Wenn Sicherheit Schule macht: Startschuss für die Aktion "Sicher in die Schule!" in der Volksschule Purbach

Purbach (OTS) - Täglich grüßt das Morgenchaos: Das hohe Verkehrsaufkommen rund um Österreichs Schulen birgt ein enormes Risiko für die Kinder. Das Rezept gegen Halten in 2. Spur, zugeparkte Zebrastreifen und gefährliche Reversiermanöver: Schluss mit Taxi Eltern! Befreit vom massenhaften Pkw-Zustrom wird das Schulumfeld zur verkehrsberuhigten Zone. AUVA-Landesstelle Wien und KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) weisen Kindern, Eltern und Behörden den sicheren Weg.

Viele Schulen im Burgenland gleichen Morgen für Morgen und auch zu Mittag einer gefährlichen Mischung aus Riesenparkplatz und Rallyestrecke: Verkehrschaos de Luxe. Halten, Parken nach Belieben, Zu- und Abfahren, Reversieren: Um das eigene Kind so nah wie möglich am Schultor abzuliefern oder abzuholen, sorgen wohlmeinende Mamas und Papas tagtäglich für unzählige Brems- und Wende-, Ein- und Ausparkmanöver sowie riskantes Aussteigen. "Das erhöhte Verkehrsaufkommen im Schulumfeld bedeutet aber nicht nur Staugarantie, sondern auch eine große Gefahr. Für Kinder vor der Schule stellt die Vielzahl an Fahrzeugbewegungen, Sichtbarrieren und räumlichen Hindernissen ein massives Risiko dar", erklärt DI Thomas Leitner, KFV-Landesstellenleiter Burgenland.

"Aus den knapp 40.000 ausgewerteten Elternfragebögen der AUVA-Aktion "Schulwegpläne für Wien" lässt sich ganz klar erkennen:
die größte Gefahr für Kinder am Schulweg geht von den Autos aus - sei es als Mitfahrer bei den Eltern, durch den Zubringerverkehr zur Schule oder durch rücksichtslose Autofahrer. Wir greifen daher in einer weiterführenden Aktion genau dieses heiße Thema auf und haben mit dem KFV einen kongenialen Partner gefunden. Wir planen, die Aktion nicht nur im Burgenland, sondern in allen drei Bundesländern, für die die AUVA-Landesstelle Wien zuständig ist, also auch in Wien und Niederösterreich, einzusetzen. Premiere ist heute in Purbach", sagt Ing. Bernd Toplak, stellvertretender Abteilungsleiter des Unfallverhütungsdienstes der AUVA-Landesstelle Wien.

Neue Aktion von AUVA & KFV: "Sicher in die Schule!"

Schluss mit Stress und Risiko - eine Reduktion der Pkw-Flut rund um Schulen ist gefragt! Die Empfehlung der Verkehrsexperten: Das beste Mittel gegen die allmorgendliche Rush Hour vor Burgenlands Schulen ist ein Schulweg, der nicht im Auto der Eltern, sondern per Bus oder zu Fuß zurückgelegt wird. "Sicher in die Schule!": Unter diesem Motto propagieren AUVA und KFV sichere Arten der Schulwegbewältigung. Gezieltes Erfahrungstraining mit Eltern und Experten macht's von Kindesbeinen an möglich: Schritt für Schritt mehr Sicherheit.

Und falls der Weg zur oder von der Schule doch mit dem Pkw absolviert wird, ist es für die Sicherheit unerlässlich, nur an dafür geeigneten und erlaubten Stellen zu halten und das Kind lieber sicher ein kurzes Stück zu Fuß gehen lassen. Wo sich die geeigneten und sicheren Halte- und Parkmöglichkeiten rund um die Volksschule Purbach befinden, wird in einem grafisch aufbereiteten Umgebungsplan der Volksschule aufgezeigt.

Schutzlos im Auto

Studien im Umkreis von automobil angesteuerten Volksschulen zeigen Bedenkliches: Viele der im Pkw transportierten Kinder sitzen völlig ungesichert im Auto der Eltern. Manche davon gar mit Schultasche auf dem Rücken - weit und breit kein Kindersitz. Die dazugehörigen Eltern sind meist auch jene, die ihre Kinder fahrlässig in zweiter Spur, mitten auf Schutzwegen oder vor Einfahrten aussteigen lassen - und oft sogar in Richtung Fließverkehr aussteigen lassen -Sicherheitsbewusstsein: Nicht genügend!

Startschuss für neue Impulse

Der sichere Schulweg ist das Ziel der Aktion "Sicher in die Schule", einer umfassenden Zusammenarbeit von AUVA und KFV mit Schulen, Behörden und Exekutive. Maßgeschneiderte Verkehrskonzepte liefern lösungsinteressierten Schulen eine konkrete Anleitung zur Entschärfung der Situation. Spezielle Aktionstage mit Experten aus den Bereichen Verkehrspädagogik und Verkehrsplanung schaffen Sicherheitsbewusstsein bei Groß und Klein.

"Kinder können ihren Schulweg Seite an Seite mit Sicherheitsprofis trainieren. Eltern lernen die Problematik des regelwidrigen Haltens und Parkens im Schulumfeld sowie sichere Alternativen kennen. Schule, Gemeinde und Exekutive erhalten wertvolle Impulse und Ideen zur Realisierung der Wunschliste in Sachen Sicherheit", erläutert Ing. Bernd Toplak, AUVA-Landesstelle Wien.

Sicherheit auf Schritt und Tritt

Am Aktionstag lenken sichtbar am Boden angebrachte Fußspuren den Schritt in die richtige Richtung. Besondere Bodenmarkierungen kennzeichnen geeignete Parkflächen. Nach Schulschluss werden die Umgebungspläne und Broschüren an die Eltern verteilt: Die Pläne im Postkartenformat zeigen sichere Fußwege sowie ideale Halte- und Parkmöglichkeiten auf, die Broschüre "Sicher in die Schule" hält Spiele, Übungen und wertvolle Tipps zum gemeinsamen Trainieren für Eltern und Kinder parat. Im Rahmen des Unterrichts erläutern Experten in den einzelnen Klassen anschaulich und praxisbezogen die Wahl des besten Schulwegs.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,7 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,24 Millionen Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 450.000 Selbständige sowie 1,41 Millionen Kindergarten- und Schulkinder, sowie Studierende. Die Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland 42 Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten 120.000 Verletzte in den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz Böhler sowie 1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren Wien-Meidling und Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche Behandlung. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA - die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senkt die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

Über das KFV:

Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) ist seit über 50 Jahren der führende Ansprechpartner beim Thema Unfallverhütung in Österreich. Egal, ob es um Sicherheit im Straßenverkehr, in der Freizeit, beim Sport, im Haushalt oder wirksamen Schutz vor Kriminalität geht: Die über Jahrzehnte aufgebaute Kompetenz, Gefahrenquellen aufzudecken, zu bewerten und Lösungsvorschläge zu formulieren, hilft dabei, unsere Lebenswelten um den entscheidenden Schritt sicherer zu machen. www.kfv.at.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3003/

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit):
Tel.: 05-77077-1919,
E-Mail: pr@kfv.at, www.kfv.at

Gabriela Würth, Öffentlichkeitsarbeit AUVA-Landesstelle Wien
Tel.: 0676 33 24 879,
E-Mail: gabriela.wuerth@auva.at; www.auva.at/wien

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