- 22.05.2012, 19:37:38
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Eva Raunig neue Vizepräsidentin der Ärztekammer für Wien
"Verstärkter Einsatz für Allgemeinmediziner und Hausärzte"
Wien (OTS) - Eva Raunig, niedergelassene Allgemeinmedizinerin mit
allen Kassen in Wien 9., wurde heute, Dienstag, Abend im Rahmen einer
außerordentlichen Vollversammlung der Ärztekammer für Wien mit
deutlicher Mehrheit zur dritten Vizepräsidentin neben Johannes
Steinhart und Hermann Leitner gewählt. ****
"Sie wird sich besonders stark dafür engagieren, dass dem Hausarzt
in Zukunft jene Bedeutung beigemessen wird, die ihm als Gate-Keeper
des Gesundheitssystems auch zusteht", kommentierte in einer erste
Stellungnahme Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres die Wahl Raunigs.
Die Ärztekammer habe nun eine "starke Stimme für die Anliegen der
Allgemeinmediziner und Hausärzte in Wien".
Damit werde die Ärztekammer das Thema Allgemeinmedizin in den
nächsten Jahren in den Vordergrund stellen, "denn zur
flächendeckenden Versorgung, und vor allem für ein besseres
Arzt-Patienten-Verständnis, ist und bleibt der Hausarzt der
entscheidende Faktor", betonte Szekeres.
Raunig selbst meinte, dass es ihr neben einer Imageaufwertung des
Hausarztes vor allem um die deutlich bessere Honorierung, bessere
Rahmenbedingungen in der Berufsausübung, die Sicherung des gut
ausgebildeten Nachwuchses - angesichts der Tatsache, dass viele
Hausärzte vor der Pensionierung stehen - sowie um eine intensivere
Vernetzung sowohl zu den Fachärzten als auch zu den Krankenhäusern
gehe.
"Allgemeinmediziner als Erstdiagnostiker, die ihre Patienten
kennen, können maßgeblich dazu beitragen, dass die Patientenströme
effizienter organisiert werden und das Vertrauensverhältnis
Arzt-Patient intensiviert wird", so Raunig. Zudem seien die Hausärzte
"Garanten für eine humane Medizin, gerade in der Anonymität einer
Großstadt".
Entbürokratisierung in der Medizin
Für Raunig ist es essenziell, dass "nicht nur eine
Entbürokratisierung in der Medizin stattfindet, sondern dass unsere
Leistungen, vor allem die Beratungs- und Patientengespräche, besser
und leistungsgerecht honoriert werden". Und: "Angesichts des starken
Immigrationshintergrunds in Wien braucht es ein Mehr an
multilingualen Ärztinnen und Ärzten."
Weiters will Raunig erreichen, dass die Tatsache, dass immer mehr
Frauen den ärztlichen Beruf ergreifen, mehr Berücksichtigung im
ärztlichen Arbeitsumfeld finde. "Frauen haben in der Regel andere
Work-Life-Balance-Vorstellungen als Männer und erhöhte Belastungen
durch die Erziehungsarbeit." Darauf müsse auch in der Gestaltung der
Kassenverträge sowie der Dienstverträge in den Krankenhäusern
Rücksicht genommen werden, forderte die Vizepräsidentin. (hpp)
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223, 0664/1014222, F:51501/1289
mailto:[email protected]
http://www.aekwien.at
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