- 09.05.2012, 11:37:15
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Hilfsappell von SOS-Kinderdorf Griechenland
Innsbruck/Wien/Athen (OTS) - "Der totale Zusammenbruch der
griechischen Mittelschicht steht uns bevor", befürchtet George
Protopapas, Leiter von SOS-Kinderdorf Griechenland. Hilfsanfragen an
SOS-Kinderdorf steigen massiv. "Bis jetzt wurde die Hilfe für
verarmte Familien verfünffacht - ein weiterer massiver Ausbau ist
geplant."
Die wirtschaftliche Lage in Griechenland verschärft sich
zusehends. Der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Griechenland, George
Protopapas, befürchtet Massenarbeitslosigkeit und den Zusammenbruch
des Sozialstaates: "Es wird werden wie in manchen osteuropäischen
Ländern nach dem Zusammenbruch des Kommunismus. 2012 und 2013 werden
wir den Kollaps der griechischen Mittelschicht erleben."
SOS-Kinderdorf in Griechenland rein aus Spenden finanziert
Für die Arbeit von SOS-Kinderdorf gibt es keine staatliche
Refundierungen, sämtliche Hilfen für Kinder und Familien müssen aus
Spendengeldern finanziert werden. Durch die Verarmung der Griechen
sinken die Spendeneinnahmen im Land dramatisch, Großsponsoren wie
bspw. die griechische Nationalbank springen ab. Gleichzeit werden die
öffentlichen Sozialausgaben gestrichen, die Not in Familien steigt
immens, genauso wie Hilfeansuchen an SOS-Kinderdorf.
Massiver Ausbau der SOS-Familienhilfe geplant
"Den Menschen geht es sehr schlecht. Viele sind verzweifelt. Die
Hilfsorganisationen arbeiten derzeit unter sehr schwierigen
Bedingungen: Viele der Angestellten arbeiten ohne Lohn, bei
SOS-Kinderdorf haben die Mitarbeiter auf einen Teil ihrer Gehälter
verzichtet. Zudem werden die Organisationen immer höher besteuert.
Aber alle tun ihr Bestes für die Menschen im Land," schildert George
Protopapas. "Es haben schon hunderte Eltern bei uns angefragt, ob sie
ihre Kinder bei uns lassen können, da sie nicht mehr in der Lage
sind, für sie zu sorgen. Wir begegnen diesem Drama mit der
SOS-Familienhilfe, die die Familien unterstützt, damit sie
zusammenbleiben können. 2011 haben wir die SOS-Familienhilfe
verfünffacht. Doch das wird nicht ausreichen. Wir planen dieses Jahr
eine weitere massive Ausweitung der Hilfe sowie die Installierung der
Familienhilfe auch in Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt
Griechenlands. Dazu brauchen wir dringend Spenden, um diese Vorhaben
umsetzen zu können!."
Spendenkonto: SOS-Kinderdorf, PSK 2.390.000 "SOS-Griechenland"
Online: www.sos-kinderdorf.at
In Griechenland gibt es derzeit drei SOS-Kinderdörfer, drei
Jugendhäuser und vier Sozialzentren mit angeschlossener
Familienhilfe.
Rückfragehinweis:
Viktor Trager, SOS-Kinderdorf Presse/Innsbruck
T. 0676/88144201, 0512/5918-221, [email protected]
Tina Vermeer, SOS-Kinderdorf Presse/Wien
T. 0676/88144486, 01/3683135-91, [email protected]
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