Haubner zu AK: Reformen umsetzen statt neue Einnahmequellen suchen

Vermögenssteuern sind nicht die Lösung - Österreich ist bereits Hochsteuerland

Wien, 30. Mai 2012 (OTS/Text) - "Die Arbeiterkammer geht wieder
auf die Suche nach neuen Einnahmequellen, statt mit uns gemeinsam Reformen umzusetzen. Wenn die AK erneut nach Vermögenssteuern ruft, erinnern wir daran, dass neue Steuerideen nicht die Lösung sind. Österreich ist mit einer Abgabenquote von 43 Prozent bereits Hochsteuerland. Diese gilt es zu senken", betont der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Abg.z.NR Peter Haubner mit aller Deutlichkeit, anlässlich der jüngsten Belastungsideen von Arbeiterkammer-Präsident Tumpel. "Niemandem ist geholfen, wenn durch neue Steuern Gerechtigkeit suggeriert wird. Es wäre fatal, Österreichs Wirtschaft mit neuen oder höheren Steuern zu belasten. Was wir aber brauchen sind umfassende Systemreformen", stellt Haubner mit Nachdruck klar und appelliert an die Arbeiterkammer vom Pfad der Steuererfindungen abzurücken und gemeinsam den Weg der Reformpartnerschaft zu beschreiten. ****

"Zum Thema 'Umverteilung' weiß die Arbeiterkammer auch, dass in Österreich im internationalen Vergleich bereits stark umverteilt wird. Die obersten 10 Prozent der Einkommensbezieher tragen rund 50 Prozent der Lohnsteuerleistung. Nicht zu vergessen ist, dass 2,6 Millionen Personen mit Einkommen laut Lohnsteuerstatistik überhaupt keine Steuern zahlen. Im Zuge der letzten Steuerreform sind durch die Anhebung der untersten Steuergrenze weitere 160.000 Steuerpflichtige aus der Steuerpflicht genommen worden", erläutert Haubner. Dass das österreichische Abgaben- und Transfersystem sehr stark zu Gunsten der niedrigen Einkommen in die Einkommensverteilung eingreift, erkennt man auch am sogenannten 'GINI-Koeffizienten', der ein Maß für die Gleichverteilung der Einkommen ist. "Österreich weist einen niedrigen 'GINI-Koeffizienten' auf und ist damit in der OECD und der EU unter den vordersten knapp hinter den nordischen Ländern (Platz 4 unter den EU-15)", so Haubner abschließend.

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