- 15.05.2012, 17:51:35
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Neues Volksblatt: "Tetschn" von Michael KALTENBERGER
Ausgabe vom 16. Mai 2012
Linz (OTS) - Mit seiner öffentlich vorgetragenen Meinung, "a klane
Tetschn" für renitente Schüler sei durchaus sinnvoll und gut, hat der
Kärntner FPK-Obmann Uwe Scheuch am Watschenbaum gerüttelt. Die Kritik
kam prompt, heftig und zahlreich.
Scheuch hat sich darauf von Gewalt gegen Schüler distanziert; offen
blieb in dieser "Klarstellung" allerdings, ob "a klane Tetschn" vom
Kärntner Bildungsreferenten als Gewalt einstuft wird.
Wie dem auch sei. Das Schlimme an solchen Wortmeldungen ist nicht nur
die Einstellung zu Schule, Kindern und Erziehung insgesamt, das
Schlimme ist auch, dass eine an sich notwendige Debatte darüber,
welche Instrumente man den Lehrern in die Hand geben soll, um für
Ordnung in der Klasse zu sorgen, belastet und erschwert wird.
Die Debatte ist ja nicht neu. Mitte der 1990-er-Jahre hat der
Christliche Lehrerverein in Oberösterreich unter dem Motto "Erziehen
heißt eingreifen" pädagogische Interventionsmöglichkeiten - Tetschn
ausdrücklich ausgenommen! - verlangt. Die Reaktion -
"Rohrstock-Pädagogik" - war zu erwarten. Doch mittlerweile hat sich
die Erkenntnis durchgesetzt, dass ermahnen und gut zureden zu wenig
ist. Jetzt redet man wenigstens darüber. Und dann kommt Uwe und würgt
die Debatte wieder ab. Eigentlich gehört ihm a Tetschn, oba ka klane!
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