10 Jahre Section Control in Österreich: Sensationserfolg in Sachen Sicherheit!

Wien (OTS) - Am 25. Mai 2002 schlug in Österreich die
Geburtsstunde der Section Control, der streckenweisen Tempoüberwachung an risikoreichen Straßenabschnitten. Ein Blick auf die Statistik zeigt eine sensationelle Erfolgsstory. Die "Vision Zero" - kein einziger tödlicher Verkehrsunfall - wurde im Kaisermühlentunnel Wirklichkeit. Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) und die Bundespolizeidirektion Wien präsentieren die beeindruckende Bilanz.

Section Control = mehr Verkehrssicherheit. So lautet auf den Punkt gebracht die Erfolgsformel der seit einem knappen Jahrzehnt in Österreich an risikoreichen Straßenabschnitten eingesetzten Tempokontrolle. Ob Tunnel, Baustellen oder unfallträchtige Freilandstrecken - die Section Control schafft Sicherheit. In Österreich wurde dafür vor zehn Jahren, am 25. Mai 2002, der gesetzliche Grundstein gelegt. Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) und die Bundespolizeidirektion Wien präsentieren eine stolze Bilanz: eklatant weniger Tempoübertretungen, weniger Unfälle, weniger Verletzte und vor allem kein einziges Todesopfer in den neun Jahren seit Einführung der Section Control im Kaisermühlentunnel!

Harmonisierter Verkehrsfluss: Kein überhöhtes Tempo, keine Überholmanöver

Die Erfahrungen der Exekutive bestätigen den Erfolg der Section Control im Detail: Der Verkehr im 2,3 km langen Kaisermühlentunnel flutet harmonisiert - seit Einführung der Section-Control-Anlage gibt es kaum mehr gefährliche Überholmanöver. Die Fahrzeuglenker verbleiben mit annähernd gleicher und erlaubter Geschwindigkeit auf ihren jeweiligen Fahrstreifen. Eklatante Geschwindigkeitsüberschreitungen sind die Ausnahme. Das Tempo wird nicht nur punktuell und kurzfristig, sondern über den gesamten Streckenabschnitt reduziert und dadurch das Risiko gefährlicher Unfälle deutlich gesenkt.

Ergebnisse Kaisermühlentunnel im Detail: Signifikanter Rückgang bei Unfällen und Verletzten

Die Section-Control-Anlage im Kaisermühlentunnel wurde am 12. August 2003 probeweise in Betrieb genommen. Seit 13. September 2003 werden Tempoüberschreitungen mittels Anonymverfügung sanktioniert.

Die durchschnittliche Anzahl der Unfälle pro Jahr ist seit Einführung um über 50%, die Zahl der Verletzten um über 60% zurückgegangen und seit 2002 war kein Todesopfer zu beklagen.
Der Rückgang bei den Anzeigen von 45.569 im Jahr 2008 auf 27.159 im Jahr 2011 (- 40%) ist auch ein Indiz für die gestiegene "Tempomoral".

"Am Beispiel Kaisermühlentunnel kann man sehr gut sehen, dass mit konsequenter Geschwindigkeitsüberwachung das durchschnittliche Geschwindigkeitsniveau deutlich gesenkt und damit ein aktiver Beitrag zur Hebung der Verkehrssicherheit geleistet werden kann", erläutert Hofrat Mag. Peter Goldgruber, Leiter der Sicherheits- und Verkehrspolizeilichen Abteilung der Bundespolizeidirektion Wien.

"Vision Zero ist keine Utopie!"

KFV-Direktor Dr. Othmar Thann: "Die Section Control als Wegbereiter der modernen Verkehrsüberwachung ist für uns der bislang beste Beweis dafür, dass die "Vision Zero" - kein einziger tödlicher Verkehrsunfall - keine Utopie ist. Der Erfolg der Section Control beweist: Sicherheit ist machbar, die Vision kann Wirklichkeit werden!"

Durchdacht überwacht

So funktioniert die Technik im Detail: An zwei Kontrollpunkten -am Beginn und am Ende der Risiko-Strecke - wird die Geschwindigkeit des jeweiligen Fahrzeugs gemessen. Auf Basis dieser Daten und mittels exakter Zeitnehmung erfolgt die Berechnung der Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Section Control kann zwischen einspurigen Fahrzeugen, Pkw, Lkw und Bussen unterscheiden und die einzelnen Fahrzeugklassen nach ihren jeweiligen aktuellen Tempolimits beurteilen.

Keine Chance für Raser: Bei Überschreitung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit werden Kennzeichen und Tempodaten gespeichert und den Behörden übermittelt. Effektive Überwachung und modernster Datenschutz schließen einander dabei nicht aus: Die Daten aller angepasst fahrenden Fahrzeuge werden erst gar nicht gespeichert.

Einsatz dieses effektiven Kontrollinstrumentes für andere Bereiche

"Neben dem Einsatz für mehr Verkehrssicherheit kann die Section-Control auch als wirkungsvolles Instrument zur Lärm- und Emissionsreduktion eingesetzt werden und so zu mehr Lebensqualität der anrainenden Bevölkerung beitragen", erläutert Thann weitere Einsatzmöglichkeiten.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit)
Tel.: 05-77077-1919, E-Mail: pr@kfv.at, www.kfv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KVS0001