Hilfsappell von SOS-Kinderdorf Griechenland

Innsbruck/Wien/Athen (OTS) - "Der totale Zusammenbruch der griechischen Mittelschicht steht uns bevor", befürchtet George Protopapas, Leiter von SOS-Kinderdorf Griechenland. Hilfsanfragen an SOS-Kinderdorf steigen massiv. "Bis jetzt wurde die Hilfe für verarmte Familien verfünffacht - ein weiterer massiver Ausbau ist geplant."

Die wirtschaftliche Lage in Griechenland verschärft sich zusehends. Der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Griechenland, George Protopapas, befürchtet Massenarbeitslosigkeit und den Zusammenbruch des Sozialstaates: "Es wird werden wie in manchen osteuropäischen Ländern nach dem Zusammenbruch des Kommunismus. 2012 und 2013 werden wir den Kollaps der griechischen Mittelschicht erleben."

SOS-Kinderdorf in Griechenland rein aus Spenden finanziert

Für die Arbeit von SOS-Kinderdorf gibt es keine staatliche Refundierungen, sämtliche Hilfen für Kinder und Familien müssen aus Spendengeldern finanziert werden. Durch die Verarmung der Griechen sinken die Spendeneinnahmen im Land dramatisch, Großsponsoren wie bspw. die griechische Nationalbank springen ab. Gleichzeit werden die öffentlichen Sozialausgaben gestrichen, die Not in Familien steigt immens, genauso wie Hilfeansuchen an SOS-Kinderdorf.

Massiver Ausbau der SOS-Familienhilfe geplant

"Den Menschen geht es sehr schlecht. Viele sind verzweifelt. Die Hilfsorganisationen arbeiten derzeit unter sehr schwierigen Bedingungen: Viele der Angestellten arbeiten ohne Lohn, bei SOS-Kinderdorf haben die Mitarbeiter auf einen Teil ihrer Gehälter verzichtet. Zudem werden die Organisationen immer höher besteuert. Aber alle tun ihr Bestes für die Menschen im Land," schildert George Protopapas. "Es haben schon hunderte Eltern bei uns angefragt, ob sie ihre Kinder bei uns lassen können, da sie nicht mehr in der Lage sind, für sie zu sorgen. Wir begegnen diesem Drama mit der SOS-Familienhilfe, die die Familien unterstützt, damit sie zusammenbleiben können. 2011 haben wir die SOS-Familienhilfe verfünffacht. Doch das wird nicht ausreichen. Wir planen dieses Jahr eine weitere massive Ausweitung der Hilfe sowie die Installierung der Familienhilfe auch in Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands. Dazu brauchen wir dringend Spenden, um diese Vorhaben umsetzen zu können!."

Spendenkonto: SOS-Kinderdorf, PSK 2.390.000 "SOS-Griechenland" Online: www.sos-kinderdorf.at

In Griechenland gibt es derzeit drei SOS-Kinderdörfer, drei Jugendhäuser und vier Sozialzentren mit angeschlossener Familienhilfe.

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