits Hochsteuerland
Wien, 30. Mai 2012 (OTS/Text) - "Die Arbeiterkammer geht wieder
auf die Suche nach neuen Einnahmequellen, statt mit uns gemeinsam
Reformen umzusetzen. Wenn die AK erneut nach Vermögenssteuern ruft,
erinnern wir daran, dass neue Steuerideen nicht die Lösung sind.
Österreich ist mit einer Abgabenquote von 43 Prozent bereits
Hochsteuerland. Diese gilt es zu senken", betont der Generalsekretär
des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Abg.z.NR Peter Haubner mit
aller Deutlichkeit, anlässlich der jüngsten Belastungsideen von
Arbeiterkammer-Präsident Tumpel. "Niemandem ist geholfen, wenn durch
neue Steuern Gerechtigkeit suggeriert wird. Es wäre fatal,
Österreichs Wirtschaft mit neuen oder höheren Steuern zu belasten.
Was wir aber brauchen sind umfassende Systemreformen", stellt Haubner
mit Nachdruck klar und appelliert an die Arbeiterkammer vom Pfad der
Steuererfindungen abzurücken und gemeinsam den Weg der
Reformpartnerschaft zu beschreiten. ****
"Zum Thema 'Umverteilung' weiß die Arbeiterkammer auch, dass in
Österreich im internationalen Vergleich bereits stark umverteilt
wird. Die obersten 10 Prozent der Einkommensbezieher tragen rund 50
Prozent der Lohnsteuerleistung. Nicht zu vergessen ist, dass 2,6
Millionen Personen mit Einkommen laut Lohnsteuerstatistik überhaupt
keine Steuern zahlen. Im Zuge der letzten Steuerreform sind durch die
Anhebung der untersten Steuergrenze weitere 160.000 Steuerpflichtige
aus der Steuerpflicht genommen worden", erläutert Haubner. Dass das
österreichische Abgaben- und Transfersystem sehr stark zu Gunsten der
niedrigen Einkommen in die Einkommensverteilung eingreift, erkennt
man auch am sogenannten 'GINI-Koeffizienten', der ein Maß für die
Gleichverteilung der Einkommen ist. "Österreich weist einen niedrigen
'GINI-Koeffizienten' auf und ist damit in der OECD und der EU unter
den vordersten knapp hinter den nordischen Ländern (Platz 4 unter den
EU-15)", so Haubner abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Wirtschaftsbund, Bundesleitung/Presse Mag. Daniela Kinz Pressesprecherin Tel.: +43 (0)1 5054796-47,Mobil: +43 (0)664 2451650 mailto:[email protected] http://www.wirtschaftsbund.at
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