Walser zum AHS-Konflikt: ÖVP muss weg von der Bildungsbremse!

Grüne verweisen auf die erfolgreiche polnische Schulreform

Wien (OTS) - "Die ÖVP macht es sich zu einfach: zuerst steht sie jahrelang auf der Bildungsbremse, dann schickt sie ihren Chefbetonierer vor, um aus der tristen Situation auch noch politisches Kleingeld herauszuschlagen", reagiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, empört auf die jüngsten Attacken von AHS-Lehrergewerkschafter Eckehard Quin auf Unterrichtsministerin Claudia Schmied: "Sein Ziel ist es, ein extrem teures, ineffizientes und leistungsfeindliches Bildungssystem einzuzementieren!"

Natürlich ist es nicht zu akzeptieren, wenn es an den Unterstufen der AHS überfüllte Klassen gibt. Statt ständig durch nicht überdachte Maßnahmen mit viel Geld unser veraltetes Schulsystem noch ein paar weitere Jahre aufrechtzuerhalten, braucht es endlich auch in der ÖVP die Bereitschaft zu einer grundlegenden Bildungsreform. "In breiten Teilen der Gesellschaft ist diese Bereitschaft längst vorhanden, wie etwa das beeindruckende Ergebnis des Bildungsvolksbegehrens gezeigt hat."

Walser verweist auf Polen, das vor über zehn Jahren in einer ähnlichen Situation war wie gegenwärtig Österreich und damals die Reformen angepackt hat: "Heute sind die polnischen Schülerinnen und Schüler in allen internationalen Tests deutlich vor den österreichischen. Mit Scheinreformen wie der Neuen Mittelschule werden wir dieses Niveau nicht erreichen", kritisiert Walser auch das Lieblingsprojekt der SPÖ. Das Hauptproblem aber ist die ÖVP: "Sie gefährdet mit ihrer Bildungsblockade den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Österreich. Wir brauchen endlich entschiedene Schritte hin zu einer modernen gemeinsamen Schule bis zum 14. Lebensjahr", so der grüne Bildungssprecher abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001