IKG weist Angriffe der FPÖ auf Oberrabbiner Eisenberg zurück

Israelischer Gesprächspartner "uninformiertes politisches Leichtgewicht"

Wien (OTS) - Die Israelitische Kultusgemeinde unterstützt vollinhaltlich die sehr zurückhaltenden Aussagen, die Oberrabbiner Eisenberg in einem Brief an den israelischen Rabbiner und Parlamentsabgeordneten Nissim Zeev, in dem die FPÖ als "rechtsextrem" charakterisiert wurde, getätigt hat. In dem Brief wurde dem Abgeordneten dringend geraten, von einem gemeinsamen Auftritt mit dem Abgeordneten Mölzer auf einer Konferenz über den Nahen Osten Abstand zu nehmen.

Abgeordneter Mölzer gibt im Übrigen als Verantwortlicher der Zeitung "Zur Zeit" allmonatlich einen Offenbarungseid für seine Gesinnung ab. So wird dort im Editorial der letzten Nummer gegen ein Befreiungsgedenken am Heldenplatz zum 8. Mai Stellung bezogen und an anderer Stelle der WKR-Ball verteidigt. Werbung für Literatur über die Deutsche Wehrmacht ist in der "Zur Zeit" oder der "Aula", gegen deren Verantwortliche bereits vor längerem Anzeige wegen Wiederbetätigung erstattet wurde, üblich.

Eine Partei, deren Funktionäre (nicht deren Wähler) per Gerichtsbeschluss das Attribut "Kellernazis" zuzuschreiben ist, kann erst recht für Juden kein Dialogpartner sein. Herrn Nissim Zeev wird daher dringend angeraten sich künftig besser zu informieren.

Oskar Deutsch
Präsident der IKG

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